LeBron James wird künftig 15 Millionen Dollar pro Jahr von Polymarket einstreichen – fast das Vierfache seines 76ers-Gehalts. Vorausgegangen waren Wetten im Volumen von rund 270 Millionen Dollar auf seine sportliche Zukunft, während die Plattform gleichzeitig ins Visier der Behörden im Bundesstaat New York geraten ist.
Zentrale Punkte:
- James’ Polymarket-Deal bringt ihm 15 Millionen Dollar pro Jahr ein – fast das Vierfache seines erwarteten NBA-Gehalts 2026/27 bei den Philadelphia 76ers.
- James agiert als Testimonial, nicht als Investor; seine Werbeaktivitäten sollen sich vor allem auf Football statt Basketball konzentrieren.
- New York hat Polymarket im September verklagt und wirft der Plattform den Betrieb eines illegalen, nicht lizenzierten Wettangebots im Bundesstaat vor.
Der Polymarket-Deal
Front Office Sports berichtete, dass LeBron James im Rahmen eines Werbevertrags jährlich 15 Millionen Dollar von Polymarket erhält. Die genaue Laufzeit des Vertrags ist nicht bekannt. Eine Quelle sprach von einem „laufenden Engagement“ mit mehreren „Deliverables“ – darunter Beiträge in sozialen Medien und weitere Inhalte. James tritt dabei ausschließlich als Werbepartner auf, nicht als Kapitalgeber.
Die Summe überragt sein NBA-Einkommen deutlich. Im Juli unterschrieb James einen Zweijahresvertrag über 8 Millionen Dollar bei den Philadelphia 76ers und soll in der Saison 2026/27 knapp unter 4 Millionen Dollar vom Klub erhalten.
Bereits vor dem Werbedeal war James eine der meistgehandelten Figuren auf Prognosemärkten. Damit erhält die Kooperation eine ungewöhnliche Nähe zu Kontrakten, die direkt an seine Karriereentwicklung gekoppelt sind. Allein in diesem Sommer wurden laut The Athletic Kontrakte zu seinem künftigen Team mit einem Volumen von über 270 Millionen Dollar gehandelt – mehr als 45 Millionen Dollar davon auf Polymarket.
Inhaltlich soll sich die Zusammenarbeit auf Football konzentrieren, nicht auf Basketball. Hinweise auf Verstöße gegen NBA-Regularien oder eine direkte Einbindung der 76ers gibt es bislang nicht. Laut Front Office Sports verfügen auch Derek Jeter und Eli Manning über kleinere Werbeabkommen mit Polymarket.
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NBA-Regeln und Regulierung
Der Rechtskonflikt reicht deutlich über LeBron James hinaus. New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James verklagte Polymarket am 24. September mit dem Vorwurf, das Unternehmen betreibe im Bundesstaat ein illegales, nicht lizenziertes Glücksspielangebot. Die Klage zielt darauf ab, Polymarket den Betrieb als unlizenziertes Wettunternehmen in New York zu untersagen und fordert Geldbußen, die Abschöpfung mutmaßlich illegaler Gewinne sowie Entschädigungszahlungen.
Prognosemärkte unterliegen in den USA in erster Linie der Bundesaufsicht, während klassisches Sportwettenrecht weitgehend in die Zuständigkeit der Einzelstaaten fällt. Damit prallen zwei Regime aufeinander – und es ist umstritten, wer letztlich für Kontrakte auf Sportereignisse zuständig ist. New York stellt dieses bisherige Modell nun offen infrage.
NBA-Commissioner Adam Silver hat grundsätzlich signalisiert, dass Profis in begrenztem Umfang an Prognose- und Wettunternehmen beteiligt sein dürfen; die Beteiligung soll dabei auf 1 % begrenzt bleiben. Der Deal von LeBron James fällt jedoch formal in die Kategorie Werbepartnerschaft, nicht Beteiligung. Spurs-Star Victor Wembanyama vertritt indes eine deutlich kritischere Haltung: „Ich werde das niemals machen“, sagte er und fügte hinzu: „Ehrlich gesagt finde ich es sehr traurig, dass manche Spieler dafür Werbung machen.“
Polymarket hatte seine Sportoffensive bereits vor dem James-Deal gestartet. Das Unternehmen hatte sich zuvor Partnerschaften mit der MLB und der NHL gesichert. Die NBA hat bislang keine vergleichbare Kooperation verkündet, während sich die NFL solchen Verbindungen bisher weitgehend verweigert.
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