Blockstream's Adam Back argumentierte diese Woche, dass Bitcoin (BTC) aus Cypherpunk-Forschung aus dem Jahr 1997 hervorgegangen sei und wies erneute Behauptungen zurück, dass Entwickler Peter Todd Satoshi Nakamoto ist.
Zentrale Punkte:
- Adam Back sagt, die Proof-of-Work-Mathematik von Bitcoin sei eine Entdeckung, keine Erfindung.
- Er erteilte der Idee eine Absage, dass Entwickler Peter Todd Satoshi Nakamoto sei.
- Back führt das Konzept auf eine Cypherpunks-Mailingliste aus dem Jahr 1997 zurück.
Adam Back widerspricht der Todd‑Satoshi‑Theorie
Die Debatte kam erneut auf, nachdem Todd sich daran erinnerte, als Teenager Bitcoin-ähnliche Systeme mit Back und Hal Finney diskutiert zu haben. Er brachte dies zur Sprache, als er vorgeschlagene Altersbeschränkungen im Vereinigten Königreich für Social-Media-Nutzer kritisierte.
Todds Beitrag verzichtete auf einen expliziten Autorschaftsanspruch, obwohl Berichte ihn anders darstellten.
Als ein Leser Backs Antwort als Bestätigung auffasste, Todd sei Satoshi, wies Back dies entschieden zurück. Er sagte, Todd habe sich in Forschungskreisen bewegt, in denen solche Ideen schon lange vor dem Whitepaper von 2008 kursierten, und verwies auf einen Mailinglisten-Thread von 1997 und einen Austausch mit Finney aus dem Jahr 2001.
Back selbst war Empfänger von Satoshis erster bekannter Nachricht, einer E‑Mail aus dem August 2008, in der auf das Hashcash‑Zitat vor Veröffentlichung des Papiers hingewiesen wurde.
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Debatte: Entdeckung versus Erfindung
Back erklärte, dass dezentralisiertes Geld auf Basis von Proof of Work Jahre vor jedem Whitepaper auf privaten Listen diskutiert wurde. Sein eigenes Hashcash-System, 1997 entwickelt, um E‑Mail‑Spam zu bekämpfen, bildete später das Fundament für Bitcoins Mining, und Satoshi zitierte es im ursprünglichen Paper.
Er sagte, Nakamotos eigentliche Leistung habe darin bestanden, das Double‑Spending‑Problem zu lösen und die verstreuten Ideen von ihm selbst, Finney und Nick Szabo zu einem funktionierenden System zu verschmelzen.
Das Protokoll, fügte er hinzu, befinde sich in einem engen Designraum.
Back schrieb, dass „bitcoin nur in einem engen Designraum existiert“ und zog Parallelen zum Satz des Pythagoras und zur DNA. Wenn man den Satz verändere, funktioniere er nicht mehr, argumentierte er, und Bitcoin breche auf ähnliche Weise, wenn Entwickler seinen Kern umschreiben. Kritiker entgegnen, das Netzwerk sei nur eine Implementierung ohne feste Spezifikation – ein Zeichen für Zerbrechlichkeit statt Unvermeidlichkeit.
NYT‑Untersuchung und Widerspruch von Saylor
Die Äußerungen beleben einen Streit wieder, der im April aufflammte, als eine Untersuchung der New York Times Adam Back als die wahrscheinlichste Person hinter dem Pseudonym Satoshi bezeichnete. Die einjährige Analyse umfasste über 12.000 Wörter und identifizierte ihn als den engsten Schreibstil‑Treffer, obwohl der eigene Linguist das Ergebnis als nicht schlüssig einstufte.
Back wies das Fazit zurück und führte die Überschneidungen auf gemeinsame Cypherpunk‑Fachsprache und schlichten Bestätigungsfehler zurück.
Der Befund rief rasch Widerspruch hervor. Michael Saylor bestritt den stilometrischen Befund, nannte ihn interessant, aber kein Beweis, und verwies auf E‑Mails aus dem Jahr 2008, die Satoshi und Back in einem Nachrichtenaustausch als zwei verschiedene Personen zeigen. Die Identitätssuche hat ihre Zielpersonen bereits zuvor belastet, als eine Dokumentation aus dem Jahr 2024 Todd als Satoshi bezeichnete und ihn wegen Drohungen im Zusammenhang mit den ruhenden Coins, die dem Pseudonym zugeschrieben werden, zum Untertauchen zwang.
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