Apple verliert die Geduld der Wall Street, während KI‑Versprechen unerfüllt bleiben

Apple verliert die Geduld der Wall Street, während KI‑Versprechen unerfüllt bleiben

Apple‑Aktien haben im Jahr 2026 nur 10 % zugelegt und liegen damit neun Prozentpunkte hinter dem Nasdaq 100 zurück, da Anleger der wiederholten Verzögerungen bei den KI‑Plänen des Unternehmens überdrüssig werden.

Key Points:

  • Apple‑Aktien liegen dieses Jahr nur 10 % im Plus und damit hinter dem Nasdaq 100, nachdem die WWDC die Wall Street enttäuschte.
  • Der neu aufgebaute Siri kommt im Herbst als Beta auf Basis von Googles Gemini‑Modell und Nvidia‑Chips.
  • Mit dem 33‑Fachen der erwarteten Gewinne ist die Aktie mit einer Prämie bewertet, die bislang nur wenige gelieferte Ergebnisse rechtfertigen.

Apple‑Aktie stolpert nach der WWDC

Die Aktie hat gerade ihre schwächste Woche seit Februar abgeschlossen. Eine Entwicklerkonferenz, die failed, die Wall Street davon zu überzeugen, dass der seit Langem versprochene Aufrüstungszyklus kurz bevorsteht, löste den Ausverkauf aus. Sie markierte zudem Tim Cooks letzte Keynote als Vorstandschef.

Apples überarbeiteter Siri‑Assistent kommt in diesem Herbst als Beta auf den Markt, aufgebaut auf einem kundenspezifischen Google‑Gemini‑Modell, das auf Nvidia‑Blackwell‑Chips läuft. Die neuen Funktionen werden zum Start weder in der Europäischen Union noch in China verfügbar sein, wie das Unternehmen confirmed hat.

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Bewertung gerät unter die Lupe

Apple wird mit mehr als dem 33‑Fachen der erwarteten Gewinne für das kommende Jahr gehandelt, deutlich über dem Zehnjahresdurchschnitt von rund 23. Nur Tesla ist unter den „Magnificent Seven“ noch teurer bewertet. Diese Prämie beruht auf einem KI‑getriebenen iPhone‑Upgrade‑Zyklus, der seit 2024 versprochen und mehrfach verschoben wurde.

Die Aktien sprangen im Mai dank Vorfreude auf die Konferenz um 15 % nach oben – der beste Monat seit 2022 – und slid, als die Gewinne wieder verpufften. Der Umsatz soll im bis September laufenden Geschäftsjahr um rund 15 % wachsen, nach 6,4 % im Vorjahr, doch Analysten expect, dass das Tempo im Geschäftsjahr 2027 auf etwa 8,6 % abkühlt.

Analysten zweifeln am Apple‑KI‑Ertrag

„Es gibt eine gewisse Ermüdung bei Apple und KI“, sagte Tim Chubb, Chief Investment Officer bei Girard, mit Verweis auf jahrelang gerissene Fristen. Jed Ellerbroek von Argent Capital Management verglich das Warten mit Charlie Brown, der einem Fußball hinterherläuft, der ihm immer wieder weggezogen wird. Laura Martin, Analystin bei Needham, wurde noch deutlicher und warnte, Apple habe keinen Weg aufgezeigt, wie es für seine KI mehr verlangen könne, und wirke zu abhängig von Alphabet.

Das Gegenargument ist einfach: Apple verfügt über einen gewaltigen Bargeldberg, führt stetige Aktienrückkäufe durch, hat eine installierte Basis von über einer Milliarde Geräten und baut ein Framework auf, das das iPhone in einen Vertriebskanal für Claude, ChatGPT und Gemini verwandeln könnte.

Apple stellte seine KI‑Vision erstmals auf der Entwicklerkonferenz 2024 vor und verschob die vollständige Einführung dann mehrmals. Konkurrenten brachten leistungsfähige Tools auf den Markt, während das Unternehmen immer wieder mehr versprach.

Die diesjährige Beta kam ohne den festen Starttermin, auf den viele Anleger zwei Jahre lang gewartet hatten.

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