Zwei leitende Google Gemini-Forscher planen, zu Anthropic zu wechseln, was den Druck auf den Suchriesen nach mehreren hochkarätigen KI-Abgängen erhöht.
Zentrale Punkte:
- Jonas Adler und Alexander Pritzel verlassen Google Medienberichten zufolge in Richtung Anthropic.
- Die Abgänge folgen auf weitere jüngste Austritte bei Google und Google DeepMind.
- Die Wechsel werfen neue Fragen zu Talenten, Rechenressourcen und Pre-IPO‑Aktien in der Frontier-KI auf.
Google Gemini
Jonas Adler und Alexander Pritzel, die intern bei Google als wichtige Mitwirkende an Gemini galten, bereiten sich darauf vor, zu Anthropic zu wechseln, wie Bloomberg am 24. Juni berichtete und sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen berief.
Adler arbeitete an Googles KI-Coding-Initiativen, während Pritzel sich auf Pretraining konzentrierte – die frühe Phase, in der Modelle aus großen Datensätzen lernen. Keines der beiden Unternehmen kommentierte die gemeldeten Wechsel, und die Abgänge waren zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht offiziell angekündigt.
Die Abgänge folgen auf eine schwierige Phase für Googles KI-Teams. Noam Shazeer, ein Vice President of Engineering bei Google und Mitautor des 2017 erschienenen Papers „Attention Is All You Need“, wechselte letzte Woche zu OpenAI.
John Jumper, der sich den Nobelpreis für Chemie 2024 für AlphaFold teilte, kündigte ebenfalls an, Google DeepMind nach fast neun Jahren zu verlassen und zu Anthropic zu gehen. Sein Abgang ließ die Alphabet-Aktie in einer Sitzung um etwa 6 % fallen – ein Wertverlust von mehr als 245 Mrd. US‑Dollar.
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Anthropic rekrutiert
Anthropic stellt aggressiv von Google DeepMind ein, während das Unternehmen über allgemeine KI-Modelle hinaus in Bereiche wie Coding, Gesundheitswesen und wissenschaftliche Forschung expandiert. Diese Felder machen Forscher mit Erfahrung in Programmierung, Pretraining und wissenschaftlicher Arbeit besonders wertvoll.
Geld ist Teil der Verschiebung, aber nicht der einzige Faktor. Anthropic und OpenAI nähern sich möglichen Börsengängen und bieten Neueinsteigern die Chance auf Pre-IPO‑Anteile, die mehr Aufwärtspotenzial haben könnten als Aktien eines bereits riesigen börsennotierten Konzerns.
Auch der Zugang zu Rechenressourcen ist wichtig. Innerhalb von Google mussten einige Forscher um Zugriff auf Tensor Processing Units konkurrieren, da externe Kunden zunehmend Kapazitäten binden – und Anthropic gehört zu den externen Käufern dieser Hardware.
Google verfügt weiterhin über das Kapital, die Infrastruktur und die Erfahrung, um Teams nach Abgängen wieder aufzubauen. Die schärfere Frage ist, ob die jüngste Serie von Austritten für andere Forscher, die über einen Verbleib nachdenken, wie ein Signal wirkt.
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