The Sandbox meldet, einen Exploit an seiner Bridge eingedämmt zu haben, nachdem ein Angreifer mutmaßlich 14,9 Milliarden nicht gedeckte SAND-Token (SAND) auf Base und der BNB Smart Chain geprägt hatte.
Wichtigste Punkte:
- PeckShield meldete 14,9 Milliarden nicht gedeckte SAND, verteilt auf zwei Wallets, mit einem nominalen Wert von rund 718 Millionen US-Dollar.
- The Sandbox erklärte, die Schwachstelle sei auf Base und die BNB Smart Chain begrenzt gewesen; Ethereum und Polygon blieben unberührt.
- Nutzer-Wallets wurden laut Projektangaben nicht kompromittiert.
Exploit der Sandbox-Bridge
Die Sicherheitsfirma PeckShield berichtet, der Angreifer habe über zwei Adressen 14,9 Milliarden nicht gedeckte SAND geschaffen, mit einem geschätzten Marktwert der unautorisierten Token von etwa 718 Millionen US-Dollar. Blockaid erklärte, der Vorfall habe den Omnichain Fungible Token von The Sandbox auf Base betroffen – einen Cross-Chain-Tokenstandard, der auf der Infrastruktur von LayerZero aufsetzt.
Nach Angaben von Blockaid kompromittierte der Angreifer den Base-OFT und erlangte Administratorrechte, die das Prägen neuer SAND ermöglichten. Die LayerZero-Infrastruktur selbst sei nicht betroffen gewesen, so Blockaid.
The Sandbox teilte mit, die Schwachstelle identifiziert und eingedämmt zu haben, und erklärte: „Die Auswirkungen sind minimal und machen weniger als 0,01 % des gesamten SAND-Angebots aus.“ SAND auf Ethereum und Polygon blieb demnach vollständig unbeeinträchtigt.
Das Projekt warnte Nutzer ausdrücklich davor, SAND auf Base oder der BNB Smart Chain zu handeln, solange die betroffene Liquidität isoliert ist. Überweisungen und Einlösungen wurden ausgesetzt. Berechtigte Liquiditätsanbieter sollen nach einer Prüfung entschädigt werden.
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Einordnung durch Blockaid
Nach Bekanntwerden des Vorfalls gab der SAND-Kurs rund 5 % nach und büßte damit einen Teil der Wochengewinne ein, die im Zuge der breiteren Erholung am Kryptomarkt zeitweise über 30 % gelegen hatten.
Der Angriff reiht sich in eine Serie größerer Kryptoverluste in diesem Jahr ein. In den vergangenen 90 Tagen summierten sich Schäden durch Exploits auf knapp 400 Millionen US-Dollar, im Jahresvergleich liegen die Verluste bei rund 1,6 Milliarden US-Dollar.
Zuletzt gerieten unter anderem Hardware-Wallets wie ColdCard sowie Zahlungsdienstleister wie Triple-A ins Visier von Angreifern. Berichte verweisen zudem auf wachsende offensive Cyberfähigkeiten in KI-Modellen. Vor diesem Hintergrund ordnen sich auch die Ereignisse rund um den Sandbox-Exploit ein: Die fortschreitende Tokenisierung, das Wachstum von Stablecoins und der Einsatz von KI-Agenten vergrößern die Angriffsfläche und erhöhen den Druck auf Sicherheitsarchitekturen im Kryptosektor.
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