Michael Saylor sagte, dass in den Boom der Künstlichen Intelligenz fliehendes Kapital, und nicht eine Schwäche bei Bitcoin (BTC), den Rückgang des Assets Richtung 61.000 Dollar in dieser Woche ausgelöst habe.
Kernaussagen:
- Saylor stellte den Rückgang von Bitcoin als Kapitalrotation in KI dar und wies Behauptungen zurück, dass Verkäufe von Strategy dies verursacht hätten.
- Spot‑Bitcoin‑ETFs haben seit dem 14. Mai rund 4 Milliarden Dollar verloren und den Preis auf Niveaus wie im Februar gedrückt.
- Ein Analyst sagte, Bitcoin könne sich in Richtung seines realisierten Preises nahe 53.000 Dollar bewegen, falls KI‑getriebene Abflüsse anhalten.
Saylor gibt der Bitcoin‑Rotation die Schuld
Strategy‑Gründer Saylor argumentierte am Donnerstag auf X, dass die Kapitalmärkte in den vergangenen sechs Monaten etwa 400 Milliarden Dollar in Infrastruktur für Künstliche Intelligenz geleitet hätten und damit die Nachfrage anderswo austrockneten.
Er beschrieb die Verschiebung als Rotation und nicht als Beeinträchtigung von Bitcoin und fügte hinzu, dass die Volatilität Chancen für geduldige Käufer schaffe. Spot‑Bitcoin‑ETFs hätten seit dem 14. Mai etwa 4 Milliarden Dollar an Mitteln verloren, merkte er an.
Die Wall Street veranschlagt die kombinierten Ausgaben der Hyperscaler für 2026 nun auf über 600 Milliarden Dollar – ein Vielfaches der Summen, die durch Krypto fließen. Diese Einordnung kam zudem wenige Tage, nachdem Strategy 32 BTC verkauft hatte – die erste Veräußerung seit 2022. Dieser Schritt verunsicherte Anleger, die seine langjährige „niemals verkaufen“-Haltung wörtlich genommen hatten.
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Schiff und Analysten bewerten Bitcoin
Langjähriger Kritiker Peter Schiff wies diese Lesart zurück und bezeichnete den Rückgang als Kollaps statt bloßer Volatilität, da Händler flüchteten, um Verluste zu begrenzen. Er brandmarkte den Ausverkauf als „Zurückweisung deiner gesamten These“. Der Gold‑Befürworter ging diese Woche noch weiter und sagte einen späteren Rutsch unter 20.000 Dollar voraus.
Andere Analysten stützten hingegen die Rotations‑These. SpaceX wird nächste Woche gelistet, während Anthropic und OpenAI zwischen Juni und Oktober an die Börse gehen sollen. Bitwise‑Berater Jeff Park nahm Strategy in Schutz und sagte, Bitcoin werde genutzt, um die nächsten überlaufenen Trades am Markt zu finanzieren.
Diese Unterscheidung ist für die kommenden Monate wichtig. Ein struktureller Ausstieg würde auf eine tiefgreifendere Verschiebung in der institutionellen Bewertung von Bitcoin hindeuten, während eine vorübergehende Rotation eher für eine Erholung spricht. Mehrere Händler, darunter Wintermute‑Trader Jake Ostrovskis, erwarten, dass der Druck erst nach den großen KI‑Börsengängen des Jahres nachlässt.
Bitcoin‑Preis testet wichtige Unterstützung
Anhaltende Rücknahmen haben das institutionelle Kaufinteresse ausgelöscht, das frühere Rückgänge abgefedert hatte, und den Markt ausgedünnt. Bitcoin fiel auf Tiefs vom Februar nahe 61.000 Dollar und erlebte damit seine schlechteste Woche des Jahres 2026 mit einem Rückgang von über 13 %. Analyst James Van Straten warnte, die Korrektur könne sich bis zum realisierten Preis nahe 53.000 Dollar ausweiten und damit die Bärenmärkte von 2018 und 2022 widerspiegeln.
Daten von Capital.com zeigten, dass Bitcoin innerhalb von neun Tagen mehr als 433.000 Trades und über 584 Millionen Dollar Volumen verzeichnete, wobei die Aktivität mit fallendem Preis zunahm. Senior‑Marktanalystin Daniela Hathorn sagte, diese Divergenz steche hervor, da die Zahl der Trades in einem Abwärtstrend normalerweise abnimmt statt anzusteigen. Sie fügte hinzu, dass der Verkauf von Strategy „einen Rückgang beschleunigte, der bereits im Gange war“.
Der Rückzug krönt eine harte Phase für Bitcoin: Die Kryptowährung markierte im Oktober ein Rekordhoch nahe 126.000 Dollar, bevor sie rund die Hälfte ihres Werts verlor. Der Rückgang dieser Woche allein löschte mehr als 600 Milliarden Dollar aus der gesamten Marktkapitalisierung von Kryptowährungen. In früheren Zyklen kletterte der Preis wieder über seine durchschnittliche Kostenbasis, sobald der erzwungene Verkaufsdruck abebbte – ein Muster, auf das Anleger erneut achten.
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