Bitcoin prallt bei 63.000 Dollar ab, Kriegsrisiken bremsen Krypto-Bullen

Bitcoin prallt bei 63.000 Dollar ab, Kriegsrisiken bremsen Krypto-Bullen

Bitcoin (BTC) bleibt unter einer entscheidenden Widerstandszone gefangen. Steigende geopolitische Risiken und eine fragile Marktstruktur halten die Blicke der Händler weiter auf der Marke von 63.000 Dollar.

Wichtigste Punkte:

  • Bitcoin stabilisierte sich über 62.000 Dollar, nachdem der Kurs zu Wochenbeginn kurz an die 60.000-Dollar-Marke herangerückt war.
  • Analyst Ali Martinez sieht 63.000 Dollar als zentrale Hürde, bevor Bullen neuen Aufwärtsdruck aufbauen können.
  • On-Chain-Daten verorten stärkere Unterstützungen deutlich tiefer – rund um 46.000 und 37.870 Dollar – falls der Verkaufsdruck zurückkehrt.

Bitcoin-Widerstand

Bitcoin stand in dieser Woche unter Druck, nachdem sich die Vereinigten Staaten und Iran mit Luftschlägen antworteten und damit einen weiteren Makroschock in einen ohnehin vorsichtigen Kryptomarkt sendeten.

Die Stimmung trübte sich ein, nachdem Donald Trump erklärte, das Memorandum of Understanding und der Waffenstillstand mit Iran seien „vom Tisch“. Die neue Unsicherheit drückte Bitcoin am Dienstag kurz in Richtung 60.000 Dollar, bevor sich der Kurs bis Donnerstag wieder über 62.000 Dollar einpendelte.

Martinez beschreibt Bitcoin anhand der MVRV-Pricing-Bands als in einem „Niemandsland“ gehandelt. BTC bewege sich zwischen den Bändern von -0,5 und -1,0, womit der Markt auf dem aktuellen Niveau keinen klaren Bewertungsvorteil habe.

Als markantes Kaufsignal und attraktive Akkumulationszone nennt er das -1,0-MVRV-Pricing-Band, das aktuell bei 49.867 Dollar verläuft.

Kurzfristig entscheidet jedoch vor allem die Marke von 63.000 Dollar. Laut Martinez wechselten rund 623.000 BTC zuletzt in diesem Preisbereich den Besitzer – einer der größten Widerstandskluster im Chart.

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Martinez’ Bitcoin-Szenario

Der Widerstand ist deshalb relevant, weil viele Käufer, die nahe 63.000 Dollar eingestiegen sind, bei Erreichen ihrer Einstandspreise tendenziell verkaufen. Diese Gewinnmitnahmen können zusätzliches Angebot in den Markt drücken – genau in dem Moment, in dem die Bullen einen Ausbruch erzwingen wollen.

Scheitert Bitcoin laut Martinez daran, die 63.000 Dollar zurückzuerobern, und fällt im Anschluss unter 59.000 Dollar, richtet sich der Fokus wieder auf tiefere On-Chain-Unterstützungszonen. Die nächsten bedeutenden Bereiche liegen um 46.000 Dollar, wo etwa 115.000 BTC gehandelt wurden, sowie um 37.870 Dollar mit rund 206.000 BTC an Transaktionen.

Parallel dazu wird der Ton in den Kryptodiskussionen defensiver. Santiment meldet, dass Begriffe wie „Krieg“, „Iran“ und „Waffenstillstand“ in kryptospezifischen sozialen Netzwerken auf den höchsten Stand seit April gestiegen sind. Die Datenanalysefirma erwartet anhaltend erhöhte Volatilität, bis Marktteilnehmer mehr Klarheit bekommen. Gleichzeitig könnte die im Jahr 2026 gewachsene politische Skepsis die Marktreaktion gegenüber früheren Schlagzeilen-Schocks dämpfen.

Die aktuelle Seitwärtsphase von Bitcoin folgt auf mehrere Monate brüchiger Kursmuster: Rund 60.000 Dollar fungierten als psychologische Untergrenze, während 63.000 Dollar zur Marke geworden sind, die die Bullen räumen müssen, bevor der Aufwärtstrend wieder überzeugender wirkt.

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