Sandbox stoppt Brücke nach Angriff mit 14,9 Milliarden neu geschöpften SAND-Token

Peer-to-peer crypto trading networks visualized as cross-chain broker mesh infrastructure in 2026 (Image: Shutterstock)
Peer-to-peer crypto trading networks visualized as cross-chain broker mesh infrastructure in 2026 (Image: Shutterstock)

The Sandbox meldet, einen Exploit an seiner Bridge eingedämmt zu haben, nachdem ein Angreifer mutmaßlich 14,9 Milliarden nicht gedeckte SAND-Token (SAND) auf Base und der BNB Smart Chain geprägt hatte.

Wichtigste Punkte:

  • PeckShield meldete 14,9 Milliarden nicht gedeckte SAND, verteilt auf zwei Wallets, mit einem nominalen Wert von rund 718 Millionen US-Dollar.
  • The Sandbox erklärte, die Schwachstelle sei auf Base und die BNB Smart Chain begrenzt gewesen; Ethereum und Polygon blieben unberührt.
  • Nutzer-Wallets wurden laut Projektangaben nicht kompromittiert.

Exploit der Sandbox-Bridge

Die Sicherheitsfirma PeckShield berichtet, der Angreifer habe über zwei Adressen 14,9 Milliarden nicht gedeckte SAND geschaffen, mit einem geschätzten Marktwert der unautorisierten Token von etwa 718 Millionen US-Dollar. Blockaid erklärte, der Vorfall habe den Omnichain Fungible Token von The Sandbox auf Base betroffen – einen Cross-Chain-Tokenstandard, der auf der Infrastruktur von LayerZero aufsetzt.

Nach Angaben von Blockaid kompromittierte der Angreifer den Base-OFT und erlangte Administratorrechte, die das Prägen neuer SAND ermöglichten. Die LayerZero-Infrastruktur selbst sei nicht betroffen gewesen, so Blockaid.

The Sandbox teilte mit, die Schwachstelle identifiziert und eingedämmt zu haben, und erklärte: „Die Auswirkungen sind minimal und machen weniger als 0,01 % des gesamten SAND-Angebots aus.“ SAND auf Ethereum und Polygon blieb demnach vollständig unbeeinträchtigt.

Das Projekt warnte Nutzer ausdrücklich davor, SAND auf Base oder der BNB Smart Chain zu handeln, solange die betroffene Liquidität isoliert ist. Überweisungen und Einlösungen wurden ausgesetzt. Berechtigte Liquiditätsanbieter sollen nach einer Prüfung entschädigt werden.

Mehr dazu: Bitcoin fällt von 79,5 Tsd. US-Dollar, nachdem der RSI ein Sieben-Jahres-Extrem erreicht

Einordnung durch Blockaid

Nach Bekanntwerden des Vorfalls gab der SAND-Kurs rund 5 % nach und büßte damit einen Teil der Wochengewinne ein, die im Zuge der breiteren Erholung am Kryptomarkt zeitweise über 30 % gelegen hatten.

Der Angriff reiht sich in eine Serie größerer Kryptoverluste in diesem Jahr ein. In den vergangenen 90 Tagen summierten sich Schäden durch Exploits auf knapp 400 Millionen US-Dollar, im Jahresvergleich liegen die Verluste bei rund 1,6 Milliarden US-Dollar.

Zuletzt gerieten unter anderem Hardware-Wallets wie ColdCard sowie Zahlungsdienstleister wie Triple-A ins Visier von Angreifern. Berichte verweisen zudem auf wachsende offensive Cyberfähigkeiten in KI-Modellen. Vor diesem Hintergrund ordnen sich auch die Ereignisse rund um den Sandbox-Exploit ein: Die fortschreitende Tokenisierung, das Wachstum von Stablecoins und der Einsatz von KI-Agenten vergrößern die Angriffsfläche und erhöhen den Druck auf Sicherheitsarchitekturen im Kryptosektor.

Als Nächstes lesen: Zcash steigt um 38 % dank Grayscale-ETF-Fantasie und Milliardenvolumen im Futures-Handel

Alexey Bondarev profile photo

Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. Er ist auf tiefgehende Research- und Learn-Artikel spezialisiert, mit Schwerpunkt auf analytischer Berichterstattung, Branchenkontext und den größeren Kräften, die den Kryptomarkt prägen – von der KI-Ära und Sicherheitstechnologien bis hin zu Innovationen im Fintech-Bereich. Er ist überzeugt, dass alles Digitale in naher Zukunft alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

Haftungsausschluss und Risikowarnung: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen nur Bildungs- und Informationszwecken und basieren auf der Meinung des Autors. Sie stellen keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Kryptowährungsassets sind hochvolatil und unterliegen hohen Risiken, einschließlich des Risikos, Ihre gesamte oder einen erheblichen Teil Ihrer Investition zu verlieren. Der Handel oder das Halten von Krypto-Assets ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Autors/der Autoren und repräsentieren nicht die offizielle Politik oder Position von Yellow, seinen Gründern oder seinen Führungskräften. Führen Sie immer Ihre eigenen gründlichen Recherchen (D.Y.O.R.) durch und konsultieren Sie einen lizenzierten Finanzprofi, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.