Die Investitionsausgaben für KI durch fünf große Technologiekonzerne haben 400 Milliarden US-Dollar überschritten und damit die jährlichen weltweiten Investitionen in die Förderung von Öl und Erdgas überholt.
Tech-Capex überholt Öl und Gas
Auf diese Verschiebung hat die Internationale Energieagentur in ihrem jüngsten Bericht hingewiesen.
Die kombinierten Investitionsausgaben der fünf Unternehmen überstiegen im Jahr 2025 400 Milliarden US-Dollar. Die Agentur rechnet 2026 mit einem weiteren Anstieg um 75 %.
Die Zahlen spiegeln eine deutliche Neuausrichtung der globalen Kapitalströme wider. Der Ausbau von Rechenzentren ist für Unternehmensbilanzen allein zu kapitalintensiv geworden, sodass Tech-Konzerne zunehmend den Anleihemarkt nutzen, um den Aufbau zu finanzieren.
KI-bezogene Schulden sind inzwischen auf rund 1,4 Billionen US-Dollar angestiegen und bilden das größte Segment innerhalb von US-Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating.
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IEA warnt vor Nachfrage- und Energierisiken
Führende Anbieter großer KI-Modelle meldeten im vergangenen Jahr eine Verdreifachung der aktiven Nutzer und eine Verfünffachung der Umsätze, so die IEA.
Der Strombedarf von Rechenzentren stieg 2025 um 17 %, wobei KI-spezialisierte Standorte noch schneller wuchsen. Die Agentur erwartet nun, dass sich der Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 in etwa verdoppelt.
Das Tempo wird stark von der Marktstimmung abhängen. Die Gewinnerwartungen der Investoren in Bezug auf KI, zusammen mit makroökonomischen und Finanzierungsbedingungen, werden bestimmen, wie schnell der Sektor sich von hier aus skaliert.
Eine frühere Studie der IEA vom April 2025 hatte bereits festgestellt, dass die Investitionen im Stromsektor 2025 1,5 Billionen US-Dollar erreichten – etwa 50 % mehr als die kombinierten Ausgaben für die Versorgung mit Öl, Gas und Kohle – und bezeichnete dies als Beginn eines „Zeitalters des Stroms“.
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