Bitcoin (BTC) hat seine stärkste Wochenperformance seit 2023 und zugleich den größten absoluten Wochenanstieg seiner Geschichte verzeichnet. Damit wurde ein zehnmonatiger Abwärtstrend gebrochen, während der Kurs sich der Marke von 79.000 US‑Dollar näherte.
Wichtigste Punkte:
- Bitcoin legte in der vergangenen Woche um 23,58 % zu und gewann damit rekordhohe 14.833 US‑Dollar je Coin.
- Der Kurs eroberte die 200‑Tage-Linie bei rund 69.000 US‑Dollar zurück und durchbrach die Widerstandszone zwischen 74.000 und 76.000 US‑Dollar.
- Die Finanzierungsraten erreichten ein Hoch für 2026, während das offene Interesse noch unter den Spitzen aus Januar und Mai liegt.
Bitcoin-Ausbruch
Bitcoin stieg in der vergangenen Woche um 23,58 % und gewann damit 14.833 US‑Dollar, berichtet BeInCrypto. Gleichzeitig durchbrach die Wochenkerze einen abwärtsgerichteten Widerstand, der sich seit dem Rekordhoch von 126.195 US‑Dollar im Oktober 2025 aufgebaut hatte. Die Kryptowährung handelt aktuell nahe 79.000 US‑Dollar und liegt damit rund 1,8 % höher als vor 24 Stunden.
Die Rally startete aus der Unterstützungszone zwischen 63.000 und 66.000 US‑Dollar, bevor der Kurs die Widerstandsbandbreite von 74.000 bis 76.000 US‑Dollar nach oben durchbrechen konnte – ein Bereich, der nun als neue Unterstützung fungieren könnte. Das Wochenvolumen zog parallel zum Kursanstieg deutlich an, während der Volatilitätsindikator BBWP aus einem extrem niedrigen Bereich bis nahe an Maximalstände ausschlug. Der Indikator signalisiert erhöhte Schwankungsbreite, gibt aber keine Richtung vor.
Auf Tagesbasis hat Bitcoin seine 200‑Tage‑Durchschnittslinie bei rund 69.000 US‑Dollar zurückerobert – ein Niveau, das seit Oktober jeden größeren Erholungsversuch gedeckelt hatte.
Der Tages‑RSI kletterte auf 82 und damit auf den höchsten Stand des Jahres 2024. Die letzten beiden vergleichbaren Momentumspitzen führten jedoch zu weiteren Kurserweiterungen, nicht zu unmittelbaren Trendwenden. Der nächste Widerstand wartet nun im Bereich um 82.215 US‑Dollar, gefolgt von der Zone zwischen 85.000 und 87.000 US‑Dollar.
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Glassnode: Derivate signalisieren aggressiveren Optimismus
Daten aus dem Derivatemarkt deuten auf deutlich offensivere Long-Positionierungen hin. Rund 2,7 Milliarden US‑Dollar an Short-Positionen wurden am 19. August liquidiert, nachdem das US‑Finanzministerium seine Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen verdoppelt hatte. Parallel dazu zeigen Glassnode‑Daten, dass die perpetual Funding Rates während dieses Short Squeeze das höchste Niveau des Jahres 2026 erreicht haben.
Positive Funding Rates bedeuten, dass Long‑Trader nun eine Prämie zahlen, um ihre Positionen zu halten – eine umgekehrte Konstellation zur Aufwärtsbewegung im April in Richtung 79.000 US‑Dollar, als die Finanzierungsraten noch negativ waren.
Der Umschwung zeigt, dass sich die Marktpositionierung klar auf die bullische Seite verlagert hat, auch wenn die Hebelung bislang nicht an die Extremwerte von Anfang 2026 heranreicht.
Laut CoinGlass liegt das offene Interesse an den Börsen derzeit bei rund 57,5 Milliarden US‑Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber etwa 46,5 Milliarden US‑Dollar vor dem Ausbruch, aber noch unter dem Januar‑Hoch von 65,3 Milliarden US‑Dollar und dem Mai‑Peak von rund 64 Milliarden US‑Dollar. Beide früheren Spitzen gingen scharfen Korrekturen voraus. Ein erneuter Anstieg in Richtung 64 Milliarden US‑Dollar könnte daher ein Warnsignal für überfüllte Hebelpositionen sein.
Bitcoin notiert weiterhin etwa 38 % unter seinem Rekordhoch vom Oktober 2025. Solange sich der Kurs auf Wochensicht über 74.000 US‑Dollar halten kann, bleibt das Ausbruchsszenario intakt; ein Bruch dieser Marke würde den Fokus wieder auf die Unterstützungszone zwischen 63.000 und 66.000 US‑Dollar lenken.
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