Elon Musk hat einen Bericht des Wall Street Journal zurückgewiesen, wonach Tesla sein China-Geschäft abspalten könnte, um geopolitische Hürden für eine mögliche Fusion mit SpaceX zu umgehen.
Wichtigste Punkte:
- Musk erklärte, es habe auf keiner Ebene im Unternehmen je Gespräche über eine Abspaltung des China-Geschäfts gegeben.
- Tesla China bezeichnete den Bericht ebenfalls als falsch.
- Fusionsspekulationen halten an, da Prognosemärkte ein mögliches Geschäft einpreisen und beide Unternehmen im Fokus kritischer Investoren stehen.
Dementi von Tesla China
Das Wall Street Journal berichtete am 30. Juli, Tesla-Manager seien angewiesen worden, Vorbereitungen für eine mögliche Abspaltung des China-Geschäfts zu treffen, während Berater Szenarien wie Spin-off, Verkauf oder Schließung prüften. Die Planungen könnten dem Bericht zufolge eine künftige SpaceX-Fusion erleichtern, wobei Zeitpunkt und konkrete Optionen offenblieben.
Musk widersprach der Darstellung auf X.
Er schrieb: „Das ist Fake News“ und ergänzte, das Thema sei „niemals auch nur in einer einzigen Diskussion zur Sprache gekommen“ und nannte den Bericht „absurd gefälschte Nachrichten“. Tesla China erklärte gegenüber The Paper gesondert, bei der Meldung handle es sich um „falsche Informationen“ und untermauerte damit das Dementi der Muttergesellschaft.
Teslas Gigafactory in Shanghai ist das größte und produktivste Werk des Konzerns mit einer Jahreskapazität von über 950.000 Fahrzeugen und einer Schlüsselrolle für Exporte nach Europa, Kanada und in die Asien-Pazifik-Region. China ist nach den USA Teslas zweitgrößter Einzelmarkt.
Mehr dazu: Microsoft übertrifft Wall Street mit 43 % Azure-Wachstum und 90 Mrd. $ Umsatz
Bedeutung einer möglichen SpaceX-Fusion
Die Fusionsfantasie hat sich verstärkt, seit Musk auf dem Ergebnis-Call von Tesla am 22. Juli die zunehmenden Überschneidungen zwischen Tesla und SpaceX betonte – ohne jedoch eine Transaktion anzukündigen.
Der Prognosemarkt Kalshi sieht die Wahrscheinlichkeit eines Deals bis zum 1. Mai 2027 bei 49 % – ein Ausdruck von Händlererwartungen, nicht ein Hinweis auf konkrete Verhandlungen. Eine Kombination stünde unter strenger Aufsicht, da SpaceX ein wichtiger US-Rüstungsauftragnehmer ist, während Tesla große Fertigungskapazitäten in China betreibt.
Cathie Wood bleibt beiden Unternehmen treu: ARK Invest hat in der jüngsten Korrektur Aktien im Millionen-Dollar-Umfang zugekauft. „Die erfolgreiche Wasserung von Starship war womöglich ein Wendepunkt für SpaceX“, sagte Wood.
Die Kursentwicklung verschärft den Druck in der Debatte. Tesla legte am 30. Juli um 3,53 % auf 308,85 US-Dollar zu. SpaceX gab dagegen um 0,31 % nach, schloss auf einem Rekordtief von 112,20 US-Dollar und notiert damit weiterhin mehr als 50 % unter dem Hoch vom Juni.
Als Nächstes lesen: OpenAI: Juli-Umsatz übertrifft gesamten Umsatz des zweiten Quartals






