Apples erstes faltbares iPhone könnte im Dezemberquartal rund 14 Milliarden Dollar zusätzlichen Umsatz generieren. Das schätzt Morgan Stanley-Analyst Erik Woodring im Vorfeld des Produkt-Events am 9. September.
Wichtigste Punkte:
- Morgan Stanley taxiert den Umsatzbeitrag des faltbaren iPhones im Dezemberquartal auf etwa 14 Milliarden Dollar, bei 7 bis 8 Millionen produzierten Geräten im zweiten Halbjahr 2026.
- Steigende Speicherpreise dürften die Pro-Modelle um mehr als 200 Dollar verteuern – die breiteste like-for-like-Preiserhöhung in der iPhone-Geschichte.
- Die Keynote am 9. September ist der erste große Produktauftritt unter dem neuen CEO John Ternus.
Morgan Stanleys Umsatzprognose für das faltbare iPhone
Woodring, Leiter der US-Aktienanalyse für Technologiewerte mit Hardwarefokus bei der Bank, bezeichnete das Gerät als die größte Formfaktor-Änderung seit dem iPhone X im Jahr 2017.
Apple dürfte nach seiner Einschätzung im zweiten Halbjahr 2026 zwischen 7 und 8 Millionen Geräte fertigen und im ersten vollständigen Produktzyklus insgesamt bis zu 20 Millionen Einheiten ausliefern. Die Auslieferungen sollen laut der Analyse im Oktober oder Anfang November anlaufen.
Die Bank rechnet mit einer Kombination aus hoher Anfangsnachfrage und knapper Verfügbarkeit, was die Lieferzeiten weit über das Launch-Wochenende hinaus und tief ins wichtige Weihnachtsquartal strecken könnte. Woodring bestätigte sein „Overweight“-Rating und ein Kursziel von 360 Dollar für die Aktie, die am Mittwoch bei 324 Dollar schloss – rund 10 % unter dieser Marke.
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iPhone-18-Pro-Preise und Speicherkosten
Steigende Preise für NAND- und DRAM-Speicher werden die Pro-Modelle nach Einschätzung Woodrings im Jahresvergleich um mehr als 200 Dollar verteuern. Er wertet dies als breiteste Serie gleichartiger iPhone-Preisanhebungen in der Unternehmensgeschichte.
Der zentrale Hardware-Sprung beim iPhone 18 Pro dürfte der Wechsel auf den 2-Nanometer-Fertigungsprozess von TSMC sein, der schnellere KI-Berechnungen direkt auf dem Gerät ermöglichen soll. Apple scheine derzeit stärker darauf fokussiert, sich Komponenten zu sichern, als Käufer dafür zu finden, schrieb Woodring. Das Speicherangebot könnte die Produktion kurzfristig dennoch begrenzen.
Gleichzeitig warnte er, dass Apple-Aktien traditionell im Vorfeld großer Produktpräsentationen zulegen, am Tag der Vorstellung selbst aber häufig nachgeben – ein Muster, das den Trade stark von den anschließenden Nachrichten und Schätzungsanpassungen abhängig macht. Nachhaltige Kursgewinne hingen von späteren Prognoseanhebungen ab, so Woodring.
Apples 9.-September-Event unter John Ternus
Die kommende Keynote ist der erste große Produktlaunch unter John Ternus, der am 1. September als Nachfolger von Tim Cook den CEO-Posten übernommen hat, nachdem er zuvor die Hardware-Entwicklung leitete. Berichtet wurde darüber.
Andere Analysten verorten den Preis des Faltmodells zwischen 2.300 und 2.500 Dollar – deutlich oberhalb aller bisherigen Standard-iPhones. In der Branche kursieren Spekulationen, das Gerät könne den Namenszusatz Ultra oder Fold tragen.
Apple hat sich jahrelang aus dem Markt für faltbare Geräte herausgehalten, während Samsung das Segment mit der Galaxy-Fold-Reihe aufgebaut und die hohen Anfangskosten der Entwicklung getragen hat. In Cupertino beobachtete man derweil die Konkurrenz und deren Lernkurve.
Die Aktie hat im laufenden Jahr 2026 bis zum 2. September um knapp 20 % zugelegt. Mit der Keynote am 9. September beginnt nach Einschätzung von Analysten die breiteste Welle neuer Gerätevorstellungen seit Jahren.
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