Binance Futures wird am 26. März USDT-besicherte Perpetual-Kontrakte auf Meta Platforms, NVIDIA und Alphabet einführen und damit drei der weltweit meistgehandelten Aktien zu seiner wachsenden Palette an Aktienderivaten hinzufügen.
Die Kontrakte bieten bis zu 10x Hebel, werden rund um die Uhr gehandelt und in USDT abgerechnet – mit Finanzierungsgebühren alle acht Stunden.
Die neuen Produkte folgen auf den Einstieg von Binance in TradFi-Perpetuals im Januar 2026, der mit Gold und Silber begann und sich anschließend über eine Partnerschaft mit Ondo Finance (ONDO) auf US-Aktien ausweitete.
Coinbase, OKX und Kraken haben jeweils konkurrierende Equity-Perpetual- oder tokenisierte Aktienprodukte eingeführt, wodurch sich der Zeitrahmen für eine Kategorie verkürzt, die vor einem Jahr noch als Nische galt.
Wie die Kontrakte funktionieren
Die drei neuen Kontrakte sind USDⓈ-besichert, was bedeutet, dass Gewinne und Verluste in USDT und nicht in der zugrunde liegenden Aktie denominiert sind.
Nutzer können andere Assets – darunter Bitcoin (BTC) – über den Multi-Assets-Modus von Binance als Margin hinterlegen. Der minimale Nominalwert beträgt 5 USDT, ein Verfallsdatum gibt es nicht.
Die Funding-Raten sind auf ±2 % begrenzt und unterliegen nicht der üblichen Binance-Regel, nach der das Funding-Intervall auf stündlich verkürzt wird, sobald die Obergrenze erreicht ist.
Die Zinskomponente in der Funding-Formel ist auf null gesetzt, was die Dynamik im Vergleich zu Standard-Krypto-Perpetuals vereinfacht.
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Ein wettbewerbsintensiver Markt – mit regulatorischem Fragezeichen
Die Markteinführungen sind Teil einer wachsenden Initiative von Offshore-Krypto-Börsen, Anlegern einen durchgehenden Zugang zu Aktienkurs-Exposure zu bieten – ein Produkt, das traditionelle Broker außerhalb der Handelszeiten nicht anbieten.
Die internationale Plattform von Coinbase führte am 20. März Magnificent-7-Aktienperpetuals ein, die in USDC abgerechnet werden. OKX begann am 4. März mit der Notierung ähnlicher Kontrakte. Kraken betrat das Feld durch die Übernahme der xStocks-Plattform.
Die Expansion steht in Europa unter regulatorischem Druck. Im Februar warnte die ESMA Unternehmen, dass Perpetual-Futures mit gehebeltem Exposure auf Basiswerte voraussichtlich als Contracts for Difference nach EU-Recht einzustufen sind – mit Hebelbegrenzungen, verpflichtenden Risikooffenlegungen und Anforderungen an den Schutz vor Negativsalden.
Die Aufsichtsbehörde erklärte, dass die Bezeichnung „Perpetual Future“ für die rechtliche Einordnung des Produkts unerheblich sei.
Binance machte keine Angaben dazu, in welchen Jurisdiktionen die neuen Kontrakte verfügbar sein werden. US-Ansässige sind von der Nutzung der Derivateplattform von Binance ausgeschlossen.
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