Vier Jahre lang ging einem Preisanstieg von Bitcoin (BTC) zuverlässig ein Makro-Signal voraus. Wenn die globale M2-Geldmenge expandierte, floss Kapital in Risikoanlagen und Bitcoin eroberte einen überproportionalen Anteil davon.
Diese Korrelation ist aufgebrochen – und die Divergenz wird von Woche zu Woche größer.
Die Lücke zwischen Liquidität und Preis
Die globale M2-Geldmenge wächst im Jahr 2026 weiter, da Zentralbanken außerhalb der USA eine lockere Geldpolitik beibehalten. Bitcoin ist diesem Trend nicht gefolgt.
Der Vermögenswert hat das Liquiditätssignal, das Trader im Zyklus 2020 bis 2024 als nahezu mechanischen Einstiegstrigger nutzten, klar unterperformt. Die Erklärung, die unter Makro-Analysten an Gewicht gewinnt, ist die Stärke des US-Dollars.
Wenn der US‑Dollar gegenüber anderen wichtigen Währungen aufwertet, steigen die in Dollar gemessenen globalen M2‑Zahlen mechanisch, ohne dass dies eine echte Zunahme der Risikobereitschaft widerspiegelt. Kapital, das sonst in Anlagen wie Bitcoin fließen würde, kehrt stattdessen in dollardenominierte Instrumente zurück und neutralisiert so das Liquiditätssignal.
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Das Signal und seine Quelle
Eine am 30. April veröffentlichte Analyse von CryptoRank stellte die Divergenz als struktures Risiko dar, nicht als vorübergehendes Rauschen. Die Analyse stellte fest, dass das alte Bitcoin‑Playbook auf der einfachen Logik beruhte, dass M2‑Expansion in Zuflüsse in Kryptowährungen übersetzt wurde.
Diese Logik setzte Dollar-Stabilität als Hintergrundbedingung voraus. Die Dollarstärke hat diese Bedingung im aktuellen Zyklus entfernt – und Bitcoin ist infolgedessen ins Stocken geraten.
Schuldendynamiken verschärfen das Bild zusätzlich. Steigende staatliche Schuldenstände in wichtigen Volkswirtschaften saugen Kapital auf, das ansonsten Risikoanlagen erreichen könnte, und schaffen damit einen doppelten Gegenwind – sowohl über den Währungskanal als auch über den fiskalischen Kanal.
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Hintergrund
Bitcoins Korrelation mit der globalen M2‑Geldmenge wurde zu einem vielzitierten Rahmen, nachdem der Liquiditätsschub im Jahr 2020 den Vermögenswert innerhalb von vierzehn Monaten von rund 10.000 US‑Dollar auf fast 70.000 US‑Dollar trieb. Die Beziehung hielt lose über 2022 und 2023 hinweg, wobei Bitcoin jedes Mal stark zurückkam, wenn M2 nach Straffungsphasen der Federal Reserve wieder anzog.
Die Zulassung von Spot‑Bitcoin‑ETFs in den USA im Januar 2024 fügte eine neue Nachfragekomponente hinzu, die Bitcoin kurzzeitig von rein makroökonomischen Treibern entkoppelte, da institutionelle Zuflüsse Kaufdruck unabhängig von den globalen Liquiditätsbedingungen erzeugten. Die aktuelle Divergenz deutet darauf hin, dass weder der ETF‑Nachfrageimpuls noch das M2‑Signal dominiert – und der Vermögenswert damit ohne klaren Makro‑Anker dasteht.
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Wie es weitergeht
Trader, die auf das M2‑Signal achten, stehen nun vor der Wahl, ihren Rahmen zu aktualisieren oder darauf zu warten, dass die Dollarstärke nachlässt. Sollte die Federal Reserve später im Jahr 2026 Zinssenkungen signalisieren, könnte sich die Dollaraufwertung umkehren und die historische M2‑zu‑Bitcoin‑Transmission wiederherstellen.
Bleibt die Dollarstärke bestehen, stützt sich der Makro‑Case für Bitcoin rests more heavily on ETF inflows stärker auf ETF‑Zuflüsse, die Übernahme in Unternehmensbilanzen und Angebotsdynamiken durch das Halving im April 2024. Der ARK 21Shares Bitcoin ETF verzeichnete am 29. April Zuflüsse in Höhe von 41,2 Millionen US‑Dollar, was darauf hindeutet, dass die institutionelle Nachfrage weiterhin vorhanden ist, auch wenn das Makro‑Signal eingetrübt ist.
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