Apple hat bislang kein einziges iPhone Duo verkauft. Vorbestellungen für das faltbare Smartphone zum Preis von 1.999 Dollar starten erst am 16. Oktober – dennoch rechnet ein Marktforscher bereits mit bis zu 6 Millionen verkauften Geräten im laufenden Jahr.
Wichtigste Punkte:
- Das iPhone Duo ist noch nicht im Handel, es gibt weder Verkaufszahlen noch Käuferbewertungen.
- Counterpoint Research prognostiziert rund 6 Millionen Einheiten im Jahr 2026 – vorausgesetzt, die Produktion zieht schnell genug an.
- An der Wall Street herrscht Uneinigkeit; frühe Hands-on-Berichte loben die Software, monieren aber Gewicht und Preis.
Absatzprognosen für das iPhone Duo
Counterpoint Research erklärte am 30. September, Apple werde 2026 etwa 6 Millionen iPhone-Duo-Geräte verkaufen – eine der ersten öffentlichen Absatzschätzungen für das Debüt von Apples Falt-Smartphone. Senior Analyst Ivan Lam betonte, dass diese Zahl maßgeblich davon abhänge, wie rasch Apple die Fertigung hochfahren kann. Konkrete Verkaufsergebnisse gibt es noch nicht, da die Vorbestellungen erst am 16. Oktober beginnen und das Gerät ab dem 23. Oktober in den Handel kommt.
Zuliefererkreise beziffern laut Berichten die Ausbeute in der Fertigung bei Auftragshersteller Foxconn aktuell auf etwas über 60 Prozent, wie ein Bericht meldet. Ein Insider warnt, es könne sechs bis zwölf Monate dauern, bis der Prozess ausgereift ist. Apple hält bislang dennoch an den angekündigten Terminen fest.
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Reaktion der Apple-Aktie
Die Apple-Aktie legte am Handelstag nach der Vorstellung am 9. September um rund 3,6 Prozent zu. Seitdem diskutieren Analysten kontrovers, was der Preis von 1.999 Dollar für Nachfrage und Margen bedeutet. Amit Daryanani von Evercore ISI geht davon aus, dass Apple in den ersten sechs Monaten jedes produzierte Duo absetzen kann. Citi bestätigte sein „Buy“-Rating und ein Kursziel von 365 Dollar.
Jefferies hält an der Einschätzung „Underperform“ fest und argumentiert, Apple sichere vor allem Volumen zulasten der Marge. Bank of America senkte sein Kursziel wegen steigender Speicherpreise von 380 auf 370 Dollar.
Erste Eindrücke vom iPhone Duo
Nutzerbewertungen gibt es naturgemäß noch keine.
Journalisten, die das Gerät bei Vorab-Terminen in die Hand nehmen konnten, lobten insbesondere die Software, die IP68-Zertifizierung für Wasser- und Staubschutz sowie die Display-Falz, die zwar sichtbar, aber haptisch kaum wahrnehmbar ist. Zugleich heben die frühen Berichte kritisch hervor, dass das Duo mit 254 Gramm deutlich schwerer ist als das Samsung Galaxy Z Fold 8 mit 201 Gramm, 100 Dollar mehr kostet und auf eine dedizierte Telekamera verzichtet. Diese Eindrücke basieren auf kurzen Hands-on-Sessions – Langzeiterfahrungen liegen noch nicht vor.
Tarun Pathak, Research Director bei Counterpoint, bezeichnete die 6-Millionen-Prognose als obere Bandbreite. Die größten Herausforderungen für Faltgeräte blieben seiner Einschätzung nach Robustheit, Zuverlässigkeit des Scharniers, Gewicht und Akkulaufzeit.
Das Marktforschungsinstitut IDC erwartet, dass die Auslieferungen faltbarer Smartphones in diesem Jahr um rund 13 Prozent auf 22,9 Millionen Einheiten steigen würden – ohne das Duo wäre der Markt demnach rückläufig.
Apple hat das Duo am 9. September vorgestellt – bei dem ersten Produkt-Event unter der Leitung des neuen CEO John Ternus. Parallel debütierten das iPhone 18 Pro und Pro Max. Das Duo startet bei 1.999 Dollar für 256 GB Speicher und reicht bis 3.199 Dollar für 2 TB – niedriger, als viele Investoren im Vorfeld vermutet hatten. Die ersten Auslieferungen sind etwa sechs Wochen nach der Ankündigung geplant – ein längerer Zeitraum als bei früheren iPhone-Starts.
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