Charles Hoskinson sieht für Cardano (ADA) großes Potenzial in einem ähnlich disziplinierten Entwicklungsansatz, wie ihn Anthropic im Wettbewerb mit deutlich größeren KI-Unternehmen verfolgt.
Zentrale Punkte:
- Hoskinson stellt Cardanos forschungsgetriebene Strategie dem Aufstieg von Anthropic gegen etablierte KI-Konzerne gegenüber.
- Er verweist auf den Kelp-DAO-Hack über 292 Millionen US‑Dollar als Beleg dafür, dass hastige Entwicklung Risiken im DeFi-Sektor verstärkt.
- ADA notiert rund 95 % unter dem Rekordhoch – Cardanos langfristiger Kurs steht damit unter wachsendem Rechtfertigungsdruck.
Cardanos Strategie
In einem aktuellen Interview erklärte Hoskinson, dass Anthropic trotz seines späten Einstiegs in die Künstliche Intelligenz gegenüber Google und OpenAI aufholen konnte. Den Vorteil sieht er nicht in einem schnelleren Produkt-Launch, sondern in einer konsequent verfolgten Entwicklungsphilosophie.
Zugleich erkennten Entwickler und Investoren im Kryptobereich zunehmend, wie wichtig Sicherheit, belastbare Governance-Strukturen und tragfähige Roadmaps seien, da Angriffe Schwachstellen in eng vernetzten Protokollen gnadenlos offengelegen hätten.
„Die Leute wachen langsam auf – gerade im Zeitalter des AI-Hackings, in dem scheinbar alles geknackt wird“, so Hoskinson.
Als warnendes Beispiel nannte er den Angriff auf Kelp DAO im April, bei dem etwa 292 Millionen US‑Dollar in rsETH betroffen waren, nachdem gefälschte Cross-Chain-Nachrichten die Bridge-Konfiguration kompromittiert hatten. Der Angreifer nutzte betrügerische Vermögenswerte als Sicherheiten auf Aave und weiteren Kreditplattformen – ein Lehrstück dafür, wie Probleme in einem Protokoll sich über das gesamte DeFi-Ökosystem ausbreiten können.
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Ausblick für ADA
Dauerhafte Stabilität im Krypto-Sektor setze laut Hoskinson klare Governance-Regeln, disziplinierte Softwareentwicklung und eine Roadmap voraus, die Teams auch über Jahre hinweg umsetzen können. Cardano habe auf seinem langen Weg Fehler gemacht, räumt er ein – und einen Großteil der Verantwortung trage er selbst als Projektchef.
Seine These muss sich allerdings am Markt bewähren: Laut CoinGecko lag die Marktkapitalisierung von Cardano am 24. Juli bei rund 6,26 Milliarden US‑Dollar, womit das Projekt auf Rang 19 geführt wird. ADA handelte bei etwa 0,17 US‑Dollar und damit ungefähr 95 % unter dem Allzeithoch von 3,09 US‑Dollar aus dem September 2021.
Hoskinson rechnet dennoch mit kräftigem Netzwerkwachstum in den kommenden 12 bis 24 Monaten. Ob der langsamere, sicherheitsorientierte Ansatz breite Unterstützung findet, hängt letztlich von der tatsächlichen Nutzung des Netzwerks und der Kursentwicklung des Tokens ab. Cardano setzt seit Jahren auf begutachtete Forschung und gestaffelte Upgrades – ein Ansatz, der zwar Stabilität verspricht, aber zugleich Kritik auf sich zieht, weil er die Expansion des Ökosystems bremse, während aggressivere Wettbewerber Nutzer und Kapital anziehen.
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