Solana (SOL) führt am 21. Oktober ein neues Konsensverfahren namens Alpenglow ein. Damit sollen Transaktionen nicht mehr nach rund 12,8 Sekunden, sondern bereits nach etwa 150 Millisekunden als endgültig gelten.
Das Wichtigste in Kürze:
- Alpenglow soll in Epoche 1064 aktiviert werden, die voraussichtlich am 21. Oktober gegen 15:00 Uhr UTC beginnt.
- Validatoren werden keine On-Chain-Votes mehr als Transaktionen veröffentlichen – die gemeldeten Transaktionszahlen dürften daher deutlich sinken.
- Die 150 Millisekunden sind ein Zielwert; ob dieser im Netzbetrieb stabil erreicht wird, ist noch offen.
Zeitplan für Solana Alpenglow
Die Solana Foundation hat einen aktualisierten Zeitplan veröffentlicht, der den Übergang auf Epoche 1064 terminiert, den erwarteten Beginn am 21. Oktober um etwa 15:00 Uhr UTC. Alpenglow ersetzt TowerBFT, das Abstimmungsverfahren, das das Netzwerk seit seinem Start 2020 nutzt. Da sich die Startzeit von Epochen verschieben kann, sollen sich Validatoren an der Epoche orientieren – nicht an der Uhr.
Das Entwicklerteam Anza, das den Agave-Validator-Client baut, erklärte am 13. Oktober öffentlich, die Umstellung sei „der Abschluss von 18 Monaten Arbeit für eine Migration, die in einem einzigen Slot passiert“. Das alte System läuft in den ersten 5.000 Slots – rund 18 Minuten – noch parallel weiter.
Bislang protokollieren Validatoren ihre Stimmen als eigene Transaktionen auf der Blockchain, wie etwa hier beschrieben. Unter Alpenglow tauschen sie ihre Votes direkt untereinander aus und bündeln genügend Bestätigungen in einem Zertifikat, das einen Block nach einer oder zwei Abstimmungsrunden finalisiert.
Betreiber müssen Software auf Basis von Agave 4.3.0 einsetzen und 0,8 SOL für eine neue, epochenbezogene Eintrittsgebühr bereithalten. Nutzer der Clients Firedancer und Frankendancer müssen vorübergehend auf andere Implementierungen wechseln.
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Warum Solanas Finalität wichtig ist
Finalität beschreibt den Zeitpunkt, zu dem eine Zahlung unumkehrbar ist.
Schon heute wirkt eine Solana-Transaktion für den Nutzer nahezu sofort abgeschlossen. Für Händler oder Cross-Chain-Brücken, die auf eine belastbare Unumkehrbarkeit warten, könnte sich der Zeitpunkt, an dem sie eine Zahlung akzeptieren, aber weiter nach vorne verschieben. Die Foundation mahnt jedoch, dass „die 150 ms eine Erwartung und keine Konstante sind“.
Zuletzt machten Validator-Votes etwa 63 % aller gezählten Transaktionen aus. Ihr künftig wegfallendes Auftauchen in Blöcken sei vor allem eine buchhalterische Umstellung und kein Verlust an realer Verarbeitungskapazität, betont die Foundation.
Druck auf den SOL-Kurs
Der SOL-Token hat in der vergangenen Woche rund 9,3 % eingebüßt und notiert bei etwa 107 US-Dollar – unter seiner 20-Tage-gleitenden Durchschnittslinie (SMA). Parallel verzeichneten US-Spot-ETFs auf Solana sieben Handelstage in Folge Abflüsse.
Analyst Crypto Patel markiert im Acht-Stunden-Chart die Zone zwischen 96 und 103 US-Dollar als potenziellen Einstiegsbereich. Im Fall einer bestätigten Trendwende sieht er Aufwärtsspielraum bis 125 und 150 US-Dollar.
Anza hatte Alpenglow im Mai 2025 vorgestellt, Validatoren genehmigten das Upgrade im September desselben Jahres mit rund 98 % Zustimmung, wie Berichte zeigen. Ursprünglich war ein Mainnet-Start im ersten Quartal angepeilt. Stattdessen erreichte das Upgrade nach fünf Monaten Probelauf in einem Community-Cluster am 24. September das Solana-Testnet und einen Tag später das Devnet.
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