Bitcoin (BTC) hat seinen Bärenmarkt hinter sich gelassen – zu diesem Schluss kommt eine neue Analyse von BIT Research, die ein mögliches Zyklushoch zwischen 185.000 und 215.000 Dollar skizziert.
Wichtigste Punkte:
- BIT Research sieht das Zyklustief von Bitcoin nach der Stabilisierung oberhalb von 62.900 Dollar als bestätigt.
- Ein Kostenbasis-Modell signalisiert ein mögliches Top zwischen 185.000 und 215.000 Dollar, voraussichtlich 2028 oder 2029.
- Ein stärkerer US-Dollar und überkaufte Marktsignale könnten vorerst zu einer Verschnaufpause zwingen, warnt das Haus.
BIT Research: Zyklustief bei Bitcoin ist erreicht
BIT Research argumentiert, Bitcoin habe sein Zyklustief bestätigt, nachdem der Kurs sich oberhalb von 62.900 Dollar halten konnte, anschließend den 21-Wochen-Durchschnitt bei 69.272 Dollar nach oben durchbrach und die Marke von 70.000 Dollar zurückeroberte.
In der Folge überwand der Kurs das März-Hoch 2024 bei 73.084 Dollar. Am Mittwoch notierte Bitcoin knapp über 83.000 Dollar und damit mehr als 4 % tiefer als vor einer Woche.
Das Research-Haus verweist auf den sogenannten True Market Mean – seine Schätzung des durchschnittlichen Einstiegskurses aller Marktteilnehmer – von rund 76.897 Dollar. Da Bitcoin aktuell darüber notiert, befindet sich der gesamte Markt wieder im Gewinn. Laut BIT reduziert das den Verkaufsdruck, der typischerweise entsteht, wenn viele Investoren im Minus sind.
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So kommt Bitcoin laut BIT auf bis zu 215.000 Dollar
Das obere Kursziel leitet BIT aus der Historie ab. In früheren Zyklen markierte Bitcoin seine Hochs erst, nachdem der Kurs mindestens 85 % über dem True Market Mean lag – eine Marke, die derzeit bei etwa 142.260 Dollar verläuft. Im letzten Zyklus erreichte Bitcoin diese Prämie erstmals im März 2024 bei rund 73.000 Dollar und stieg anschließend bis auf 126.000 Dollar – etwa das 1,7‑Fache dieses Niveaus.
BIT verweist darauf, dass dieser Multiple von Zyklus zu Zyklus tendenziell schrumpft. Ein Rückgang auf das 1,3- bis 1,5‑Fache eines Basiswerts von rund 142.000 Dollar würde ein mögliches Top zwischen 185.000 und 215.000 Dollar implizieren.
Bitcoin-Rally steht vor Belastungsprobe durch starken Dollar
Beim Timing gibt sich BIT deutlich vorsichtiger. Im letzten Zyklus dauerte es rund 19 Monate vom 85‑Prozent‑Signal bis zum finalen Hoch. Entsprechend sieht das Haus ein mögliches Top nahe 200.000 Dollar eher in den Jahren 2028 oder 2029. Ein ergänzendes Schuldenmodell, das auf der US-Bundesschuld von rund 40,1 Billionen Dollar basiert, kommt auf einen fairen Wert von etwa 105.000 Dollar.
Kurzfristig verweist BIT jedoch auf Gegenwind: Ein stärkerer US-Dollar und überkaufte Indikatoren sprächen für eine Konsolidierung. Am Dienstag stieg Bitcoin um rund 1 % auf etwas über 84.200 Dollar. FxPro-Analyst Alex Kuptsikevich sieht einen festeren Dollar und schwankende Aktienmärkte als zusätzliche Belastungsfaktoren für die Risikostimmung.
Die Kursrally des Quartals verlief dabei eher sprunghaft als gleichmäßig. Über weite Teile des Juli und August pendelte Bitcoin zwischen rund 62.000 und 66.000 Dollar. In der Woche bis zum 21. August kam es dann zu einem deutlichen Kurssprung, bevor die Notiz im September überwiegend in einer Spanne zwischen etwa 75.000 und 88.000 Dollar schwankte. Trotz eines Plus von rund 42 % seit dem 1. Juli – dem besten dritten Quartal seit 2017 – liegt Bitcoin damit immer noch rund 26 % unter dem Niveau vor einem Jahr.
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