SpaceX wird zum Dogecoin-ähnlichen Zock – Yuskos Warnung vor 2-Billionen-Dollar-Bewertung

SpaceX wird zum Dogecoin-ähnlichen Zock – Yuskos Warnung vor 2-Billionen-Dollar-Bewertung

Morgan-Creek-Capital-Gründer Mark Yusko hat SpaceX mit Dogecoin (DOGE) verglichen – und warnt, dass die Struktur nach dem Börsengang dazu führen könnte, dass Privatanleger die Verluste schultern, während Insider aussteigen.

Zentrale Punkte:

  • Yusko sieht in der geringen Streuung der SpaceX-Aktie einen Hebel, mit dem Insider Angebot, Kurs und Erzählung am Markt ungewöhnlich stark steuern können.
  • Er bezweifelt, dass die aktuelle Bewertung die Hoffnung auf einen weiteren Verzehnfacher rechtfertigt.
  • Kern seiner Warnung sind die hohe Bewertung, negativer Free Cashflow und das Risiko, dass Privatanleger als Liquiditätsquelle für frühe Investoren dienen.

Bewertung von SpaceX

In einem aktuellen Interview, über das unter anderem berichtet wurde, nahm Yusko vor allem die geringe frei handelbare Aktienmenge von SpaceX ins Visier – und die starke Konzentration der Anteile bei Elon Musk und frühen Geldgebern.

Diese Struktur könne künstliche Knappheit erzeugen, so Yusko: Der Kurs werde durch das enge Angebot gestützt, während Publikumsaktionäre exponiert seien, sobald große Altaktionäre zu verkaufen beginnen.

„SpaceX ist das Äquivalent zu Dogecoin“, sagte Yusko – und zog eine Parallele zwischen der konzentrierten Eigentümerstruktur bei SpaceX und dem stark stimmungsgetriebenen Markt rund um die Meme‑Coin.

Einflussreiche Großinvestoren könnten die Erzählung rund um einen Vermögenswert maßgeblich prägen, während eine breite Community auf künftige Kursgewinne setze. Yusko räumt ein, dass SpaceX ein reales Satellitengeschäft betreibt, stellt jedoch die Breite der Wachstumsstory infrage und verweist auf den anhaltend negativen Free Cashflow.

Der härteste Kritikpunkt bleibt für ihn jedoch die Bewertung.

Anleger, die auf eine Verzehnfachung von SpaceX ausgehend von rund 2 Billionen Dollar Marktkapitalisierung spekulieren, bauten auf einer Rechnung, die er für abwegig hält, so Yusko. „Das US‑BIP liegt heute bei 31 Billionen Dollar. Wenn SpaceX sich verzehnfacht, unterstellen Sie, dass ein Unternehmen ohne Gewinne etwa die Hälfte der US‑Wirtschaft abbildet. Das wird nicht passieren“, sagte er.

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Yuskos Warnung

Yusko stellt damit eine zentrale Annahme im Wachstums-IPO-Geschäft infrage: dass ein erfolgreicher Privatkonzern nach dem Gang an die Börse Renditen wie frühere Tech‑Giganten wiederholen könne.

Vergleiche mit Microsoft oder Apple in deren Frühphase weist er zurück. SpaceX komme mit einer um ein Vielfaches höheren Ausgangsbewertung an die Börse, argumentiert er – damit sei der Spielraum für Multiple‑Expansion deutlich kleiner als in früheren Technologie‑Zyklen.

Die Kritik verweist zugleich auf ein generelles Risiko bei neu gelisteten Unternehmen mit starken Marken und kleinem Free Float.

Eine verknappte handelbare Stückzahl könne die Nachfrage zum IPO künstlich anheizen, während spätere Insiderverkäufe das Angebot aufblähen und Druck auf den Kurs ausüben könnten.

SpaceX ist im Juni 2026 an die Börse gegangen – einer der größten Marktstarts aller Zeiten. Die Bewertung schoss zeitweise über 2 Billionen Dollar, bevor die Aktien im Juli wieder in Richtung Emissionspreis zurückfielen. Die anschließende Kursumkehr verschärft nun die Debatte über Bewertung, Insiderbeteiligung und künftige Profitabilität.

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