Canva hat in den zwölf Monaten bis April 10,5 Milliarden Website-Besuche verzeichnet und sich damit unter allen KI-Plattformen auf Rang zwei geschoben – direkt hinter ChatGPT.
Zentrale Kennzahlen:
- Canva verzeichnete von Mai 2025 bis April 2026 insgesamt 10,5 Milliarden Website-Besuche und landete damit hinter ChatGPT auf Platz zwei.
- ChatGPT generierte 64,7 Milliarden Besuche und kam damit allein auf 44,76 % des gesamten Traffics der untersuchten 9.531 KI-Tools.
- KI-Chatbots summierten sich auf 86 Milliarden Besuche, knapp 60 % des gesamten Marktes für KI-Werkzeuge.
Canva überflügelt Gemini, Claude und Grok beim Web-Traffic
Die Marketing-Analytics-Firma OneLittleWeb hat in einer Studie 9.531 KI-Tools in mehr als 170 Kategorien ausgewertet. Grundlage waren monatliche Traffic-Schätzungen für das bis April laufende Jahr.
Canva landete mit 10,5 Milliarden Besuchen auf Platz zwei – deutlich vor Googles Gemini mit 6,9 Milliarden, DeepSeek mit 3,8 Milliarden und Anthropics Claude mit 3,4 Milliarden Zugriffen. Grok kam auf 2,5 Milliarden Visits, Perplexity auf 2,3 Milliarden – beide damit weit abgeschlagen.
OpenAIs ChatGPT thront mit 64,7 Milliarden Besuchen klar über dem Feld und vereint 44,76 % des gesamten in der Studie gemessenen Traffics auf sich – nach einem Plus von 26,6 Milliarden Visits binnen eines Jahres. Canva legte um 15,54 % zu und sicherte sich 96,28 % des Segments der Design-Generatoren. Die neun nächstplatzierten Tools teilen sich dort zusammen weniger als 300 Millionen Besuche.
Mehr dazu: OpenAI lud Influencer in ein Luxus-Resort ein – die Community reagierte mit Gegenwind
ChatGPT-Dominanz signalisiert hochkonzentrierten KI-Markt
Die 9.531 ausgewerteten Tools kamen zusammen auf 144,5 Milliarden Website-Besuche – ein Plus von 40,12 % gegenüber den vorangegangenen zwölf Monaten. Allerdings entfielen fast 90 % dieses Traffics auf lediglich 100 Plattformen.
KI-Chatbots allein generierten 86 Milliarden Visits, ein Wachstum von 90,82 %, womit ihre Kategorie auf nahezu 60 % Marktanteil kommt. Der Traffic von Gemini schnellte im Jahresvergleich um 450 % nach oben, Grok legte von sehr niedrigem Ausgangsniveau aus um 731 % zu.
Nicht alle Marktsegmente konnten zulegen.
Google Translate verlor 1,5 Milliarden Besuche. Chegg, Quizlet und QuillBot verzeichneten jeweils zweistellige prozentuale Rückgänge, weil Nutzer entsprechende Aufgaben zunehmend an universelle KI-Assistenten auslagern. Die USA erzeugten mit 29,2 Milliarden Visits das meiste KI-Traffic-Volumen, während Singapur bei der Nutzungsintensität mit 16,1 Millionen Besuchen je 100.000 Einwohner vorn lag. Erfasst wurden ausschließlich öffentliche Website-Aufrufe – App-Installationen, API-Calls und Enterprise-Deployments bleiben außen vor.
Canva-AI-Offensive ging dem Traffic-Sprung voraus
Canva hat sein Produkt im vergangenen Jahr konsequent um KI-Funktionen herum neu aufgebaut – statt in das überfüllte Feld generischer Chatbots einzusteigen. Die Traffic-Entwicklung spiegelt diese strategische Entscheidung wider.
Im April stellte das Unternehmen Canva AI 2.0 vor: Die Plattform erhielt einen Konversationsmodus für Designaufgaben, Terminplanung, Web-Recherche und das Erstellen von Tabellenkalkulationen – zusätzlich zu einem Editor, der ohnehin bereits Hunderte Millionen Nutzer erreicht.
Im Juli öffnete Canva dann Canva Code 2.0 über alle Preismodelle hinweg. Nutzer können damit Websites und kleinere Anwendungen allein aus Textprompts heraus generieren.
Produktchef Cameron Adams betonte, das Angebot stehe sämtlichen Nutzern auf der Plattform offen – inklusive Gratis-Konten. Die monatlich aktive Basis beziffert Canva inzwischen auf mehr als 265 Millionen User.
Die Venture-Capital-Gesellschaft Andreessen Horowitz hatte Canva bereits zuvor in einem Ranking der meistgenutzten KI-Webanwendungen für Endverbraucher weit vorne geführt – vor Claude, Grok und DeepSeek.
Lesen Sie außerdem: Dogecoin vor wichtigem Test bei 0,05 US-Dollar – danach Potenzial bis 0,12 US-Dollar





