Apple-Aktien haben im Tagesverlauf ein Rekordhoch von 331 Dollar markiert, nachdem China Apple Intelligence zugelassen hat und Anleger neue On-Device-KI-Funktionen gegen die bereits hohe Bewertung der Aktie abwägen.
Wichtigste Punkte:
- AAPL stieg am Mittwoch zeitweise auf 331 Dollar, ein Plus von rund 5 % im Tagesverlauf.
- China hat Apple Intelligence zur lokalen Nutzung mit heimischen Technologiepartnern zugelassen.
- Großbanken hoben vor den Zahlen zum dritten Fiskalquartal ihre Kursziele an.
KI als Kurstreiber für Apple
AAPL setzte seine Rekordrally fort, nachdem die Aktie am Mittwoch bei knapp 327 Dollar aus dem Handel gegangen war. Seit Jahresbeginn 2026 liegt das Plus damit bei 29,49 %, in den vergangenen 30 Tagen bei rund 10 %.
Der Anstieg macht Apple zu einem der stärksten Werte im Dow Jones.
Die chinesische Cyberspace Administration hat Apple Intelligence für den Einsatz im Inland registriert. Alibaba und Baidu sollen lokale Modelle und unterstützende Technologie für Apple-Geräte liefern.
Im Fokus der Investoren stehen zudem Gespräche von Apple mit PrismML, einem Start-up, das Technologie zur Komprimierung großer Sprachmodelle entwickelt, damit diese direkt auf dem iPhone laufen können – mit geringerer Abhängigkeit von Cloud-Computing. Der Bericht verwies außerdem auf einen weltweiten Smartphone-Marktanteil von 20 % im zweiten Quartal sowie über 30 Milliarden Dollar Umsatz im Servicegeschäft als Beleg für die breite operative Stärke. Diese Kennzahlen stützten die Rally.
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Citi-Kursziele für AAPL
Citi hat sein Kursziel für AAPL bis Jahresende von 315 auf 365 Dollar angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Selektive Preiserhöhungen bei Produkten könnten die Marge schützen, ohne die Nachfrage massiv zu bremsen. „Wir gehen davon aus, dass Apples Fähigkeit zu gezielten Preisanpassungen hilft, Margendruck abzufedern, während die Premium-Marke und eine loyale Kundschaft die Nachfrageschwäche begrenzen sollten“, so Citi.
JPMorgan hob sein Kursziel auf 345 Dollar an, Morgan Stanley auf 360 Dollar. Der rasante Kursanstieg erhöht jedoch das Risiko einer Korrektur, falls die Zahlen zum dritten Fiskalquartal Ende Juli hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Die nachlassende Inflation in den USA stützt ebenfalls hoch bewertete Technologiewerte. Schwächere Preisdaten dämpfen die Erwartung weiterer Zinserhöhungen im restlichen Verlauf des Jahres 2026. Dieses Umfeld ist wichtig, weil Anleger zukünftige Unternehmensgewinne meist großzügiger bewerten, wenn die Finanzierungskosten voraussichtlich stabil bleiben oder weiter sinken.
Der neue Rekordkurs von Apple folgt auf einen deutlichen Stimmungsumschwung. Noch vor rund einem Monat hatten Investoren Preiserhöhungen quer durch das Produktportfolio kritisiert und befürchtet, dass höhere Preise die Nachfrage im nächsten Upgrade-Zyklus dämpfen könnten.
Chinas KI-Genehmigung und die Perspektiven für neue, gerätebasierte KI-Funktionen lenkten den Blick dann zurück auf Wachstum bei den Erlösen – und trieben die jüngste 30-Tage-Rally der Aktie.
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