UBS-CEO Sergio Ermotti said am Mittwoch, die Bank prüfe Kryptowährungszugang für Privatkunden und baue gleichzeitig eine Infrastruktur für tokenisierte Einlagen auf.
Die announcement erfolgte, als die Schweizer Bank einen Anstieg des Nettogewinns im Gesamtjahr um 53 % auf 7,8 Milliarden Dollar meldete.
„Wir bauen die Kerninfrastruktur aus und prüfen gezielte Angebote – vom Krypto-Zugang für einzelne Kunden bis hin zu tokenisierten Einlagenlösungen für Unternehmen“, sagte Ermotti während des Earnings Calls.
Die Bank verfolgte bei tokenisierten Vermögenswerten eine „Fast-Follower“-Strategie mit Rollout-Plänen über drei bis fünf Jahre. Ermotti sagte, UBS werde bei der Implementierung blockchainbasierter Technologie kein „Front Runner“ sein.
Was passiert ist
UBS reported für das vierte Quartal einen Nettogewinn von 1,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 56 % gegenüber dem Vorjahr. Die verwalteten Kundengelder des Konzerns überstiegen erstmals 7 Billionen Dollar und stiegen jährlich um 15 %.
Laut Bloomberg-Berichten vom Januar wählt die Bank Partner für eine mögliche Krypto-Handelsplattform aus. Die erste Einführung könnte in der Schweiz für ausgewählte vermögende Kunden starten.
UBS betreibt bereits einen tokenisierten Geldmarktfonds auf Ethereum und ermöglichte es Kunden in Hongkong 2023, mit Krypto-Futures-basierten ETFs zu handeln. Die Bank konzentrierte sich bislang eher auf Tokenisierung als auf Spot-Krypto-Handel.
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Warum das wichtig ist
Der Schritt steht im Gegensatz zur früheren Skepsis von UBS gegenüber Kryptowährungen. 2017 kritisierten ranghohe Führungskräfte, darunter der globale Chefökonom Paul Donovan, Bitcoin und stellten seine Funktion als Geld infrage.
Andere Großbanken haben in letzter Zeit ähnliche, infrastrukturorientierte Pläne vorangetrieben. Barclays purchased in diesem Jahr eine Beteiligung am Stablecoin-Abwicklungs-Startup Ubyx, nachdem die Bank im Oktober 2024 einem Konsortium aus zehn Banken zum gemeinsamen Ausloten eines Stablecoins beigetreten war.
Morgan Stanley und Standard Chartered haben in den vergangenen Monaten Pläne vorgestellt, den Krypto-Handel sowie Prime-Brokerage-Dienste für institutionelle und vermögende Privatkunden auszuweiten.
Die Expansion von UBS im Bereich digitaler Vermögenswerte ergänzt laut Ermotti das Kerngeschäft der Vermögensverwaltung. Die Bank verwaltet mehr als 7 Billionen Dollar an Kundengeldern.
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