Bitcoin: Der falsche Ausbruch wird bestätigt

Cedric Cerezo
Cedric CerezoJul, 28 2026 14:11
Eight months inside a descending channel leave Bitcoin facing a possible drop to $60,000 before any push back to $100,000. (Image: Shutterstock)
Eight months inside a descending channel leave Bitcoin facing a possible drop to $60,000 before any push back to $100,000. (Image: Shutterstock)
Cedric Cerezo
Cedric Cerezo
Cedric Cerezo ist ein professioneller Kryptowährungshändler, Marktanalyst, Mentor und internationaler Sprecher. Bekannt für den Gewinn von zwei weltweiten Kryptowährungshandelswettbewerben, ist er auf die Marktstruktur von Bitcoin, On-Chain-Analyse, institutionelle Kapitalflüsse und Handelspsychologie spezialisiert. Seine Forschung verbindet technische Analyse mit makroökonomischen und Blockchain-Daten, um überzeugende Marktanalysen für Anleger und Branchenfachleute zu liefern.

In meiner Analyse letzte Woche habe ich darauf hingewiesen, dass Bitcoins bullische Bewegung nur dann gültig wäre, wenn es dem Kurs gelingt, sich über dem täglichen Widerstand zu behaupten und einen Ausbruch über die 200‑Wochen‑EMA zu bestätigen. Ich habe Anleger auch davor gewarnt, sich nicht zu stark auf die ETF-Zuflüsse zu verlassen, da zwar weiterhin täglich Käufe stattfanden, ihr Volumen jedoch allmählich abnahm.

Ich habe zudem darauf hingewiesen, dass ein schneller Verlust dieser Zone die Bewegung in einen Fehlausbruch verwandeln würde. Heute beginnt sich dieses Szenario zu materialisieren. Bitcoins Unfähigkeit, sich über dem Ausbruchsniveau zu halten, verstärkt meine makroökonomisch bärische Sicht und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur in Richtung niedrigerer Liquiditätszonen.

Blicken wir auf Bitcoin, sehen wir, dass aktuell zwischen 66.000 $ und 60.000 $ gehandelt wird, wobei der Bereich um 66.000 $ als Widerstand fungiert. Wir haben dieses Niveau bereits mehrfach getestet, obwohl es zuvor im Bereich um 65.000 $ als Unterstützung gedient hatte.

Sowohl aus technischer als auch aus psychologischer Sicht gehört zu den größten Fehlern von Anlegern, den exakten Tiefpunkt von Bitcoin vorhersagen zu wollen. Jeder Marktzyklus bringt unzählige Prognosen hervor, die das Tief bei einem bestimmten Preis verorten, doch in der Realität kann niemand genau bestimmen, wo eine Korrektur endet. Anstatt sich auf ein einziges Niveau zu fixieren, halte ich es für deutlich effektiver, eine Hochwahrscheinlichkeits-Akkumulationszone zu identifizieren.

Wie ich bereits erwähnte, als Bitcoin um 120.000 $ gehandelt wurde, erwartete ich, dass der Markt früher oder später in den Bereich um 60.000 $ zurückkehren würde, und an diesem Ansatz hat sich nichts geändert. Könnte Bitcoin auf 45.000–50.000 $ fallen? Auf jeden Fall. Kann jemand mit 100 %iger Sicherheit sagen, dass es so kommen wird? Nein.

Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass jede Form von Dollar-Cost-Averaging-(DCA)-Käufen unterhalb von 65.000 $ eine attraktive Chance darstellt.

Meine Strategie besteht nicht darin, das exakte Markttief zu erwischen, sondern schrittweise über gestaffelte Käufe innerhalb einer Wertzone eine starke Position aufzubauen. Das Ziel ist nicht der perfekte Einstiegskurs, sondern ein wettbewerbsfähiger durchschnittlicher Einstandspreis, der eine Teilnahme am nächsten Bullenzyklus ermöglicht, ohne von einem einzigen Trade abhängig zu sein. Historisch hat sich dieser Ansatz als wesentlich konsistenter erwiesen, als ewig auf das absolute Tief zu warten, das in vielen Fällen nie erreicht wird.

Aus makroökonomischer Sicht bleibt meine Einschätzung gegenüber meinen früheren Analysen unverändert: Der übergeordnete Trend ist weiterhin bärisch. Jede bullische Bewegung, die wir derzeit sehen, sollte eher als eine in Richtung Liquiditätsabgriff gestaltete Bewegung betrachtet werden als als Beginn eines nachhaltigen Aufwärtstrends.

Bitcoin steuert nun auf seine zentrale Unterstützung bei 60.000 $ zu. Hält dieses Niveau nicht, erwarte ich, dass der Markt den Bereich um 58.000 $ erneut testet, der die nächste wichtige Liquiditätszone darstellt, die es zu beobachten gilt.

Für Spot-Portfolios bevorzuge ich weiterhin eine Akkumulationsstrategie, die auf Disziplin, angemessenem Risikomanagement und einem langfristigen Investmentansatz basiert, um Positionen für den nächsten Bullenzyklus vorzubereiten. Historisch hat sich der Kauf in Phasen, in denen der Markt einen Bärenmarkt bestätigt, und der Verkauf, sobald sich der nächste Bullenzyklus etabliert hat, als äußerst profitable Strategie erwiesen.

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