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Jupiter Perpetuals Liquidity Provider Token

JLP0
Schlüsselkennzahlen
Jupiter Perpetuals Liquidity Provider Token Preis
$4.16
5.79%
Änderung 1w
9.61%
24h-Volumen
$48,541,531
Marktkapitalisierung
$1,221,433,320
Umlaufende Versorgung
378,608,247
Historische Preise (in USDT)
yellow

Was ist der Jupiter Perpetuals Liquidity Provider Token (JLP)?

Der Jupiter Perpetuals Liquidity Provider Token (JLP) ist ein SPL‑Token auf Solana, der einen anteiligen Anspruch auf den Jupiter‑Perps‑Liquiditätspool repräsentiert. Dieser Pool fungiert als On‑Chain‑Gegenpartei für Trader auf Jupiters Perpetual‑Futures‑Börse.

Das Kernproblem, das JLP löst, ist der Betrieb eines hochperformanten Perps‑Venues ohne Orderbuch und ohne externe Market Maker: Jupiter Perps verwendet ein LP‑zu‑Trader‑Modell, bei dem Trader effektiv Liquidität aus dem gemeinsamen Pool „leihen“ und LPs das Risiko kollektiv tragen. Dieses Design kann deterministische Ausführungen bieten, die an Oracle‑Preise statt an Orderbuch‑Tiefe gekoppelt sind, konzentriert dafür aber das Risiko im LP‑Vault.

In marktstruktureller Hinsicht lässt sich JLP am besten als diversifizierter, indexähnlicher Vault verstehen (mit wesentlichen Exposures wie SOL/ETH/BTC und Stablecoins), der Protokoll‑Cashflows und Trader‑PnL im AUM des Pools akkumuliert, anstatt Emissionen auszuschütten. Stand Anfang 2026 liegt JLP im Large‑Cap‑Bereich für einen Solana‑DeFi‑LP‑Receipt‑Token; Marktdaten‑Aggregatorseiten platzieren ihn ungefähr in den niedrigen 200ern nach gesamter Krypto‑Marktkapitalisierung, mit einem TVL‑Footprint auf Protokollebene von rund 1+ Mrd. US‑Dollar – je nach Messmethode und Betrachtungszeitpunkt.

Wer hat den Jupiter Perpetuals Liquidity Provider Token (JLP) gegründet und wann?

JLP ist kein eigenständiger „Startup‑Token“ mit einem unabhängigen Gründerteam; es ist ein Receipt‑Token, der vom Jupiter‑Perpetuals‑Programm gemintet und geburnt wird, wenn Nutzer Liquidität zum JLP‑Pool hinzufügen oder diese entziehen. Mit anderen Worten: Sein Ursprung ist an den Launch und die Weiterentwicklung von Jupiters Perps‑Produktlinie gebunden, nicht an eine separate Unternehmensgründung.

Aus Launch‑Perspektive entstand JLP in der Post‑2022/2023‑Drawdown‑Phase, als On‑Chain‑Perps‑Designs (z. B. GMX‑artige Pool‑Gegenparteien) als Alternative zu Orderbüchern an Bedeutung gewannen und Solanas Low‑Latency‑Umgebung Perps‑UX (Ausführung, Liquidationen, häufige Oracle‑Updates) praktikabler machte als in früheren Zyklen. Jupiters breitere Entwicklung begann als Swap‑/Liquiditäts‑Aggregator und wurde um Perps als Produktlinie mit höheren Fees und höherer Nutzerbindung erweitert – der Narrativ verschob sich damit von „bestes Routing“ hin zu einem „Full‑Stack‑DeFi‑Venue“.

Organisatorisch wird Jupiter von einem Core‑Team betrieben, ergänzt durch Community‑Governance rund um das JUP‑Ökosystem; JLP selbst verleiht jedoch keine Governance‑Rechte. Der relevante „Emittent“ für die JLP‑Mechanik ist das On‑Chain‑Programm Jupiter Perpetuals und dessen Parameter (Risiko, Fees, Zusammensetzung der Custodies).

Wie funktioniert das Netzwerk des Jupiter Perpetuals Liquidity Provider Token (JLP)?

JLP ist auf Solana deployt und erbt daher Solanas Base‑Layer‑Design (ein High‑Throughput‑L1 mit einem Validator‑Set, das Solanas Proof‑of‑Stake‑ plus Proof‑of‑History‑Schema betreibt). JLP hat keinen eigenen Konsens; sein Sicherheitsmodell ist eine Kombination aus Solanas Konsens/Finalität und der Korrektheit bzw. Sicherheit der Jupiter‑Perpetuals‑Programmlogik.

Auf Anwendungsebene ist Jupiter Perps eine Oracle‑preisgebundene, LP‑zu‑Trader‑Perpetual‑Börse. Liquiditätsanbieter hinterlegen Assets in Custodies, die vom JLP‑Pool verwaltet werden; im Gegenzug erhalten sie neu gemintetes JLP. Trader eröffnen gehebelte Positionen, die Liquidität aus dem Pool leihen; ihr PnL wird gegen den Pool abgerechnet, und auf Aktionen wie Öffnen/Schließen, Borrowing und Price Impact fallen Fees an.

Wichtige Implementierungsdetails (relevant für technische Due Diligence):

  • Das Perps‑Programm verwaltet einen einzigen Pool‑State („nur ein Pool‑Account“) mit mehreren Custody‑Accounts, die die zugrunde liegenden Tokens repräsentieren. Diese Accounts tracken AUM, verfügbare/gebundene Balancen und – in neueren, lending‑bewussten Accountings – Debt‑/Zins‑Konzepte, die die „wahre“ Token‑Verfügbarkeit abbilden.
  • Jupiter unterstützt „gasless orders“ über ein Keeper‑Execution‑Modell (Nutzer übermitteln Requests, die von Keepern ausgeführt werden), wodurch sich einige operationelle Annahmen von rein nutzerseitig eingereichten Transaktionen hin zu einem semi‑relayed Execution‑Pfad verschieben (mit eigenen Liveness‑/Trust‑Überlegungen).

Sicherheit und Nodestruktur: Die Dezentralisierung der Solana‑Validatoren und Client‑Diversität ist exogen zu JLP, aber materiell relevant. Auf Protokollebene liegen die dominanten Risiken in Smart‑Contract‑Risiken im Perps‑Programm, Oracle‑Abhängigkeit, Parameter‑Fehlkonfiguration (z. B. Price‑Impact‑Modell) und Tail‑Event‑Liquidationsdynamiken bei Volatilitätsspitzen. Jupiter weist explizit darauf hin, dass JLP sowohl Smart‑Contract‑Risiken als auch dem Risiko ausgesetzt ist, dass Trader netto profitabel sind (da der Pool die Gegenpartei ist).

Wie sind die Tokenomics von JLP?

Supply‑Schedule (Inflation/Deflation): JLP ist ein Mint‑/Burn‑Receipt‑Token: Das Angebot steigt, wenn Nutzer in den Pool einzahlen, und sinkt, wenn sie redeem‑en. Es gibt kein festes Max‑Supply im typischen „L1‑Token“‑Sinne, und es sind keine Protokoll‑Emissionen für Yield erforderlich; das Angebot ist endogen zu Deposits/Redemptions und zum virtuellen Preis/AUM des Pools. Aggregatoren zeigen typischerweise Angebot ≈ zirkulierendes Angebot, da JLP weitgehend übertragbar ist.

Utility (warum man ihn hält):

  • Primäre Utility ist wirtschaftliche Exposure: Das Halten von JLP verschafft Exposure gegenüber dem zugrunde liegenden Basket (SOL/ETH/BTC + Stablecoins) plus der Nettoperformance als Perps‑Gegenpartei.
  • Sekundäre Utility ist Composability: JLP ist ein SPL‑Token und kann als Collateral genutzt oder in andere Solana‑DeFi‑Primitives (AMMs, Lending, Vaults) integriert werden. Jupiter hat zudem das Borrowing gegen JLP (JLP Loans) produktisiert und damit die Collateral‑Utility im eigenen Stack formalisiert.

Value‑Accrual (wie Nutzung in Wert übergeht): Jupiters Modell ist „akkumulierend“: Anstatt Yield über neue Token‑Issuance zu zahlen, werden Fees in den Pool reinvestiert, was das AUM und den virtuellen Preis von JLP im Zeitverlauf erhöht. Jupiter gibt an, dass 75 % der Fees aus Perps‑Trading (und verwandten Flows wie Swaps und JLP‑Mint/Burn) in den JLP‑Pool reinvestiert werden, während 25 % als Protokoll‑Fees für Entwicklung/Wartung allokiert werden. Ein entscheidender Punkt ist, dass JLP‑Holder auch die Gegenseite des Trader‑PnL einnehmen: Wenn Trader systematisch profitabel sind (z. B. in starken Trendphasen mit dominanten Long‑Positionen), wirkt sich diese Profitabilität direkt negativ auf den Pool aus.

Wer nutzt den Jupiter Perpetuals Liquidity Provider Token (JLP)?

Es ist hilfreich, die Nachfrage in zwei Bereiche aufzuteilen:

  1. Spekulative/Trading‑Nachfrage (Sekundärmarkt): JLP wird gehandelt als SPL‑Token auf Solana‑Venues, wodurch es ein nicht‑triviales spekulatives Volumen gibt, das nichts mit dem Bereitstellen von Liquidität zu tun hat. Marktkapitalisierungs‑Webseiten führen ihn als signifikanten Asset mit einer beachtlichen Anzahl an Holdern, was für einen DeFi‑Receipt‑Token auf eine breite Verteilung hindeutet.

  2. On‑Chain‑Utility‑Nachfrage (primäre Issuance/Redemption): Die dominierende wirtschaftliche Nutzung besteht darin, Liquidität für Jupiter Perps bereitzustellen (JLP minten) und zunehmend darin, JLP als Collateral zu verwenden, um USDC zu leihen und gleichzeitig das Exposure gegenüber der im Pool eingebetteten Rendite zu behalten. Jupiters Produkt JLP Loans verwendet ein überbesichertes Modell mit Parametern wie maximalem LTV und Liquidationsschwellen, die in der Dokumentation offengelegt werden.

Dominanter Sektor: DeFi (Derivate + strukturierte Rendite + besichertes Borrowing). JLP ist kein Payment‑Token und kein Compute‑Token; seine „Realwirtschaft“ besteht aus Perps‑Flows (Fees, Funding/Borrow‑Dynamiken, Liquidationen) und Bilanznutzung (Collateral, Looping, delta‑neutrale Vault‑Strategien).

Institutionelle/Enterprise‑Signale (vorsichtig zu bewerten): Einige Drittanbieter‑Strategieplattformen beschreiben explizit institutionelle Custody‑Rails (z. B. Vault‑Produkte unter Bezugnahme auf Custodians) und delta‑neutrale Strategien rund um JLP plus externe Hedges; dies sollte jedoch eher als „professionalisiertes DeFi‑Usage“ denn als bestätigte Enterprise‑Adoption durch regulierte Finanzinstitute verstanden werden.

Welche Risiken und Herausforderungen gibt es für den Jupiter Perpetuals Liquidity Provider Token (JLP)?

Regulatorische Exponierung: JLP ist ein LP‑Receipt‑Token, der an ein Perps‑Venue gekoppelt ist – ökonomisch eher mit einem verzinslichen Vault‑Share vergleichbar als mit einem Utility‑/Gas‑Token. In den USA besteht das übergeordnete Risiko darin, dass Zugang zu Perpetuals, Leverage und gepoolte Gegenparteimodelle unter Rohstoff‑/Derivate‑Regeln (CFTC‑Bezug) sowie – je nach konkreten Umständen – im Rahmen einer Wertpapieranalyse für bestimmte Distributions‑/Marketingmuster untersucht werden. Zum Zeitpunkt des hier zugrunde liegenden Research‑Sweeps gibt es kein weithin bekanntes „Headline“‑Verfahren oder ein ETF‑ähnliches regulatorisches Verfahren speziell zu JLP; das Branchenrisiko (On‑Chain‑Derivate) ist jedoch strukturell höher als bei Spot‑DEX‑Tokens.

Zentralisierungsvektoren:

  • Operationelle Liveness: Der gasless‑/Keeper‑Execution‑Pfad führt zu einer Abhängigkeit von Keeper‑Netzwerken für bestimmte Order‑Flows; Ausfälle oder Performance‑Einbußen können zu einem praktischen Zentralisierungs‑/Liveness‑Risiko werden, selbst wenn die Contracts nicht‑kustodial bleiben.
  • Parametergovernance und Risikomanagement: Fee‑Kurven, Price‑Impact‑Modelle und Risiko‑Limits werden aktiv mit externen Risiko‑Partnern (z. B. Parameter‑Empfehlungen) gemanagt. Fehlkalibrierung kann Wert zwischen Tradern und LPs verschieben und Angriffsflächen schaffen (Oracle‑/Latenz‑Arbitrage vs. „Zero‑Slippage“‑Erwartungen).
  • Solana‑Abhängigkeit: Jede Solana‑Überlastung/‑Störung/‑Regression wirkt sich direkt auf die Qualität von Liquidationen und die Frequenz von Oracle‑Updates aus – beides ist für gehebelte Produkte existenziell.

Hauptwettbewerber: Auf Solana ist die nächstliegende Wettbewerbsgruppe andere Perps‑Venues (z. B. Drift). Kettenübergreifend ist die Wettbewerbssituation zweigeteilt: (i) andere Pool‑Gegenparteidesigns (GMX‑Art), die konkurrieren über Einfachheit und Liquidity‑Incentives, und (ii) hochliquide Orderbuch‑Perps (auf anderen Chains oder Off‑Chain), die über Spreads, Listings und Trader‑Tiefe konkurrieren.

Wie sind die zukünftigen Aussichten für den Jupiter Perpetuals Liquidity Provider Token (JLP)?

Die kurzfristige Tragfähigkeit hängt vor allem davon ab, ob Jupiter Perps nachhaltig Volumen und risikobereinigte Gebühren generieren kann, ohne strukturell informierten Flow zu überbezahlen. DeFiLlama-Daten deuten auf anhaltende, mehrstellige Milliarden-Perp-Volumes pro Monat und signifikante Gebühreneinnahmen hin, was impliziert, dass das Produkt innerhalb von Solana-DeFi eine „bedeutende Größenordnung“ erreicht hat – auch wenn diese Kennzahlen zyklisch sind und auf Regimewechsel hin überwacht werden müssen.

Bevorstehende technische/produktbezogene Meilensteine (auf Basis der letzten 12 Monate an Materialien):

  • Ausbau von Lending-Primitiven rund um JLP (USDC-Kreditaufnahme gegen JLP; die Dokumentation spezifiziert LTV- und Liquidationsparameter). Das erhöht die Kapitaleffizienz, führt aber auch zu Reflexivität und komplexeren Liquidationspfaden, falls Looping üblich wird.
  • Fortlaufende Verfeinerung von Price-Impact- und Risiko-Parametern mit veröffentlichten Empfehlungen und Iterationen – was eher auf ein andauerndes „Market-Microstructure-Finetuning“ als auf einen einmaligen Rollout hindeutet.

Strukturelle Hürden, um relevant zu bleiben:

  1. Gleichgewicht zwischen Tradern und LPs: Pooled-Counterparty-Perps sind tendenziell attraktiv, wenn Retail-Flow verrauscht ist und LPs Gebühren plus Fehler der Trader vereinnahmen; sie können unterperformen, wenn der Flow professioneller wird oder wenn Marktregime dazu führen, dass Trader systematisch profitabel sind. Die langfristige Attraktivität von JLP hängt davon ab, nicht zu einer Form von „dummer Liquidität“ zu werden, die besser informierte Trader subventioniert.
  2. Tail-Risk-Management: Liquidationsmechanik, Oracle-Integrität und Exposure-Limits müssen auch unter Stress standhalten. Bei Perps kann ein schwerwiegendes Insolvenzereignis das Vertrauen der LPs dauerhaft schädigen.
  3. Regulatorische und Zugangsbeschränkungen: Sollten wichtige Jurisdiktionen die Durchsetzung gegenüber Retail-Perps-Zugang verschärfen, könnte das Wachstum von Geo-Fencing, Frontend-Beschränkungen oder Produkt-Redesigns abhängen – die jeweils das adressierbare Volumen reduzieren können.

Insgesamt lässt sich der Investment-Case von JLP am besten als Exposure gegenüber (a) einem diversifizierten, Solana-zentrierten Indexkorb und (b) der Nettoökonomie einer großen On-Chain-Perps-Plattform (Gebühren minus Trader-PnL) mit zusätzlicher Optionalität durch die Nutzung als Kollateral im Lending rahmen. Die Beständigkeit wird weniger durch Narrative als durch nachhaltige, verifizierbare risikobereinigte Erlöse und eine konservative Parametersteuerung über volatile Marktregime hinweg bestimmt werden.

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