Bitcoin (BTC) hat sich am Montag wieder über 64.000 Dollar geschoben – vor dem Hintergrund einer scharfen Drohung von Donald Trump gegen Oman und einer anhaltenden Gold-Rally über zwei Wochen.
Wichtigste Punkte:
- Bitcoin notierte in der New Yorker Sitzung am Montag über 64.000 Dollar und legte damit rund 2 % gegenüber dem Wochenschluss am Sonntag zu.
- Trump drohte mit einem Militärschlag gegen Oman, nachdem ein 60-tägiges Memorandum of Understanding zwischen den USA und Iran ohne Gespräche ausgelaufen war.
- Gold stieg um mehr als 1 % auf etwa 4.424 Dollar je Unze, nachdem die Bank of America das Edelmetall erneut empfohlen hatte.
Bitcoin erholt sich, während Trump Luftschlag gegen Oman ins Spiel bringt
Börsendaten zeigten, dass BTC/USD bis zur Wall-Street-Eröffnung am Montag um mehr als 2 % anzog und damit Verluste wettmachte, die der Coin bis zum Wochenschluss am Sonntag eingefahren hatte.
Die Aktienmärkte liefen dagegen in die andere Richtung. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus war am Wochenende laut dem Tracking-Dienst Kpler nahezu zum Erliegen gekommen – am Sonntag passierten demnach nur drei Schiffe die Meerenge.
Trump sagte gegenüber Fox News, die USA würden Oman bombardieren, sollte der Golfstaat „im Weg stehen“. Die Aussagen fielen auf den Tag, an dem ein 60-tägiges Memorandum of Understanding mit dem Iran auslief. Wenige Stunden zuvor hatte er auf Truth Social gepostet, der Iran dürfe niemals in den Besitz einer Atombombe gelangen.
Der Ölmarkt reagierte kaum. WTI-Rohöl blieb mit rund 82,45 Dollar je Barrel weitgehend stabil, während der S&P 500 etwa 0,2 % von seinem Rekordhoch vom vergangenen Donnerstag abgab. Das iranische Außenministerium erklärte, die Frist sei faktisch bedeutungslos, da es nie zu Verhandlungen gekommen sei – betonte aber zugleich, Teheran und Muscat hätten sich auf eine Navigationskarte für die Straße von Hormus geeinigt.
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Gold schlägt Bitcoin – Hartnett erneuert Kaufempfehlung
Der Spot-Goldpreis stieg um mehr als 1 % auf etwa 4.424 Dollar je Unze und baute damit zwei Wochen in Folge mit Zugewinnen aus. Michael Hartnett, Chef-Investmentstratege bei der Bank of America, schrieb in einer Montagsnotiz, das „Trade-Setup“ sei Long-Gold – das Edelmetall sei der beste verfügbare Hedge gegen eine Entwertung des US-Dollars.
Goldfonds verzeichneten in der vergangenen Woche Zuflüsse von 6,3 Milliarden Dollar – der größte Wochenzufluss seit Januar. Parallel dazu flossen 25,4 Milliarden Dollar in Geldmarktfonds und 23,8 Milliarden Dollar in Anleihen.
Schwächere Daten zu Inflation und Einzelhandelsumsätzen haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank Fed im September auf rund ein Drittel gedrückt – nach zuvor fast 50 %. Gleichzeitig hat das XAU/BTC-Verhältnis den höchsten Stand seit dem 9. Juni erreicht, ein Zehn-Wochen-Hoch, das die Outperformance von Gold gegenüber Bitcoin unterstreicht.
Bitcoin-Funding-Raten deuten überfüllte Long-Seite an
Die Funding-Raten an Derivatebörsen kletterten am 14. August auf 0,022 – den höchsten Wert seit 20 Monaten –, wie Daten der Onchain-Analyseplattform CryptoQuant zeigen. Die Analysten werten dies als Indiz dafür, dass der Markt stark auf der Long-Seite positioniert ist. Die Zwangsliquidationen blieben jedoch überschaubar: Über alle Kryptowährungen hinweg summierten sie sich in 24 Stunden auf rund 180 Millionen Dollar.
Bitcoin rangiert im August in einer engen Spanne zwischen etwa 62.000 und 65.000 Dollar, ohne diese bisher klar zu durchbrechen. Zu Monatsbeginn war der Kurs bis auf rund 62.200 Dollar gefallen, erholte sich dann auf der Hoffnung einer Entspannung an der Straße von Hormus, und gab anschließend wieder nach, als die Gespräche ins Stocken gerieten und Teheran seine Position verhärtete. Die Tradingfirma QCP Capital erklärte, ein nachhaltiger Ausbruch aus dieser Handelsspanne werde mehr über die Marktpositionierung verraten als jedes einzelne Kursniveau.
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