Bitcoin (BTC) befindet sich laut CryptoQuant in einem neuen Bullenmarkt, nachdem der Kurs die 365-Tage-Linie zurückerobert hat. Firmenchef Ki Young Ju rechnet in diesem Zyklus mit einer Verdreifachung bis Verfünffachung des Preises.
Wichtigste Punkte:
- Bitcoin schloss laut CryptoQuant erstmals seit März 2023 wieder über seinem 365-Tage-Durchschnitt.
- Nach dem Durchbruch durch eine starke Angebotszone sieht das Analysehaus den nächsten Widerstand zwischen 88.000 und 90.000 US‑Dollar.
- Ki Young Ju erwartet in diesem Zyklus 3‑ bis 5‑fache Gewinne – aber keinen weiteren 10x-Hype.
Bitcoin knackt 365-Tage-Durchschnitt
Das On-Chain-Analysehaus berichtete in seinem Wochenreport am Dienstag, Bitcoin habe seinen gleitenden 365‑Tage‑Durchschnitt bei rund 80.500 US‑Dollar überschritten und im Anschluss die Marke von 86.000 US‑Dollar übertroffen – die erste derartige Bewegung seit März 2023. CryptoQuant hob hervor, dass Überschreitungen dieser Linie bereits den Bullenmärkten 2019 und 2023 vorangingen, während Brüche darunter Ende 2021 und im November 2025 neue Bärenmärkte einleiteten.
Der hausinterne Bull Score liegt seit Mitte August im bullischen Bereich und steht aktuell bei 80 – deutlich über der Marke von 60, die historisch mit kräftigen Aufwärtstrends zusammenfällt. Auch der Bull-Bear Market Cycle Indicator ist inzwischen vom frühen Bullenstadium in eine ausgeprägte Bullenphase übergegangen. CryptoQuant betont, dass das gleichzeitige Signal aller drei Indikatoren eine wesentlich robustere Bestätigung liefere als jeder einzelne für sich genommen.
Zudem hat Bitcoin die Zone zwischen 76.000 und 81.000 US‑Dollar überwunden, in der in diesem Jahr viele Langfristinvestoren und bis zu sieben Jahre alte Coins auf den Markt kamen. Das Unternehmen verortet den nächsten Widerstandsbereich zwischen 88.000 und 90.000 US‑Dollar und warnt, dass in der Nähe von 90.000 US‑Dollar verstärkt Gewinnmitnahmen zu erwarten seien. Die 200‑Tage‑Linie bei rund 70.600 US‑Dollar bleibe hingegen eine zentrale Unterstützung.
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Ki Young Ju rechnet mit ruhigerem Zyklus
Ju schrieb am Dienstag, er erwarte in diesem Zyklus Kursgewinne von 3‑ bis 5‑fach, aber keinen erneuten parabolischen 10x‑Anstieg. Auch der anschließende Bärenmarkt dürfte seiner Ansicht nach milder ausfallen. Er ließ offen, von welchem Preisniveau die Vervielfachung aus gerechnet wird – seine Einschätzung bezieht sich damit eher auf die Größenordnung des gesamten Zyklus als auf ein konkretes Kursziel vom aktuellen Stand aus.
Ju argumentiert, dass der inzwischen deutlich größere Markt und der steigende Anteil institutioneller Anleger sowohl die extremen Rallyes als auch die früher üblichen Crashs von 80 % dämpfen. Er verweist darauf, dass das MVRV‑Verhältnis, das die Marktkapitalisierung ins Verhältnis zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten der Halter setzt, in diesem Zyklus nie unter 1 gefallen ist. Ältere Wale hätten ihre Verkäufe eingestellt, während Futures‑Wale im Bereich der Tiefs Long‑Positionen aufgebaut hätten.
Spot‑Bitcoin‑ETFs verzeichneten am Montag Zuflüsse von 999 Millionen US‑Dollar – der höchste Tageszufluss seit rund elf Monaten – und am Dienstag weitere 715 Millionen US‑Dollar. Die viertägige Serie seit dem 17. September summiert sich damit auf etwa 2,31 Milliarden US‑Dollar. BlackRocks IBIT führte die Käufe am Dienstag mit rund 350 Millionen US‑Dollar an.
Die Erholung folgt auf eine schwierige Phase, in der Bitcoin von einem Rekordstand nahe 126.000 US‑Dollar Anfang Oktober 2025 aus bis auf rund 58.000 US‑Dollar Ende Juni abrutschte – den niedrigsten Stand seit 2024. Am Mittwoch notierte Bitcoin bei etwa 87.000 US‑Dollar und lag damit über die vergangenen sieben Tage mehr als 14 % im Plus.
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