Bitcoin-(BTC)-Wallets, die mehr als ein Jahrzehnt unangetastet waren, haben in den vergangenen Tagen Bitcoin im Wert von 15,73 Mio. US‑Dollar bewegt – darunter ein Bestand aus dem Jahr 2011, der aus rund 120 US‑Dollar heute mehr als 3 Mio. US‑Dollar gemacht hat.
Wichtigste Punkte:
- Vier seit Jahren inaktive Wallets bewegten zwischen 29. August und 4. September insgesamt 202,84 BTC im Wert von rund 15,73 Mio. US‑Dollar.
- Eine 40-BTC-Wallet aus dem Jahr 2011 erzielte auf ihren ursprünglichen Einsatz einen Gewinn von über 2,5 Mio. Prozent.
- Galaxy Research ordnet eine 6,78-BTC-Transaktion Coinbase zu – ein Hinweis auf einen möglichen Verkauf.
Bewegung bei alten Bitcoin-Wallets
Nach On-Chain-Auswertungen von Galaxy Research haben vier Wallets, die über ein Jahrzehnt lang inaktiv waren, zwischen dem 29. August und dem 4. September insgesamt 202,84 BTC übertragen; ihr Bestand war zum Zeitpunkt der Transaktionen rund 15,73 Mio. US‑Dollar wert. Den Anfang machte der größte Transfer.
Ein Posten von 146,06 BTC im Gegenwert von etwa 11,31 Mio. US‑Dollar war seit November 2013 unangetastet geblieben und weist gegenüber einer damaligen Kostenbasis von rund 595 US‑Dollar je Bitcoin einen Wertzuwachs von etwa 12.902 % auf. Eine weitere Wallet hielt 40 BTC, die im November 2011 zu einem Durchschnittskurs von rund 3 US‑Dollar pro Coin gekauft wurden – rund 120 US‑Dollar, die sich nach fast 15 Jahren auf etwa 3,09 Mio. US‑Dollar vervielfacht haben.
Auch zwei kleinere Wallets wurden bewegt: 10 BTC, zuletzt im Juni 2011 aktiv und heute etwa 777.000 US‑Dollar wert, sowie 6,78 BTC, die seit Februar 2011 ruh-ten und nun im Wert von rund 551.000 US‑Dollar transferiert wurden. Besonders auffällig war eine dieser Transaktionen.
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Einordnung durch Galaxy Research
Galaxy Research hat die 6,78‑BTC-Transaktion einem Empfängerkonto bei Coinbase zugeordnet. Im Gegensatz zu den übrigen Bewegungen ist dies ein deutliches Indiz dafür, dass der Inhaber einen Verkauf in Betracht ziehen könnte. Der reine Transfer auf eine Börse gilt häufig als Vorbereitung für eine Veräußerung – beweist sie jedoch nicht.
Diese Unterscheidung ist wichtig: Ruhende Bitcoins können aus unterschiedlichen Gründen wieder in Bewegung geraten – etwa wegen eines Wechsels der Verwahrung, interner Umstrukturierungen oder der Zusammenlegung mehrerer Wallets. Allein aus der On-Chain-Bewegung lässt sich die tatsächliche Verkaufsabsicht des Inhabers in der Regel nicht sicher ablesen.
Langjährig inaktive Bestände gelten im Markt oft faktisch als dem Umlauf entzogen. Wenn solche „schlafenden“ Coins in Serie wieder auftauchen, wächst die Unsicherheit, ob weitere Altbestände an die Börsen wandern und damit das frei verfügbare Angebot erhöhen könnten. Die aktuellen Transaktionen fügen sich in ein breiteres Sommermuster, das Galaxy Research identifiziert hat: Bitcoin, die seit zehn Jahren oder länger gehalten werden, werden 2026 in ungewöhnlich hohem Tempo wieder aktiv.
Bereits im August gab es eine Welle ähnlicher Bewegungen: Sechs Wallets transferierten innerhalb von zehn Tagen rund 40 Mio. US‑Dollar. Einige der reaktivierten Adressen trugen Absender-Tags wie „Noah Doe“, die mit einer Klage in New York verknüpft sind. In dem Verfahren geht es um die Frage, ob langjährig ungenutzte Krypto-Adressen als herrenloses Vermögen eingestuft und beansprucht werden können.
Ein Richter hat das Verfahren im Juni vorläufig gestoppt, doch die markierten Wallets bewegen sich weiter. Das nährt zusätzliche Spekulationen darüber, warum einige der ältesten Bitcoin-Bestände derzeit verstärkt aktiv werden – und welche Folgen das für das Marktangebot haben könnte.
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