Eine Bitcoin-Wallet, die 13 Jahre lang inaktiv war, hat ihr gesamtes Guthaben von 909 BTC im Wert von 85 Millionen US‑Dollar transferiert und damit zur jüngsten Welle uralter Adressen beigetragen, die in den vergangenen Monaten wieder aktiv wurden.
Das Blockchain-Analyseunternehmen Arkham Intelligence tracked die Überweisung von der Adresse 1A2hq…pZGZm an eine neue Adresse bc1qk…sxaeh.
Die Wallet sammelte zwischen Dezember 2012 und April 2013 erstmals Kryptowährungen, als Bitcoin unter 7 US‑Dollar pro Coin gehandelt wurde.
Der Inhaber sitzt nun auf einem nicht realisierten Gewinn von über 13.000 %, da die Coins bisher noch nicht auf bekannte Exchange-Wallets bewegt wurden – was eher auf eine Konsolidierung der Sicherheit als auf eine Liquidation hindeutet.
Was ist passiert
Die Bewegung dieses ruhenden Wals setzt ein in diesem Jahr beobachtetes Muster fort, bei dem langzeitinaktive Wallets Kryptowährungen im Wert von mehr als 50 Milliarden US‑Dollar bewegt haben, wie Onchain-Daten zeigen.
Der bedeutendste Verkauf fand im Juli statt, als rund 80.000 BTC, die 14 Jahre lang gehalten worden waren, sold nahe 108.000 US‑Dollar pro Coin über das institutionelle Unternehmen Galaxy Digital veräußert wurden – insgesamt etwa 9 Milliarden US‑Dollar.
Bitcoin wurde zum Zeitpunkt des Schreibens bei rund 93.000 US‑Dollar gehandelt, mehr als 27 % unter dem Höchststand von über 126.000 US‑Dollar Anfang Oktober.
Die jüngste Wallet-Bewegung erfolgt vor dem Hintergrund, dass Blockchain-Analysten im ersten bis mittleren Jahresverlauf über 62.800 BTC aus Adressen verfolgten, die älter als sieben Jahre sind – mehr als doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
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Warum das wichtig ist
Dass frühe Inhaber ihre Kryptowährungen nach Jahren der Inaktivität umschichten, könnte auf unterschiedliche Motive hinweisen, die über reine Gewinnmitnahmen hinausgehen.
Einige Analysten vermuten, dass sicherheitsbewusste Halter auf zunehmende Warnungen vor künftigen Bedrohungen durch Quantencomputer threats für Bitcoins Elliptic-Curve-Signaturen reagieren.
Ältere Adressen, die Pay-to-Public-Key-Formate nutzen, haben ihre öffentlichen Schlüssel bereits offengelegt und könnten dadurch angreifbarer werden, sobald Quantencomputer ausreichend leistungsfähig sind.
Das Forschungsunternehmen Chaincode Labs schätzt, dass etwa 6,51 Millionen BTC – rund 32,7 % des aktuellen Angebots und mehr als 700 Milliarden US‑Dollar wert – quantenanfällig sind.
Während die meisten Kryptografen praktikable Quantenbedrohungen noch Jahre in der Zukunft sehen, deuten jüngste Vorschläge wie das Quantum-Resistant Address Migration Protocol des Entwicklers Agustin Cruz darauf hin, dass das Ökosystem bereits Migrationspfade zu postquantenresistenten kryptografischen Verfahren vorbereitet.
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