Bitcoin-ETFs verzeichnen Abflüsse von 450 Mio. Dollar – Fidelity und BlackRock an der Spitze

Spot Bitcoin ETF outflows hit $450.4M as BTC falls 2.5% and major funds lead withdrawals (Image: Shutterstock)
Spot Bitcoin ETF outflows hit $450.4M as BTC falls 2.5% and major funds lead withdrawals (Image: Shutterstock)

Bitcoin (BTC)‑Spot‑ETFs verzeichneten am Dienstag Nettoabflüsse von 450,4 Millionen US‑Dollar, während der Bitcoin‑Kurs um 2,5 % fiel und die US‑Kryptogesetzgebung im Senat ins Stocken geriet.

Wichtige Punkte:

  • US‑Spot‑Bitcoin‑ETFs verloren am 15. September 450,4 Millionen US‑Dollar – der größte Tagesabfluss seit dem 24. Juni.
  • Fidelity führte mit Abflüssen von 214,8 Millionen US‑Dollar aus dem FBTC, BlackRock verzeichnete 161,7 Millionen US‑Dollar aus dem IBIT.
  • Bitcoin notierte bei rund 75.700 US‑Dollar, ein Minus von 2,5 % innerhalb von 24 Stunden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Bitcoin-ETF-Abflüsse

Die 13 in den USA gelisteten Spot‑Bitcoin‑Fonds kehrten den Zufluss von 159,9 Millionen US‑Dollar vom Montag mit Nettoabflüssen von 450,4 Millionen US‑Dollar am Dienstag wieder komplett um, wie Daten von Farside Investors zeigen, auf die sich Cointelegraph beruft. Damit kam es zu einer abrupten Eintages‑Wende bei der ETF‑Nachfrage – es war der höchste tägliche Rückgabewert seit Ende Juni.

Fidelitys FBTC stand mit 214,8 Millionen US‑Dollar für den größten Anteil, während BlackRocks iShares Bitcoin Trust 161,7 Millionen US‑Dollar verlor. Grayscale’s GBTC verzeichnete Abflüsse von 44,1 Millionen US‑Dollar, ARK 21Shares’ ARKB 17,4 Millionen US‑Dollar und Bitwise’s BITB 12,4 Millionen US‑Dollar.

Der Verkaufsdruck setzte ein, als Bitcoin um 75.700 US‑Dollar gehandelt wurde – ein Rückgang von 2,5 % innerhalb von 24 Stunden. Gleichzeitig scheiterte der US‑Senat daran, den CLARITY Act voranzubringen, was in einer ohnehin schwächeren Sitzung für die Kryptowährung eine zusätzliche Unsicherheit darstellte. Markt‑ und Regulierungssorgen trafen damit zeitgleich aufeinander.

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Einordnung der Flows durch Citigroup

Das Volumen der Abflüsse ist deshalb relevant, weil Spot‑ETFs regulierten Zugang zu Bitcoin über klassische Wertpapierdepots bieten. Starke tägliche Zu‑ und Abflüsse gelten daher als wichtiger Indikator dafür, wie Anleger ihr Kapital im Kryptobereich allokieren.

Bereits Anfang dieses Jahres argumentierten Analysten von Citigroup, dass anhaltende ETF‑Abflüsse ein bedeutenderer Belastungsfaktor für den Bitcoin‑Kurs seien als vereinzelte Unternehmensverkäufe von BTC – damals im Kontext eines separaten Rückgangs im Juni nach mehreren Wochen Marktdruck. Diese frühere Einschätzung allein erklärt die jüngste Bewegung jedoch nicht vollständig.

Fidelity und BlackRock vereinten am Dienstag zusammen 376,5 Millionen US‑Dollar der berichteten Abflüsse auf sich – rund 84 % des Gesamtvolumens. Damit konzentrierte sich der überwiegende Teil der Rückgaben auf nur zwei Produkte, bevor geringere Mittelabzüge bei Grayscale, ARK 21Shares und Bitwise folgten.

Der letzte noch größere Tagesabfluss war am 24. Juni zu beobachten, als US‑Spot‑Bitcoin‑ETFs rund 469 Millionen US‑Dollar verloren. Damals setzte eine Verkaufswelle bei Technologiewerten Risikoanlagen insgesamt unter Druck, und Investoren reduzierten ihr Exposure über verschiedene Märkte hinweg – in einer ohnehin schwierigen Phase für Kryptofonds. Die aktuellen Abflüsse bringen das Rückgabenniveau wieder nahe an diesen Wert heran.

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Aliasgar Juzar

Aliasgar ist Associate Writer bei Yellow.com und berichtet über Krypto, KI und die zugrunde liegende Infrastruktur beider Bereiche. Er begann zu schreiben, nachdem er von der anderen Seite der Branche kam und sechs Jahre lang Entwickler-Tools bei Protokollen wie Ignite, Informal Systems, Akash und Warden entwickelt und unterstützt hatte – größtenteils im Cosmos-Ökosystem. Er hat einen Masterabschluss in Informatik, hat eigene Produkte auf den Markt gebracht und schreibt aus Deutschland.

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