BitMine hat rund 17.000 Ethereum (ETH) zugekauft, während ETH im dritten Quartal Bitcoin (BTC) deutlich outperformt hat. Der Markt fokussiert sich nun darauf, ob das ETH/BTC-Verhältnis im vierten Quartal nachhaltig über die Marke von 0,03 ausbrechen kann.
Wichtigste Punkte:
- ETH steuert im dritten Quartal auf ein Plus von über 70 % zu, gegenüber 43 % bei Bitcoin.
- Das ETH/BTC-Verhältnis testet 0,03 – ein Niveau, das seit dem Crash im Oktober nicht mehr zurückerobert wurde.
- BitMine hat etwa 17.000 ETH zugekauft, während die Beteiligung an Altcoins insgesamt zunimmt.
Ausgangslage für Ethereum im vierten Quartal
Aktuelle Daten zeigen, dass ETH das dritte Quartal mit einem Plus von mehr als 70 % abschließen dürfte, während Bitcoin auf rund 43 % Kursgewinn kommt. Damit legt Ethereum mehr als das 1,5‑Fache der Bitcoin-Rendite vor – ein signifikanter Performance-Abstand.
Ob diese Dynamik anhält, hängt nun wesentlich vom ETH/BTC-Verhältnis ab, das aktuell nahe 0,03 notiert – einer Widerstandszone, die Ethereum seit dem Einbruch vor dem Oktober-Crash nicht mehr zurückerobern konnte. Ein nachhaltiger Ausbruch über 0,03 würde signalisieren, dass die relative Stärke aus Q3 in das vierte Quartal hineinreicht, also in eine Phase, in der historisch Bitcoin im Vorteil war. Ethereum hat Bitcoin in einem vierten Quartal zuletzt 2021 geschlagen.
Die Kapitalströme institutioneller Investoren bleiben derweil klar Bitcoin-lastig: Laut SoSoValue flossen im dritten Quartal netto über 6 Milliarden US‑Dollar in Bitcoin-ETFs – mehr als doppelt so viel wie in Ethereum-Produkte. Allein im August verzeichneten Bitcoin-Fonds Zuflüsse von 3,1 Milliarden US‑Dollar.
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BitMines ETH-Umschichtung
Vor diesem Hintergrund hat BitMine weitere 17.000 ETH aufgenommen, während Strategy 1.665 BTC erwarb und Strive Bitcoin im Wert von 94,5 Millionen US‑Dollar zukaufte und seine Bestände damit auf über 27.400 BTC erhöhte. BitMine-Chairman Tom Lee erklärte, institutionelle Investoren seien weiterhin untergewichtet in Krypto engagiert; er rechnet damit, dass sie ihr Exposure in den letzten Monaten des Jahres 2026 ausbauen werden. Unternehmenskäufe stützen derzeit beide Lager.
Breitere Marktsignale deuten ebenfalls auf eine stärkere Beteiligung im Altcoin-Segment hin: Der Altcoin Season Index von Blockchain.center liegt über seinem Zwischenhoch von Mitte August bei 61, während die Bitcoin-Dominanz im laufenden Monat um fast 1,7 Prozentpunkte gesunken ist. ETH schlägt BTC zudem auf Monatssicht, was das Szenario einer möglichen Rotation hin zu Ethereum stützt – vorausgesetzt, das Verhältnis überwindet den Widerstand. Ein bestätigter Ausbruch steht jedoch noch aus.
Diese Kombination ist deshalb relevant, weil die Unternehmensakkumulation mit einer breiteren Marktteilnahme bei Altcoins einhergeht und nicht nur als isolierte Treasury-Positionierung zu sehen ist. Das ETH/BTC-Verhältnis braucht dennoch eine technische Bestätigung.
Das aktuelle Setup von Ethereum folgt auf ein drittes Quartal, in dem die Rendite von ETH die von Bitcoin um mehr als 27 Prozentpunkte übertroffen hat – eine deutliche Gegenbewegung zur relativen Schwäche in den letzten vierten Quartalen. Seit 2021 allerdings hat Bitcoin Ethereum in jedem vierten Quartal geschlagen. Die Marke von 0,03 im ETH/BTC-Verhältnis wird damit zum entscheidenden Gradmesser dafür, ob 2026 dieses Muster durchbrechen kann.
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