Weißes Haus bestreitet, dass OpenAI die Genehmigung zur Veröffentlichung von GPT-5.6 erhalten hat

Weißes Haus bestreitet, dass OpenAI die Genehmigung zur Veröffentlichung von GPT-5.6 erhalten hat

Beamte des Weißen Hauses bestritten, dass OpenAI eine bundesstaatliche Genehmigung zur Veröffentlichung von GPT-5.6 benötigte, selbst während Washington seine Prüfung von Spitzen-KI-Systemen weiter verschärft.

Zentrale Punkte:

  • OpenAI sagte, GPT-5.6 werde ab dem 9. Juli in drei Stufen öffentlich: Sol, Terra und Luna.
  • Axios berichtete, die Veröffentlichung sei einer „Grünes-Licht“-Freigabe der Trump-Regierung gefolgt, doch das Weiße Haus wies diese Darstellung zurück.
  • Der Streit zeigt, wie freiwillige KI-Sicherheitstests Unternehmen vor großen Modellstarts dennoch unter Druck setzen können.

OpenAI-Veröffentlichung

OpenAI teilte am Dienstagabend mit, dass GPT-5.6, seine neueste Modellfamilie, ab dem 9. Juli öffentlich verfügbar sein werde, nach einem früheren begrenzten Rollout für regierungszugelassene Partner.

Das Modell erscheint in drei Stufen: Sol, Terra und Luna. Geschäftsführer Sam Altman hatte den Mitarbeitenden zuvor mitgeteilt, dass der Zugang kundenspezifisch, also von Fall zu Fall, geregelt werde, so der Bericht.

Axios berichtete unter Berufung auf eine anonyme Quelle, die breitere Veröffentlichung sei einer „Grünes-Licht“-Freigabe der Trump-Regierung gefolgt. Das Medium meldete außerdem, dass OpenAI mit dem Center for AI Standards and Innovation des Handelsministeriums an nationalen Sicherheitstests gearbeitet habe.

Eine Sprecherin des Weißen Hauses wies diese Darstellung in Kommentaren gegenüber Gizmodo zurück. „Die Trump-Regierung hat OpenAI KEIN ‘Grünes Licht’, keine Genehmigung oder Freigabe für die Veröffentlichung seiner Modelle erteilt“, sagte derdie Sprecherin und fügte hinzu, dass Entscheidungen über Veröffentlichungen bei den Unternehmen liegen.

OpenAI reagierte nicht umgehend auf Gizmodos Bitte um Stellungnahme. Damit blieb die öffentliche Darstellung zwischen der Axios-Version über die Beteiligung der Bundesbehörden und der formellen Zurückweisung jeglicher Genehmigungsmacht durch die Regierung gespalten.

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Anthropic-Prüfung

Die Zurückweisung verweist auf eine grundlegendere Spannung in der föderalen KI-Politik. Präsident Donald Trump unterzeichnete am 2. Juni eine Executive Order, die ein freiwilliges Sicherheitstest-System vorschlägt, das den Behörden 30 Tage Zugriff vor einer öffentlichen Veröffentlichung einräumt.

Diese Anordnung besagt, dass das Verfahren keine verpflichtende Lizenzierung, Vorabgenehmigung oder Zulassung für neue KI-Modelle schaffen soll. Doch wo praktisch die Grenze zwischen freiwilliger Überprüfung und politischem Druck verläuft, bleibt unklar.

Die Regierung hat bereits gezeigt, dass sie die Verfügbarkeit von Modellen auf anderen Wegen beeinflussen kann. Letzten Monat ordnete das Handelsministerium an, dass Anthropic den ausländischen Zugriff auf Fable 5 und Mythos 5 wegen nationaler Sicherheitsbedenken blockieren müsse.

Anthropic veröffentlichte später eine modifizierte Version von Fable 5 mit strengeren Cybersicherheits-Schutzmechanismen. Das Unternehmen erklärte, seine Tests hätten gezeigt, dass ähnliche Cybersicherheitsfähigkeiten bereits in früheren Claude-Modellen und in OpenAIs GPT-5.5 verfügbar waren.

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