Bitcoin (BTC) verzeichnet wieder steigende Käufernachfrage: Auf 30‑Tage-Sicht liegt der Nettozufluss bei rund 25.000 BTC. Allerdings bleibt die Beteiligung am Kassamarkt schwach, sodass die laufende Erholung an der Zone zwischen 67.000 und 72.000 US‑Dollar auf entscheidende Widerstände trifft.
Zentrale Punkte:
- Die 30‑Tage-Nachfrage nach Bitcoin hat sich nach deutlichen Negativwerten im Juni auf etwa 25.000 BTC erholt.
- BTC notiert um 65.000 US‑Dollar, mit realisierten Widerständen um 67.000 und einer weiteren Hürde nahe 72.000 US‑Dollar.
- MARA verpfändet 18.750 BTC statt zu verkaufen, was das Sofortangebot reduziert, aber das Besicherungsrisiko erhöht.
Erholung der Bitcoin-Nachfrage
Daten von CryptoQuant zeigen, dass die 30‑Tage-Nachfrage nach Bitcoin nach stark negativen Ausschlägen im Juni wieder auf rund 25.000 BTC gestiegen ist. Das signalisiert, dass nach dem jüngsten Preisrückgang wieder frisches Kapital in den Markt fließt. Treiber der Erholung sind bislang vor allem die Derivatemärkte.
Futures-Nachfrage sorgt häufig für den ersten Schub, wenn Trader gehebelte Positionen aufbauen. Die Analyse betont jedoch, dass frühere Erholungsphasen erst dann nachhaltiger wurden, als zusätzlich verstärkte Käufe am Kassamarkt einsetzten und die Derivate-Rallye untermauerten.
Bitcoin handelt derzeit in der Nähe von 65.000 US‑Dollar. Der realisierte Preis für Anleger, die BTC vor ein bis drei Monaten gekauft haben, liegt bei etwa 67.000 US‑Dollar und überschneidet sich damit mit der von AMBCrypto identifizierten Widerstandszone zwischen 65.000 und 67.000 US‑Dollar. Kurzfristige Halter könnten hier nahe ihrem Einstandskurs aussteigen.
Eine weitere Hürde beim realisierten Preis verläuft um 72.000 US‑Dollar für die Kohorte mit Haltedauern von drei bis sechs Monaten. Auf der Unterstützungsseite stehen ETF-Zuflüsse von insgesamt 763 Millionen US‑Dollar sowie fortgesetzte HODLer-Akkumulation – trotz eines langfristigen Halter‑SOPR, der weiter unter 1 liegt und damit auf noch nicht realisierte Verluste verweist. Der Verkaufsdruck von Unternehmensseite könnte vorerst geringer ausfallen, da MARA 18.750 BTC im Wert von rund 1,2 Milliarden US‑Dollar als Sicherheit hinterlegt, statt Bestände zu veräußern, um 600 Millionen US‑Dollar aufzunehmen. Im ersten Halbjahr 2026 hatte das Unternehmen noch 23.093 BTC verkauft.
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Ausblick auf die Bitcoin-Widerstände
Kurzfristig entscheidet sich nun, ob neue Käufer am Kassamarkt das Angebot im Bereich von 67.000 bis 67.500 US‑Dollar und anschließend bei 72.000 US‑Dollar aufnehmen können – oder ob die Erholung weitgehend von Futures getrieben bleibt. Ein nachhaltiger Ausbruch über 67.300 US‑Dollar würde die Marktstruktur deutlich verbessern.
Gelingt es Bitcoin, die Marke von 72.000 US‑Dollar zurückzuerobern und zu halten, würde dies der bisher derivatelastigen Erholung deutlich mehr Substanz verleihen. Bleibt die Kassanachfrage dagegen schwach, steigt das Risiko eines erneuten schnellen Rückschlags, sobald gehebelte Käufe den Kurs zu weit nach oben treiben.
Die Strategie von MARA verringert zwar kurzfristig das verfügbare Angebot am Kassamarkt. Gleichzeitig entsteht jedoch ein neues Risiko: Rund 53 % der Bitcoin-Bestände des Unternehmens per Juni sind verpfändet. Bei stärkeren Kursrückgängen könnte dies mittelfristig zu Zwangsverkäufen führen.
Das aktuelle Setup knüpft an die Bewegung im Mai in Richtung 82.000 US‑Dollar an, auf die im Juni ein deutlicher Nachfrageeinbruch folgte. Die Beteiligung am Kassamarkt ist bislang weiterhin verhalten.
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