Senatorin Cynthia Lummis (R-Wyo.) erneuerte am Freitag ihre Forderung an den Kongress, einen lange erwarteten Gesetzentwurf zur Marktstruktur für Krypto zu verabschieden. Sie erklärte, die Gesetzgebung werde klare Regeln schaffen, die dafür sorgen, dass Unternehmen für digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten tätig bleiben, anstatt ins Ausland abzuwandern.
„Viel zu lange haben unklare Regeln Unternehmen für digitale Vermögenswerte ins Ausland gedrängt“, schrieb Lummis in einem Social-Media-Beitrag, in dem sie die Gesetzgeber zum Handeln aufforderte. „Unsere Marktstruktur-Gesetzgebung ändert das, indem sie klare Zuständigkeiten, starken Anlegerschutz und amerikanische Führungsstärke sicherstellt. Bringen wir das zu Ende!“
Der Appell erfolgt in einer Phase zunehmender Dynamik für die Verabschiedung eines umfassenden Rahmens, der in beiden Kammern des Kongresses entwickelt wird und jahrelange Gesetzgebungsbemühungen widerspiegelt, digitale Vermögenswerte nach einer längeren Phase der Unsicherheit zu regulieren.
Repräsentantenhaus verabschiedet CLARITY Act, Entwurf geht in den Senat
Die Arbeiten zur Marktstruktur für digitale Vermögenswerte gehen auf den Digital Asset Market Clarity (CLARITY) Act zurück, einen Gesetzentwurf, der zentrale regulatorische Definitionen und Marktstrukturregeln für digitale Vermögenswerte festlegen würde.
Das Repräsentantenhaus verabschiedete den CLARITY Act im Juli 2025 mit breiter parteiübergreifender Mehrheit und markierte damit einen wichtigen Meilenstein in den Bemühungen des Gesetzgebers, die Zuständigkeitsverteilung für digitale Rohstoffe und verwandte Intermediäre zu klären. Latham & Watkins
Der CLARITY Act weist der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eine zentrale Rolle bei der Regulierung digitaler Rohstoffe und entsprechender Marktfunktionen zu, während er zugleich der Securities and Exchange Commission (SEC) eine Zuständigkeit für bestimmte Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten vorbehält.
Nach der Verabschiedung im Repräsentantenhaus wurde der Gesetzentwurf dem Senat zur Beratung zugeleitet, wo bislang noch kein breiter Konsens erzielt wurde.
Senat erarbeitet Entwürfe und parteiübergreifende Verhandlungen
Im Senat arbeiten die Gesetzgeber an einer ergänzenden Marktstruktur-Gesetzgebung, die auf dem Entwurf des Repräsentantenhauses aufbaut.
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Vorsitzende wichtiger Ausschüsse, darunter der Vorsitzende des Bankenausschusses des Senats Tim Scott (R-S.C.) und die Vorsitzende des Unterausschusses für digitale Vermögenswerte, Cynthia Lummis, veröffentlichten im Juli 2025 einen ersten Diskussionsentwurf.
Seitdem haben auch Mitglieder des Landwirtschaftsausschusses des Senats einen parteiübergreifenden Entwurf vorgelegt, der digitale Rohstoffe, Definitionen und Verbraucherschutz behandelt und die gesetzgeberischen Grundlagen auf mehreren Ebenen voranbringt.
Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass für Januar 2026 eine Markup-Sitzung zur Senatsversion des Marktstruktur-Gesetzentwurfs geplant wird – ein verfahrensrechtlicher Schritt, der notwendig ist, bevor die Vorlage dem Plenum des Senats zur Abstimmung vorgelegt werden kann.
Gesetzgeberischer Kontext und Regulierung von Stablecoins
Der Marktstruktur-Gesetzentwurf ist Teil eines breiteren bundesweiten Vorstoßes zur Regulierung digitaler Vermögenswerte.
Im Juni und Juli 2025 verabschiedete der Kongress den Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins (GENIUS) Act, das erste umfassende Bundesgesetz, das sich speziell auf Zahlungs-Stablecoins bezieht und von Emittenten verlangt, strenge Deckungs- und Transparenzstandards einzuhalten.
Dieses Gesetz, das Präsident Donald Trump im Juli unterzeichnete, stellte einen bedeutenden Schritt hin zu einer regulatorischen Grundlage für digitale Vermögenswerte und finanzielle Innovation dar.
Führungsrolle von Lummis und Ausblick
Lummis gehört zu den prominentesten Befürwortern klarer Krypto-Regulierung im Senat.
Als langjährige Unterstützerin von Bitcoin (BTC) und Blockchain-Technologie lenkte sie frühzeitig die Diskussionen im Senat und hat bereits zuvor verwandte Gesetzentwürfe eingebracht, um digitale Vermögenswerte in einen klar definierten Regulierungsrahmen zu bringen.
Der jüngste Vorstoß von Lummis erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Senat mehrere Entwürfe vorantreibt und Verhandler versuchen, unterschiedliche Auffassungen zu Zuständigkeiten, Verbraucherschutz und dem Gleichgewicht zwischen Innovation und Aufsicht in Einklang zu bringen.
Marktteilnehmer und politische Entscheidungsträger bezeichnen die Marktstruktur-Gesetzgebung als entscheidend, um die rechtliche Sicherheit zu schaffen, die Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte bisher gefehlt hat, sodass Firmen in den Vereinigten Staaten aufbauen und operieren können, ohne sich in regulatorischen Grauzonen zu bewegen.

