Cardano (ADA) hat sich seit dem Tief vom 4. März im Zuge einer breiteren Erholung am Kryptomarkt um rund 10 % erholt. Ein Kopf-Schulter-Muster im 12-Stunden-Chart, ein Anstieg der On-Chain-Coins in Bewegung um 54 % und eine Long-Übergewichtung von 26 % im Derivate-Bereich deuten jedoch darauf hin, dass die Rallye ein wachsendes Abwärtsrisiko nahe der Nackenlinie bei der Unterstützung von 0,26 $ verschleiern könnte.
Was passiert ist: Technischer Durchbruch droht
ADA hat in den vergangenen 24 Stunden etwa 5 % zugelegt und den Token wieder in Richtung 0,27 $ geschoben. Die Erholung hat jedoch eine bärische Chartformation, die sich seit Anfang Februar entwickelt, bislang nicht aufgelöst.
Das Kopf-Schulter-Muster – linke Schulter, Kopf und rechte Schulter sind nun klar erkennbar – weist eine Nackenlinie bei etwa 0,26 $ auf. Am 4. März testete der Kurs dieses Niveau kurzzeitig, bevor er wieder nach oben abprallte.
Zwischen dem 2. und 4. März bildete der Token zwei tiefere Hochs aus, während der Relative-Stärke-Index im selben Zeitraum ein höheres Hoch markierte. Diese Kombination bildet eine sogenannte versteckte bärische Divergenz, ein Signal, das typischerweise auf die Fortsetzung eines Trends statt auf eine Umkehr hindeutet.
On-Chain-Daten von Santiment bestätigen diese Bedenken. Die Kennzahl „Spent Coins Age Band“, die verfolgt, wie zuvor gehaltene Coins im Netzwerk bewegt werden, zeigte am 3. März etwa 93 Millionen ADA in Bewegung. Bis zum 5. März kletterte dieser Wert auf über 143 Millionen ADA – ein Anstieg um 54 %. Gleichzeitig zeigen Binance-Derivatedaten Long-Liquidationshebel von rund 22 Mio. $ gegenüber etwa 17 Mio. $ auf der Short-Seite, ein Ungleichgewicht von 26 %, das das Risiko kaskadenartiger Liquidationen bei fallenden Kursen erhöht.
Wal-Wallets mit Beständen zwischen 100 Millionen und über 1 Milliarde ADA haben ihre Salden weitgehend unverändert gelassen. Lediglich die Gruppe mit 10 bis 100 Millionen ADA hat leicht aufgestockt – von 16,67 Milliarden auf 16,69 Milliarden ADA, was einem Wert von etwas über 5 Mio. $ entspricht.
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Warum das wichtig ist: Verkaufsdruck baut sich auf
Die Konstellation dieser Signale ist bedeutsam, weil sie sich gegenseitig verstärken. Versteckte bärische Divergenz deutet darauf hin, dass Verkäufer trotz der Erholung aktiv bleiben, während die zunehmende Coin-Bewegung darauf hindeutet, dass Halter sich auf einen Ausstieg vorbereiten könnten.
Das Derivate-Ungleichgewicht fügt ein mechanisches Risiko hinzu: Fällt ADA unter die Nackenlinie bei 0,26 $, könnten erzwungene Long-Liquidationen den Rückgang beschleunigen. Ohne starke Spot-Käufe durch Wale, die diesen Druck abfedern, könnte ein bestätigter Ausbruch des Kopf-Schulter-Musters den Kurs in Richtung 0,21 $ schicken – ein Rückgang um 18 % von der Nackenlinie aus. Auf der Oberseite würde ein 12-Stunden-Schlusskurs über 0,28 $, einem Niveau, das seit Ende Februar wiederholt Kursversuche zurückgewiesen hat, signalisieren, dass die Käufer wieder die Kontrolle gewinnen. Ein Anstieg über 0,31 $ würde die bärische Struktur vollständig negieren.
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