Kraken lehnt Erpressung ab, nachdem Insider 2.000 Kundenkonten offengelegt haben

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Steven ZeilerApr, 13 2026 18:09
Kraken lehnt Erpressung ab, nachdem Insider 2.000 Kundenkonten offengelegt haben

Kraken teilte mit, dass es von Kriminellen erpresst wird, die damit drohen, Videos interner Systeme zu veröffentlichen, nachdem zwei insiderbezogene Datenzugriffs­vorfälle rund 2.000 Kundenkonten offengelegt haben.

Details zum Insiderzugriff

Nick Percoco, Chief Security Officer beim Kraken-Mutterunternehmen Payward, disclosed am 13. April, dass die Börse zwei Support-Mitarbeiter identifiziert und entlassen hat, die unzulässigerweise auf begrenzte Kundendaten zugegriffen hatten.

Der erste Fall trat im Februar 2025 auf, nachdem das Unternehmen einen Hinweis auf ein Video erhielt, das in einem kriminellen Forum kursierte. Kraken entzog dem Mitarbeiter den Zugriff, führte eine umfassende Untersuchung durch und informierte die betroffenen Kunden.

Ein zweiter Vorfall folgte einem ähnlichen Muster. Die Börse kappte erneut den Zugriff und warnte die betroffenen Nutzer. In beiden Fällen zusammen wurden möglicherweise etwa 2.000 Konten eingesehen, was 0,02 % der gesamten Kundenbasis von Kraken entspricht.

„Unsere Systeme wurden nie kompromittiert; Gelder waren nie in Gefahr; wir werden diese Kriminellen nicht bezahlen; wir werden niemals mit böswilligen Akteuren verhandeln“, schrieb Percoco auf X.

Kraken erklärte, die Erpressungs­forderungen seien kurz nach dem Entzug der Zugriffsrechte des zweiten Mitarbeiters eingegangen.

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Reaktion von Kraken gegenüber Strafverfolgungs­behörden

Das Unternehmen erklärte, es sei überzeugt, genügend Beweise gesammelt zu haben, um die Verantwortlichen zu identifizieren und festzunehmen. Kraken arbeitet nun mit Bundesbehörden in mehreren Rechts­ordnungen zusammen, um alle Beteiligten zu verfolgen.

Percoco betonte, dass die Ermittlungen umfassendere Insider-Anwerbungs­bemühungen aufgedeckt haben, die nicht nur Krypto­unternehmen, sondern auch Gaming- und Telekommunikations­firmen ins Visier nehmen.

Die Börse machte aufgrund der laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben.

Frühere Sicherheitsvorfälle bei Kraken

Es ist nicht das erste Mal, dass Kraken mit Erpressung konfrontiert ist. Im Juni 2024 nutzte eine sich als Sicherheits­forscher ausgebende Gruppe eine Zero-Day-Sicherheits­lücke aus, um rund 3 Mio. US‑Dollar aus der Treasury der Börse abzuziehen, und forderte anschließend eine Zahlung, anstatt die Gelder zurückzugeben. Kraken behandelte diesen Fall als Straftat und arbeitete mit Strafverfolgungs­behörden zusammen.

Das Muster von Insiderbedrohungen in der Krypto­branche hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt.

Insbesondere nordkoreanische Akteure haben Börsen mithilfe fingierter Bewerbungen ins Visier genommen; Kraken selbst entdeckte 2025 einen solchen Versuch während eines Bewerbungsgesprächs.

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