Körperliche Angriffe auf Inhaber von Kryptowährungen nehmen an Schwere zu, obwohl sich die digitale Sicherheit der Branche verbessert, was eine wachsende Lücke zwischen On-Chain-Schutz und real-world personal safety risks. verdeutlicht.
Was passiert ist
Von Haseeb Qureshi, Managing Partner bei Dragonfly, zusammengetragene Daten, die in einem öffentlichen Datensatz zu sogenannten „Wrench Attacks“ visualisiert werden, zeigen: Während sich die Krypto-Adoption skaliert und normalisierte Risikokennzahlen sinken, steigt die absolute Zahl gewaltsamer Vorfälle – darunter Entführungen und Todesfälle – weiter an.
Diese Verschiebung deutet darauf hin, dass mit der Reifung von Krypto Risiken aus dem Cyberspace in die physische Welt verlagert werden.
Steigende Schwere, während Krypto skaliert
Der Datensatz kategorisiert Vorfälle von kleineren Diebstählen bis hin zu tödlichen Angriffen.
Schwere Fälle – definiert als bewaffneter Raub, Entführung oder Home Invasion – machen mehr als die Hälfte aller erfassten Vorfälle aus, während schwere und tödliche Angriffe zusammen einen erheblichen Anteil darstellen.
Die jährliche Aufschlüsselung zeigt seit 2020 einen stetigen Anstieg hochgradig schwerer Fälle, wobei 2025 die bisher höchste Konzentration markiert.
Diese Eskalation erfolgt trotz Verbesserungen bei Wallet-Sicherheit, Verwahrungstools und Nutzeraufklärung.
Mit wachsender Marktkapitalisierung scheinen Angreifer ihren Fokus von technischer Ausnutzung hin zu Nötigung verlagert zu haben und zielen auf Personen ab, die als Kontrolleure erheblicher On-Chain-Werte wahrgenommen werden.
Normalisierung erzählt eine andere Geschichte
Bereinigt um die Adoption ergibt sich ein differenzierteres Bild.
Normalisierte Diagramme, die Angriffe pro einer Million Nutzer bei Coinbase und Angriffe pro einer Milliarde Dollar Gesamtmarktkapitalisierung verfolgen, zeigen einen langfristigen Rückgang gegenüber den frühen Spitzen Mitte der 2010er Jahre.
Nach diesen Maßstäben ist Krypto heute statistisch sicherer als in seinen Anfangsjahren.
Dennoch steigen die absoluten Zahlen und die Intensität der Gewalt weiter an.
Analysten sagen, diese Divergenz stehe für ein Paradox der Skalierung: Während Krypto im Durchschnitt sicherer wird, wird es für eine kleinere, sichtbare Gruppe von Inhabern gefährlicher.
Effektiv konzentriert das Wachstum das Risiko auf Individuen statt auf Protokolle.
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Das ungelöste Problem der Self-Custody
Der Trend stellt Self-Custody eher als menschliches Sicherheitsproblem denn als rein technisches dar.
Multisignature-Wallets, Hardware-Wallets und Privacy-Tools bieten nur begrenzten Schutz vor physischer Nötigung. Sobald ein Angreifer Gewalt anwendet, können kryptografische Garantien in der Praxis versagen.
Branchenbeteiligte erkennen zunehmend an, dass nicht mehr die Software der schwächste Punkt ist, sondern die persönliche Angreifbarkeit.
Das hat das Interesse an Funktionen geweckt, die physische Angriffsflächen reduzieren sollen, darunter verzögerte Auszahlungen, Social Recovery, Täuschungssalden und Verwahrungsabstraktion, die verschleiert, wer zu einem bestimmten Zeitpunkt die Kontrolle über Gelder hat.
Auswirkungen auf Adoption und Regulierung
Der Anstieg physischer Angriffe hat Folgen für Massenadoption und Regulierung.
Regulierer haben sich stark auf Börsensicherheit und Compliance konzentriert, doch die Daten legen nahe, dass persönliche Sicherheitsrisiken zu einem parallelen Anliegen werden könnten, wenn mehr Vermögen in Inhaber-Assets migriert.
Versicherer und Verwahrer überprüfen ebenfalls ihre Deckung und Bedrohungsmodelle, die über rein digitale Angriffe hinausgehen.
Warum das wichtig ist
Beobachter erwarten, dass die nächste Phase der Krypto-Infrastruktur neben Privatsphäre und Compliance verstärkt auf Plausible Deniability und persönliche Sicherheit setzt.
Mit dem Wachstum der Branche könnte die Herausforderung weniger im Schutz von Blockchains liegen als im Schutz von Menschen.
Die Daten deuten auf ein klares Ergebnis hin: Der Erfolg von Krypto verändert die Natur des Risikos.
Während Hacks schwerer durchzuführen sind, wird Nötigung häufiger – und physische Sicherheit bleibt eine der am wenigsten gelösten Schwachstellen der Branche.
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