1 Million Nutzer spenden, um den Session‑Messenger vor der Abschaltung zu retten

1 Million Nutzer spenden, um den Session‑Messenger vor der Abschaltung zu retten

Session, ein dezentraler, verschlüsselter Messenger, der von mehr als einer Million Menschen pro Monat genutzt wird, bleibt in Betrieb, nachdem Tausende von Nutzern gespendet haben, um die nächste Entwicklungsphase zu finanzieren.

Wichtige Punkte:

  • Session bleibt in Betrieb, nachdem Tausende von Nutzern gespendet haben, um die weitere Entwicklung zu unterstützen.
  • Ein Finanzierungsmangel Anfang des Jahres zwang das Projekt dazu, bezahlte Mitarbeiter abzubauen und vor einer Schließung im Juli zu warnen.
  • Ein schlankeres Team unter der Leitung von Jason Rhinelander wird weiterhin Funktionen wie Post-Quanten-Verschlüsselung entwickeln.

Session macht Abschaltung nach Spenden rückgängig

Anfang dieses Jahres zwang ein Finanzierungsmangel die Session Technology Foundation, die Non-Profit-Organisation hinter der App, dazu, ihr bezahltes Team abzubauen und auf ein kleineres Modell umzusteigen. Die Gruppe hatte gewarnt, dass sie am 8. Juli schließen müsse, falls nicht rund 1 Million US‑Dollar an neuen Mitteln zusammenkämen.

Die Community wollte das nicht hinnehmen. Tausende von Nutzern haben beigetragen, meist mit kleinen Beträgen, und langjährige Mitwirkende blieben an Bord. Das reichte aus, um die Abschaltung abzublasen und die Weiterentwicklung bis 2027 zu sichern.

Die Rettung ist ein seltenes Beispiel dafür, dass ein Datenschutz‑Tool von den Menschen, die es nutzen, am Leben gehalten wird.

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Linton betont Nachfrage nach privatem Messaging

Alexander Linton, Präsident der Stiftung, sagte, dass das Geld hauptsächlich von gewöhnlichen Nutzern stamme, die wollten, dass die App weiterbesteht.

Er nannte die Resonanz ein Zeichen dafür, wie sehr Menschen private, zensurresistente Kommunikation schätzen. „Session ist noch da, weil seine Nutzer glauben, dass es so sein sollte“, sagte Linton.

Anders als die meisten verschlüsselten Messenger benötigt die App keine Telefonnummer und leitet Nachrichten über ein dezentrales Netzwerk von mehr als 2.000 Nodes. Dieses Design verschleiert IP‑Adressen und entfernt Metadaten, was sie zu einem festen Werkzeug für Journalistinnen, Aktivisten und Menschenrechtsverteidiger weltweit gemacht hat.

Rückblick auf die Finanzierungskrise von Session

Der verschlankte Betrieb läuft nun unter der Leitung des Chefsoftwarearchitekten Jason Rhinelander, eines Mitwirkenden, der schon dabei war, bevor die App überhaupt den Namen Session trug. Sein kleines Team steuert die Arbeit in Richtung Post-Quanten-Verschlüsselung und einer kostenpflichtigen Pro‑Stufe, die das Projekt selbsttragend machen soll. Die Stiftung sagt, ihr Fokus liege nun darauf, die App stabil, nachhaltig und unabhängig zu halten.

Die Wende markiert den Abschluss mehrerer Monate der Belastung für das Projekt. Mitgründer Chris McCabe startete im März einen öffentlichen Appell, und das bezahlte Team schied am 9. April aus. Ethereum‑Mitgründer Vitalik Buterin hatte zuvor 128 Ether (ETH) zugesagt, damals rund 382.000 US‑Dollar wert, um denselben Zweck zu unterstützen.

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