Cathie Wood sieht für Bitcoin (BTC) weiteres Kurspotenzial, nachdem das Verhältnis zum Goldpreis auf 18 gestiegen ist – der stärkste Wert seit Januar.
Kernpunkte:
- In ihrem September-Kommentar bezeichnet ARK Invest Bitcoins Entwicklung gegenüber Gold als ermutigend und betont, die Anlage habe noch viel Luft nach oben.
- Das Bitcoin-Gold-Verhältnis kletterte auf 18,17 – den höchsten Stand seit Januar. Bitcoin legte im Monatsvergleich rund 22 % zu, Gold etwa 2 %.
- Beide Vermögenswerte stiegen im Zuge von Entwertungsängsten. Analysten sind gespalten, ob sich diese Verschiebung als dauerhaft erweist.
Bitcoin-Gold-Verhältnis auf Acht-Monats-Hoch
ARK Invest präzisierte seine Argumentation im Marktkommentar für September und griff damit ein Deutungsmuster auf, das Wood seit Jahren nutzt.
Sie beschreibt Bitcoin als gleich drei überlappende Revolutionen: als Technologieplattform, als geldähnliches System ohne Emittenten und als erstes Mitglied einer völlig neuen Anlageklasse, die vor 2009 nicht existierte. Die jüngste Entwicklung nannte sie „sehr beruhigend“.
Das Verhältnis berechnet sich, indem der Dollarpreis eines Bitcoins durch den Goldpreis je Feinunze geteilt wird. Laut TradingView-Daten stieg dieser Wert auf 18,17 – das höchste Niveau seit acht Monaten.
In den vergangenen vier Wochen gewann Bitcoin rund 22 %, während der Spot-Goldpreis lediglich um 2 % zulegte.
Am Dienstag notierte Bitcoin bei knapp 78.000 US‑Dollar. Zuvor war der Kurs kurzzeitig über 82.000 US‑Dollar gestiegen, dieses Niveau ließ sich jedoch nicht halten – womit aktuell eher das Verhältnis zu Gold als der absolute Dollarpreis Woods Argumentation stützt. Gold behauptete sich im selben Zeitraum, sodass die Verschiebung eher relative Stärke widerspiegelt als einen Bruch der „sicheren Hafen“-Funktion. Beide Werte lagen damit hinter der von KI-Fantasien getriebenen Aktienrally dieses Jahres zurück.
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Bessent-Warnung zur Schuldenlast treibt Sachwerte
Sowohl Bitcoin als auch Gold profitieren von wachsender Sorge um die Staatsfinanzen: In allen großen Industrieländern außer der Schweiz liegt die Staatsschuldenquote inzwischen über 100 % des jährlichen BIP. US-Finanzminister Scott Bessent sagte beim Treffen der G20-Finanzminister in Asheville, North Carolina, die Welt stecke „bis zum Hals“ in Schulden, und Wachstum sei der einzige Ausweg.
SkyBridge-Capital-Gründer Anthony Scaramucci griff diese Aussage auf und bezeichnete sie als „beste Bitcoin-Werbung des Jahres“. Skeptiker entgegnen, das steigende Verhältnis könne auch schlicht Ausdruck der höheren Volatilität von Bitcoin sein – dieselbe Entwertungsstory werde nur schneller eingepreist als bei Gold. Diese Differenz ist entscheidend für Anleger, die eine langfristige Allokation zwischen beiden Werten planen.
Großinvestoren testen Woods Investmentthese
Die institutionelle Nachfrage hielt trotz hoher Schwankungen an: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in einer jüngsten Woche Nettozuflüsse von fast 1 Milliarde US‑Dollar. Strategy meldete, Ende August 4.603 Bitcoin im Volumen von rund 370 Millionen US‑Dollar erworben zu haben. Der Bestand stieg damit auf 845.050 Coins. Allerdings zahlte das von Michael Saylor geführte Unternehmen im Schnitt 80.318 US‑Dollar pro Bitcoin und liegt damit aktuell unter Wasser.
Über weite Strecken des vergangenen Jahres stellte sich der Vergleich genau umgekehrt dar: Bitcoin markierte im Oktober 2025 ein Rekordhoch knapp unter 126.000 US‑Dollar, notiert seither aber darunter.
Auf Jahressicht 2025 stand für Bitcoin ein Minus von rund 7 %, während Gold um mehr als 70 % zulegte – ein Zeitraum, der Woods zyklische Argumentation deutlich unter Druck setzte.
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