Die Europäische Kommission hat ein umfassendes Verbot von Kryptowährungstransaktionen mit Russland vorgeschlagen und damit ihren bisherigen Ansatz aufgegeben, einzelne Börsen zu sanktionieren. Stattdessen soll die gesamte Krypto-Pipeline nach Moskau gekappt werden.
Der Schritt ist Teil des 20. Sanktionspakets des Blocks, das am 6. Februar announced wurde, und wäre die bislang aggressivste Maßnahme der EU gegen sanktionsumgehende Aktivitäten mit digitalen Vermögenswerten.
Die Financial Times hat erstmals über den Vorschlag reported und sich dabei auf ein internes Dokument der Kommission berufen. Das Paket zielt auf Krypto-Plattformen, Finanzintermediäre und Zahlungswege, die Russland-bezogene Transaktionen ermöglichen.
Was ist passiert
Der Entwurfstext der Kommission räumt ein, dass die Listung einzelner Krypto-Dienstleister gescheitert ist. Laut Dokument würde jede weitere Benennung bestimmter Firmen „voraussichtlich zur Gründung neuer Unternehmen führen, um diese Listungen zu umgehen“.
Beamte verwiesen dabei ausdrücklich auf Garantex – eine mit Moskau verbundene Börse, die 2022 von Washington sanktioniert wurde – als Paradebeispiel für die Nutzlosigkeit dieses Ansatzes.
Nachdem bei einer multinationalen Vollzugsaktion im März 2025 die Domains von Garantex beschlagnahmt worden waren, launched die Betreiber eine Nachfolgeplattform namens Grinex, die innerhalb weniger Monate Kryptowährungen im Wert von Milliarden US-Dollar abwickelte. OFAC sanktionierte Grinex im August 2025.
Der Vorschlag verbietet außerdem alle Transaktionen mit dem digitalen Rubel, der digitalen Zentralbankwährung Russlands, und weitet Ausfuhrbeschränkungen für Güter mit doppeltem Verwendungszweck auf Kirgisistan aus – eine Jurisdiktion, die sich zu einem zentralen Knoten in der kryptobasierten Sanktionsumgehungsinfrastruktur Russlands entwickelt hat.
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Warum das wichtig ist
Russland greift zunehmend auf Krypto und Stablecoins zurück, um den grenzüberschreitenden Handel aufrechtzuerhalten, während herkömmliche Bankkanäle schrumpfen.
Der rubelgebundene A7A5 stablecoin – herausgegeben von einem kirgisischen Unternehmen mit Verbindungen zu Garantex – wickelte laut Chainalysis bis Mitte 2025 mehr als 51 Milliarden US-Dollar ab.
Die EU untersagte A7A5-Transaktionen und sanktionierte die Zahlungsplattform Payeer im 19. Sanktionspaket im vergangenen Oktober.
Wie geht es weiter
Das Paket erfordert die einstimmige Zustimmung aller 27 Mitgliedstaaten. Mindestens drei haben Vorbehalte geäußert, und die genauen Details der Krypto-Beschränkungen sind weiterhin unklar.
Die Kommission hatte ursprünglich eine Verabschiedung vor dem 24. Februar, dem vierten Jahrestag der großangelegten Invasion, angestrebt.
Wird das Paket angenommen, würde dies einen grundlegenden Wandel bedeuten: weg von der gezielten Sanktionierung einzelner Akteure hin zur Blockade eines gesamten Finanzkanals – und es wirft Fragen zur Durchsetzbarkeit in einem dezentralen Ökosystem auf.
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