Mark Cuban ist überzeugt, dass Unternehmen Vermögensungleichheit abbauen können, wenn wirklich alle Beschäftigten am Eigenkapital beteiligt werden – und nicht nur Gründerinnen, Gründer und Top-Manager.
Zentrale Punkte:
- Cuban fordert, dass Beschäftigte auf allen Ebenen Firmenanteile erhalten.
- Er schlägt Steueranreize für Unternehmen mit breiter Aktienbeteiligung vor.
- Rund 300 Mitarbeitende von Broadcast.com wurden nach dem Verkauf 1999 zu Millionären.
Mark Cubans Beteiligungsmodell
In einem aktuellen Auftritt im Podcast What It Takes erläuterte Cuban, warum aus seiner Sicht jede Person im Unternehmen – vom Hausmeister bis zur Vorstandschefin – profitieren sollte, wenn der Unternehmenswert steigt.
„Ich möchte, dass jeder einzelne CEO, jede Gründerin, jeder Unternehmer das tut, was ich getan habe: nämlich jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin Eigenkapital zu geben“, sagte er.
Cuban hat dieses Prinzip in den Firmen angewendet, die er aufgebaut und später verkauft hat.
Nach eigenen Angaben erhielten Beschäftigte bei jedem großen Deal Auszahlungen – einschließlich des Verkaufs von Broadcast.com an Yahoo im Jahr 1999.
Yahoo bewertete die Übernahme damals mit 5,7 Milliarden US‑Dollar, davon 4,8 Milliarden US‑Dollar in Stammaktien und 900 Millionen US‑Dollar in Aktienoptionen. Medienberichten zufolge wurden rund 300 der damals 330 Beschäftigten von Broadcast.com durch ihre Anteile zu Millionären.
Beteiligung schaffe einen direkten finanziellen Anreiz, langfristig zu denken, argumentiert Cuban. „Der Weg, Einkommensungleichheit zu verringern, besteht darin, dass alle, die für jemanden arbeiten, Aktien erhalten – und dann von deren Wertzuwachs profitieren“, so Cuban.
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Mitarbeiteraktien als Steuerhebel
Cuban will den US‑Steuercode nutzen, um eine breitere Beteiligung zu fördern. Sein Vorschlag: Unternehmen sollen nur dann von niedrigeren Körperschaftsteuersätzen profitieren, wenn sie Belegschaften proportional ähnlich stark mit Aktien ausstatten wie die Unternehmensführung.
Zur Veranschaulichung nennt er eine 10‑Prozent-Regel: Bekommt eine CEO bei einem Jahresgehalt von 1 Million US‑Dollar zusätzlich Aktien im Wert von 10 % dieses Betrags, also 100.000 US‑Dollar, soll eine Angestellte mit einem Gehalt von 50.000 US‑Dollar entsprechend 5.000 US‑Dollar in Aktien erhalten.
„Das wird die Spielregeln verändern“, ist Cuban überzeugt.
Bereits seit Jahren wirbt er für ähnliche Konzepte und betont, dass substanzielle Eigentumsanteile die Bindung an den Arbeitgeber stärken und Beschäftigte direkt am geschaffenen Unternehmenswert beteiligen. Seine Haltung speist sich aus der Erfahrung mit Broadcast.com, wo insbesondere Aktienoptionen einen Konzernverkauf in erheblichen privaten Wohlstand für einen Großteil der Belegschaft verwandelten.
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