Bitcoin-Besitz unter 1 % befeuert CZs kühnste Prognose bisher: $1-Millionen-Ziel

Bitcoin-Besitz unter 1 % befeuert CZs kühnste Prognose bisher: $1-Millionen-Ziel

Changpeng Zhao glaubt, dass Bitcoin (BTC) bis 2033 1 Million US‑Dollar erreichen könnte, solange der weltweite Besitz der Anlage unter 1 % bleibt.

Zentrale Punkte

  • Changpeng Zhao sagt, ein Bitcoin-Kurs von 1 Million US‑Dollar bis 2033 sei angesichts des geringen weltweiten Besitzes realistisch.
  • Bitcoin-Spot-ETFs verzeichneten am 30. Juni den neunten Tag in Folge Nettoabflüsse und schlossen damit einen Monat mit Rekordabzug ab.
  • Bitcoin handelt nahe Mehrmonatstiefs, nachdem der Kurs unter einen wichtigen langfristigen gleitenden Durchschnitt gefallen ist.

Zhaos Bitcoin-These

Zhao, der Binance‑Gründer, sagte diese Woche in einem Interview, dass derzeit weniger als ein Prozent der Weltbevölkerung Bitcoin besitzt. Er erklärte, diese Knappheit lasse erheblichen Spielraum für neue Nachfrage, wenn sich die Adoption in kommenden Marktzyklen ausweitet, insbesondere bei Institutionen.

Er schätzte, dass Bitcoin auf etwa 600.000 US‑Dollar steigen könnte, falls der nächste große Zyklus einen früheren fünffachen Anstieg wiederholt. Ein weiterer Zyklus müsste diesen Wert dann nur noch verdoppeln, um den Preis über 1 Million US‑Dollar zu treiben. Zhao nannte diesen Meilenstein „völlig möglich“, räumte jedoch ein, dass er keinen exakten Zeitplan benennen könne.

Zhao stellte die These als adoptionsgetrieben dar und nicht als Produkt kurzfristiger Spekulation – und wiederholte damit eine ähnlich bullische Prognose, die er im Januar abgegeben hatte. Damals sagte er gegenüber US‑Medien, Bitcoin könne in diesem Jahr in einen „Superzyklus“ eintreten, der sein historisches Vierjahresmuster durchbrechen könnte.

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Wachsende institutionelle Vorsicht

Zhaos bullischer langfristiger Ausblick trifft derzeit auf ein deutlich vorsichtigeres institutionelles Umfeld. US‑amerikanische Spot‑Bitcoin‑ETFs verloren allein am 30. Juni 222,6 Millionen US‑Dollar – der neunte Tag in Folge mit Nettoabflüssen. Der IBIT‑Fonds von BlackRock machte den Großteil dieser Tagesabflüsse aus.

Die kumulierten Abflüsse im Juni beliefen sich auf 4,5 Milliarden US‑Dollar, den schlechtesten Monat für die Fonds seit ihrem Start im Januar 2024, und übertrafen den bisherigen Monatsrekord um rund 29 %. Die gesamten Nettovermögen über alle ETFs hinweg lagen zum Monatsende bei etwa 70,95 Milliarden US‑Dollar.

Wincent‑Stratege Paul Howard sagte, der Druck spiegele eher eine breitere makroökonomische Rotationsbewegung wider als eine Verschlechterung der langfristigen Bitcoin‑Fundamentaldaten. Analysten verwiesen zudem auf starke Umschichtungen in den rekordgroßen Börsengang von SpaceX als Faktor, der in diesem Quartal frisches Kapital aus den Kryptomärkten abzieht. Die kumulierten Zuflüsse in Bitcoin‑ETFs seit ihrer Einführung bleiben jedoch mit mehr als 51 Milliarden US‑Dollar positiv.

Bitcois harter Juni

Bitcoin ist im vergangenen Monat stark gefallen – von rund 74.000 US‑Dollar Anfang Juni auf knapp 58.600 US‑Dollar zum Monatsende. Der Token liegt damit in den vergangenen 30 Tagen etwa 20 % und im Jahresvergleich rund 45 % im Minus – ein Zeitraum, der von hoher Volatilität geprägt war.

Der Rückgang drückte Bitcoin erstmals seit 2023 unter seinen 200‑Wochen‑Durchschnitt, eine Marke, die Händler oft als Indikator für tiefe Zyklustiefs beobachten. Die Unterstützung nahe 58.000 US‑Dollar hat den jüngsten Ausverkauf bislang aufgefangen, obwohl sich die Kurse weiter von den früheren Hochs 2026 entfernt haben. Ein bestätigter Bruch unter diese Zone könnte den Weg Richtung 50.000 US‑Dollar freimachen – ein Niveau, das zuletzt 2024 getestet wurde.

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