BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes hat gewarnt, dass Bitcoin (BTC) vor einem starken kurzfristigen Rückgang stehen könnte, bevor es zu einer nachhaltigen Rallye kommt, da die makroökonomischen Bedingungen weiterhin restriktiv sind und die globalen Risiken zunehmen.
In dem Podcast Coin Stories sagte Hayes, er würde auf dem aktuellen Kursniveau kein neues Kapital in Bitcoin investieren. Er argumentierte, dass die US-Notenbank noch nicht die Liquidität bereitgestellt habe, die nötig sei, um eine breitere Erholung von Risikoanlagen zu stützen.
Hayes rechnet letztlich mit Politikwechseln, ausgelöst durch zunehmenden wirtschaftlichen Druck. Er verwies auf Zölle und geopolitische Spannungen als Katalysatoren, die Regierungen zu Kapitalverkehrskontrollen und monetärer Lockerung zwingen könnten. Seiner Ansicht nach würden solche Maßnahmen das System letztlich mit Liquidität fluten und als bedeutender Rückenwind für Bitcoin wirken.
Kurzfristige Risiken könnten Ausverkauf auslösen
Trotz seines langfristig optimistischen Ausblicks warnte Hayes, dass die Risiken auf kurze Sicht erhöht bleiben. Eine Eskalation geopolitischer Konflikte, insbesondere unter Beteiligung der USA und des Iran, könnte laut ihm einen marktweiten Ausverkauf auslösen, der Bitcoin vor Beginn einer Erholung unter 60.000 $ drückt.
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Er hob zudem eine weniger diskutierte Bedrohung hervor. Rasche Fortschritte in der künstlichen Intelligenz könnten zu Arbeitsplatzverlusten und einer deflationären Kreditkontraktion führen und damit Druck auf alle Risikoanlagen einschließlich Krypto ausüben.
Hayes hält an einem längerfristigen Preisziel zwischen 250.000 $ und 750.000 $ für Bitcoin fest, betonte jedoch, dass sich die Liquiditätsbedingungen ändern müssten, bevor solche Bewegungen Realität werden könnten.
Analysten verweisen auf historische Erholungsmuster
Eine separate Analyse der lateinamerikanischen Börse Mercado Bitcoin legt nahe, dass sich Bitcoin historisch betrachtet nach ersten Ausverkäufen während globaler Schocks stark erholt hat.
Laut Rony Szuster, dem Forschungsleiter der Börse, fällt Bitcoin häufig in den frühen Phasen von Krisen, da Anleger Bargeld suchen, neigt aber in den folgenden Wochen dazu, traditionelle Anlagen wie Gold und Aktien zu übertreffen.
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