Kürzlich gab McLaren Racing eine mehrjährige Partnerschaft mit der Hedera Foundation (HBAR) bekannt, durch die das Distributed‑Ledger‑Netzwerk offizieller Sponsor sowohl des Formel‑1‑ als auch des IndyCar‑Teams wird.
Die Vereinbarung konzentriert sich auf kostenlose digitale Collectibles, die an Formel‑1‑Grand‑Prix‑Wochenenden herausgegeben werden; Collectibles für Arrow McLaren IndyCar sollen zur Saison 2026 zurückkehren.
Das Hedera‑Branding wird auf den McLaren‑F1‑Autos, den Rennanzügen der Fahrer und den IndyCar‑Teamfahrzeugen zu sehen sein.
McLaren stellte das Collectibles‑Programm als Angebot dar, das für Fans ohne Kryptowährungs‑Kenntnisse zugänglich ist.
Das Team betonte, dass Nutzer weder HBAR‑Token halten noch Blockchain‑Wallets verwalten müssen, wodurch technische Hürden entfallen, die die Akzeptanz früherer Blockchain‑Initiativen im Sport eingeschränkt hatten.
Netzwerkwahl und technische Infrastruktur
Hedera betreibt ein Distributed‑Ledger‑System, das auf Hashgraph‑Konsens statt auf klassischer Blockchain‑Architektur basiert.
Das Netzwerk verarbeitet Transaktionen in Sekundenschnelle mit vorhersehbar niedrigen Gebühren – Eigenschaften, die McLaren bei der Wahl der Plattform gegenüber Alternativen wie Ethereum oder Solana hervorhob.
Die Governance‑Struktur des Netzwerks umfasst einen rotierenden Rat globaler Unternehmen, darunter Google, IBM, Boeing und die Deutsche Telekom. Dieses auf Unternehmen ausgerichtete Modell unterscheidet sich von dezentralen Blockchain‑Netzwerken, bei denen die Governance auf Token‑Inhaber verteilt ist.
McLaren reiht sich in Motorsport‑Teams ein, die in den vergangenen Saisons mit digitalen Fan‑Assets experimentiert haben. Formel‑1‑Teams brachten während des Krypto‑Markthochs 2021–2022 bereits NFT‑Kollektionen heraus, von denen mehrere wegen hoher Preise und unklarer Wertversprechen kritisiert wurden.
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Institutionelle Positionierung und Präsenz in Davos
Hedera sponserte das USA House während des Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums in Davos vom 19. bis 23. Januar. Das Netzwerk nahm an hochrangigen Diskussionen über digitale Vermögenswerte, künstliche Intelligenz, Zentralbanken und G20‑Koordination teil – zusammen mit Sponsoren wie Microsoft, McKinsey und Ripple (XRP).
Das Sponsoring in Davos fand eine Woche vor der Bekanntgabe der McLaren‑Partnerschaft statt und spiegelt die institutionellen Positionierungsbemühungen von Kryptowährungs‑Netzwerken wider, die regulatorische Klarheit anstreben. Hedera sponserte außerdem die parallelen Davos‑Programme des Global Blockchain Business Council.
Die Sportmarketing‑Agentur SPORTFIVE vermittelte den McLaren‑Hedera‑Deal. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht, doch McLaren beschrieb die Partnerschaft als mehrjährig mit Expansionspotenzial über digitale Collectibles hinaus – etwa in Bereichen wie Ticketing oder Treueprogramme.

