KI half dem Prozessanwalt Mark Lanier, die Vorbereitungszeit vor einem Urteil über 6 Millionen Dollar wegen Social-Media-Sucht gegen Meta und Google zu verkürzen.
Zentrale Punkte:
- Lanier sagte, KI habe ihm geholfen, 30 Stunden Prozessarbeit in 10 zu verwandeln.
- Eine Jury sprach 6 Millionen Dollar zu, nachdem sie Meta und Google für fahrlässig befunden hatte.
- Der Anwalt sagte, KI habe bei Protokollen, Argumenten und Juryfragen geholfen, nicht bei unbeaufsichtigter Rechtsrecherche.
KI-Prozess
Lanier, ein Prozessanwalt aus Texas, told Business Insider, dass KI in seinem fünfwöchigen Prozess gegen Meta und Google im März eine zentrale Rolle spielte.
Er sagte, die Werkzeuge hätten ihm geholfen, 30 Stunden Arbeit in 10 zu verwandeln und seinem Team das Äquivalent von „10 zusätzlichen Mitarbeitern zu geben, die unglaublich gut ausgebildet sind, die die Akte in- und auswendig kennen und 24 Stunden am Tag arbeiten“.
Der Fall war die erste US-Klage wegen Social-Media-Sucht, die zu einem Juryurteil führte. Die Geschworenen befanden die Unternehmen für fahrlässig, nannten ihre Plattformen „gefährlich“ und sprachen 3 Millionen Dollar an Ausgleichsschadenersatz und 3 Millionen Dollar an Strafschadenersatz zu.
Meta wurden 70 % der Verantwortung zugewiesen, während YouTube 30 % zugeschrieben wurden. Das Urteil ist ein Musterprozess für mehr als 1.500 ähnliche Klagen, die in einem bundesweiten Multidistrict-Verfahren gebündelt sind.
Lanier nutzte Boodlebox, einen Multi-Model-Arbeitsbereich, der Nutzern Zugang zu ChatGPT, Claude und Gemini auf einer gemeinsamen Plattform bietet. Er arbeitete mit Boodlebox auf Basis einer speziellen Lizenz, die jährlich einen sechsstelligen Betrag kostet und darauf ausgelegt war, seine 42 Jahre Prozesserfahrung einzubeziehen.
Am Ende jedes Prozesstages speiste sein Team Protokolle zur Durchsicht in KI-Modelle ein. Er nutzte die Werkzeuge außerdem, um Argumente zu schärfen und Juryfragen während der Beratungen zu bewerten.
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Wanung von Lanier
Dennoch zog Lanier eine klare Grenze zwischen Unterstützung und Delegation. Er sagte, er lasse KI keine Schriftsätze verfassen oder Rechtsrecherchen ohne enge menschliche Kontrolle durchführen – gerade die Bereiche, die vor Gericht bereits Probleme verursacht haben.
Der Rechtsanalyst Damien Charlotin hat weltweit mehr als 1.300 Fälle mit KI-generierten Schriftsätzen mit erfundenen Zitaten verfolgt.
Lanier sagte, KI habe in dem Verfahren eine falsche Behauptung aus der Akte gemacht, die er jedoch entdeckte.
„Es ist nicht zügellos“, sagte er. „Sie sind ein wichtiger Teil der Gleichung.“
Die weitergehende Lehre ist, dass KI in der Prozessführung schon vor dem Meta-Urteil unter besonderer Beobachtung stand, da Kanzleien Sanktionsrisiken durch halluzinierte Schriftsätze ausgesetzt waren, während Prozessteams sicherere Einsatzfelder für Strategie und Prüfung ausloteten.
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