Apple hat den 9. September als Termin für seine jährliche iPhone-Keynote festgezurrt – die erste seit 15 Jahren ohne Tim Cook an der Spitze und zugleich der bislang riskanteste Auftritt für den neuen CEO John Ternus.
Wichtigste Punkte:
- Apples Event „Surprise and shine“ beginnt am 9. September um 10 Uhr Ortszeit (Pacific) im Steve Jobs Theater in Cupertino.
- Erwartet werden das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max sowie ein erstes faltbares iPhone, während das Standard-iPhone 18 erst im Frühjahr 2027 kommt.
- Ternus übernimmt den CEO-Posten am 1. September, Cook wechselt in die Rolle des Executive Chairman.
Apple bestätigt Keynote-Termin 9. September
Apple veröffentlichte die Einladung am Mittwoch mit dem Motto „Surprise and shine“. Das Motto wird von einem hinterleuchteten Apple-Logo und einem Lichtstrahl im Hintergrund flankiert. Die Keynote startet um 10 Uhr Pacific Time, also 19 Uhr deutscher Zeit, im Steve Jobs Theater in Cupertino, Kalifornien. Übertragen wird die Präsentation auf YouTube, auf der eigenen Event-Seite sowie über die Apple-TV-App.
Journalistinnen und Journalisten sind zu einer Präsenzveranstaltung in Apple Park eingeladen.
Wie üblich Wochen vor der Herbst-Keynote äußert sich Apple nicht zu den geplanten Hardware-Neuheiten. Analysten rechnen mit dem iPhone 18 Pro, dem iPhone 18 Pro Max und dem ersten faltbaren Smartphone des Konzerns, das Leaker als iPhone Ultra bezeichnen, flankiert von neuen Modellen der Apple Watch und aktualisierten AirPods.
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Analysten diskutieren Preis des iPhone Ultra
Das Standard-iPhone 18 steht in diesem Herbst nicht auf dem Plan. Apple hat laut Zuliefererberichten seinen Veröffentlichungszyklus aufgespalten und das Basismodell, das iPhone 18e und das iPhone Air 2 auf das Frühjahr 2027 verschoben. Damit gehört die September-Bühne ausschließlich High-End-Hardware – ohne Einstiegsmodell, das preisbewussten Käufern als Anker dienen könnte.
Analysten wie Ming-Chi Kuo schätzen, dass das Falt-iPhone bei knapp 2.000 US-Dollar starten dürfte. Einige Research-Häuser sehen den durchschnittlichen Verkaufspreis sogar näher bei 2.500 Dollar und erwarten für das erste Jahr Auslieferungsmengen lediglich im einstelligen Millionenbereich. Apple hat zudem separat auf steigende Speicherpreise hingewiesen – ein Kostendruck, der nach Einschätzung von Analysten auch bei den Pro-Modellen in diesem Jahr zu weiteren Preiserhöhungen führen könnte.
Damit steht Ternus bei seinem ersten Auftritt als Apple-Chef unter besonderer Beobachtung. Er muss das bislang teuerste iPhone des Konzerns präsentieren und zugleich eine deutlich ausgedünnte Herbstpalette verteidigen – in einer Phase, in der Zulieferer mit Engpässen bei Komponenten kämpfen und der serielle Aufbau von Falt-Displays technisch anspruchsvoll bleibt. Investoren werden zudem genau verfolgen, wie er den Markt betritt, in dem Samsung und Google mit eigenen Faltgeräten bereits seit Jahren präsent sind und Apple nachzieht.
Cook übergibt nach 15 Jahren
Apple kündigte im April an, dass Cook zum 1. September in die Rolle des Executive Chairman wechseln wird – der Schlusspunkt einer Amtszeit, die 2011 begann. Zugleich ernannte der Konzern Ternus zum neuen CEO, einen seit 25 Jahren im Unternehmen tätigen Manager, der seit 2021 die Hardware-Entwicklung verantwortet.
Unter Cook überschritt Apples Börsenwert die Marke von 4 Billionen US-Dollar, der Jahresumsatz kletterte auf über 400 Milliarden Dollar. Kritiker werfen dem Unternehmen allerdings vor, beim Einstieg in generative Künstliche Intelligenz spät dran gewesen zu sein und mit dem Vision-Pro-Headset eine verhaltene Marktresonanz ausgelöst zu haben.
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