Bitcoin-ETF-Abfluss erreicht Rekord von 6,35 Mrd. $, doch Panikverkäufe könnten nachlassen

Bitcoin-ETF-Abfluss erreicht Rekord von 6,35 Mrd. $, doch Panikverkäufe könnten nachlassen

US-Spot-Bitcoin-(BTC)-ETFs verzeichneten einen Rekordabfluss über 30 Tage, da institutionelle Anleger ihr Engagement während einer breiten Marktkorrektur reduzierten.

Wichtige Punkte:

  • US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten laut Galaxy Research in 30 Tagen Nettoabflüsse von 6,35 Milliarden US-Dollar.
  • Die Abflussserie hält seit sechs Wochen an, doch die wöchentlichen Rückgaben haben deutlich nachgelassen.
  • Bitcoin hielt sich nahe 64.000 US-Dollar, da langfristige Anleger das ETF-bedingte Angebot aufnahmen.

Bitcoin-ETF

US-Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Funds verzeichneten in den vergangenen 30 Tagen Nettoabflüsse von 6,35 Milliarden US-Dollar, wie Daten von Galaxy Research zeigen.

Die Research-Einheit von Galaxy Digital erklärte, dass dieser Wert an erster Stelle unter 582 rollierenden 30-Tage-Zeitfenstern steht und damit die stärkste Rückgabephase seit dem Start der Fonds im Januar 2024 markiert.

„Bitcoin-ETFs verzeichnen mit -6,35 Milliarden US-Dollar über die letzten 30 Tage einen Rekord bei den 30d-Nettoabflüssen (#1 über alle 582 30d-Fenster)“, schrieb Galaxy Research.

Die Abzüge dauern nun schon sechs Wochen in Folge an, auch wenn der Druck nicht alle Emittenten gleichermaßen trifft. BlackRocks IBIT verzeichnete seit dem Start weiterhin Zuflüsse von 62,1 Milliarden US-Dollar, während das höher bepreiste Grayscale-Produkt GBTC 27 Milliarden US-Dollar verlor.

Daten von Farside Investors zeigten, dass der gesamte US-Spot-Bitcoin-ETF-Markt trotz des jüngsten Rückgangs immer noch Nettozuflüsse von 53,4 Milliarden US-Dollar aufwies. Bitcoin wurde nach einem Rückgang von rund 17 % im vergangenen Monat nahe 64.260 US-Dollar gehandelt.

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BTC-Verkäufe

Der ETF-Rückzug folgte einer breiteren Abkehr von Risikoanlagen, da höhere US-Staatsanleiherenditen und schwächere Erwartungen an Zinssenkungen Anleger zu sichereren Positionen drängten.

Erneute geopolitische Spannungen erhöhten den Druck zusätzlich, während ein Teil der Abflüsse auf Gewinnmitnahmen und Kapitalverschiebungen von Bitcoin in andere Anlagen zurückzuführen war. Auch Gebührenunterschiede spielten eine Rolle, da GBTC 1,5 % verlangt, verglichen mit 0,25 % bei IBIT.

IBIT blieb ein zentraler Treiber für tägliche Marktschwankungen. Am 18. Juni überstieg sein Rückkaufvolumen von 96,7 Millionen US-Dollar laut SoSoValue-Daten, auf die sich der Bericht beruft, die kombinierten Flüsse des restlichen Komplexes.

Dennoch hat sich der Verkauf verlangsamt. Die wöchentlichen Abflüsse fielen von 1,72 Milliarden US-Dollar in der Woche bis zum 5. Juni auf etwa 226 Millionen US-Dollar in der vergangenen Woche – ein Rückgang um 87 %. Diese Verlangsamung deutet darauf hin, dass die intensivste Phase der ETF-Verkäufe vorbei sein könnte, doch für eine bestätigte Bodenbildung wäre eine Rückkehr zu Nettozuflüssen erforderlich.

Die jüngste Schwäche von Bitcoin fügt sich auch in seine breitere Korrektur 2026 ein. Der Token liegt weiterhin deutlich unter seinem Rekordhoch von 126.080 US-Dollar vom 6. Oktober 2025, sodass ETF-Ströme ein zentraler Indikator bleiben, ob die institutionelle Nachfrage zurückkehrt oder weiter nachlässt.

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