Coinbase hat den provisionsfreien Handel mit Aktien und ETFs für alle US‑Kunden eingeführt, nachdem im Dezember bereits ein begrenzter Start erfolgt war – ein weiterer Schritt in der erklärten „Everything Exchange“-Strategie des Unternehmens.
Mehr als 8.000 Wertpapiere sind zum Start verfügbar, mit Bruchstückanteilen ab 1 US‑Dollar. Trades können in USD oder USDC finanziert werden.
Die Erweiterung bringt Coinbase in direkten Wettbewerb mit Robinhood, das seine Kernnutzerbasis mit provisionsfreiem Aktienhandel aufgebaut hat und aggressiv Krypto‑Produkte hinzufügt.
So funktioniert es
Der Handel läuft an fünf Tagen in der Woche rund um die Uhr. Coinbase weist jedoch darauf hin, dass Handelssitzungen außerhalb der regulären Börsenzeiten für berechtigte Symbole mit geringerer Liquidität und größeren Spreads einhergehen. Clearing, Verwahrung und Ausführung werden von Apex Fintech Solutions übernommen, nicht von der eigenen Broker‑Infrastruktur von Coinbase.
Abonnenten von Coinbase One verdienen unbegrenzte USDC‑Rewards auf ihr Handelsguthaben.
Ein Sprecher von Coinbase bestätigte gegenüber The Block, dass provisionsfreier Aktienhandel dauerhaft sein werde, lehnte jedoch Details zum Erlösmodell ab.
Im Rahmen des Starts wird Yahoo Finance auf jeder Aktien‑ und Krypto‑Asset‑Seite einen „Auf Coinbase handeln“-Button hinzufügen, der die direkte Ein‑Klick‑Ausführung aus der Research‑Oberfläche von Yahoo ermöglicht. Nutzern von Yahoo Finance wird ein einmonatiger kostenloser Test von Coinbase One Basic angeboten.
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Der Fahrplan
Coinbase plant, den 24/5‑Handel in den kommenden Monaten auf Tausende weiterer Aktien auszuweiten.
Im Frühjahr sollen über Coinbase Bermuda Ltd. für Händler außerhalb der USA unbefristete Aktien‑Futures („Perpetual Futures“) eingeführt werden, die eine kapitaleffiziente 24/7‑Exposure auf US‑Aktien bieten – diese Produkte werden US‑Nutzern nicht zur Verfügung stehen.
Langfristig hat Coinbase angekündigt, tokenisierte Aktien anzubieten, die rund um die Uhr weltweit handelbar wären und – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden – als On‑Chain‑Sicherheiten dienen könnten.
Erlöskontext
Die Expansion in den Aktienbereich erfolgt, nachdem Coinbase im vierten Quartal einen Nettoverlust von 667 Millionen US‑Dollar ausgewiesen hat und sowohl Transaktionsumsätze als auch Abo‑Einnahmen im Quartalsvergleich zurückgegangen sind.
Die Einführung des Aktienhandels ist ein Versuch, die starke Abhängigkeit des Unternehmens von den Handelsvolumina im Kryptobereich zu verringern – und die enge Korrelation zwischen dem COIN‑Aktienkurs und den Kursschwankungen von Bitcoin (BTC) zu lockern.
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