US-Spot-Bitcoin-ETFs haben am 15. September Nettoabflüsse von rund 450,4 Millionen US‑Dollar verbucht – der größte Tagesabzug seit Juni. Parallel dazu rutschte Bitcoin (BTC) in Richtung 75.000 US‑Dollar.
Wichtigste Fakten:
- US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 15. September rund 450,4 Mio. Dollar an Nettoabflüssen und machten damit den Zufluss vom Vortag mehr als wett.
- Die größten Abflüsse entfielen auf Fidelitys FBTC und BlackRocks IBIT.
- Der Mittelabzug fiel zeitlich mit dem gescheiterten Senatsvotum zum CLARITY Act zusammen – ein kausaler Zusammenhang lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
Bitcoin-ETF-Abflüsse
Die Trendwende am 15. September folgte auf Nettozuflüsse von 160,04 Millionen Dollar am Vortag, die zuvor eine Serie von vier Handelstagen mit kumulierten Abflüssen von rund 461 Millionen Dollar beendet hatten. CoinCodex meldete unter Berufung auf Daten von SoSoValue, dass es sich um den größten Tagesabfluss seit Ende Juni handelt.
Fidelitys FBTC verzeichnete rund 218 Millionen Dollar an Abflüssen, während BlackRocks IBIT 161,7 Millionen Dollar verlor. Beim Grayscale-Produkt GBTC flossen 44,1 Millionen Dollar ab, ARKB meldete 17,4 Millionen Dollar und BITB rund 12,4 Millionen Dollar an Nettoabflüssen.
Die Bewegung fiel zusammen mit dem Scheitern des CLARITY Act im US‑Senat am 15. September: In einer Verfahrensabstimmung wurde die für das Weiterverfahren notwendige 60‑Stimmen‑Hürde verfehlt. Bitcoin gab nach der Abstimmung um fast 3 % nach und notierte laut CoinCodex bei rund 75.600 Dollar.
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Signale von CryptoQuant
Die zeitliche Überlappung von ETF-Verkäufen und dem Rückschlag auf legislativer Ebene sorgte für Aufmerksamkeit, zumal beides in eine Phase allgemein eingetrübter Kryptostimmung fiel.
Gleichwohl legen die ETF-Flussdaten nicht nahe, dass das Senatsvotum unmittelbar der Auslöser für die Abflüsse war.
Von CoinCodex zitierte Daten von CryptoQuant zeigen, dass kurzfristig orientierte Bitcoin-Investoren verstärkt BTC auf zentrale Börsen transferieren – ein Muster, das häufig Verkäufen vorausgeht. Ein Analyst von CryptoQuant wertete die Aktivität als Zeichen einer „strukturellen Nervosität“ unter kurzfristigen Haltern, deren Buchverluste zunehmen.
Für ETF-Anleger stellt sich nun die Frage, ob der Abzug vom 15. September in eine neue, anhaltende Negativserie mündet. Ein einzelner schwerer Handelstag reicht nicht aus, um einen nachhaltigen Einbruch der institutionellen Nachfrage zu belegen. Wiederholte Abflüsse könnten jedoch zusätzlichen Druck auf den Markt ausüben, solange Bitcoin unter seinen jüngsten Höchstständen bleibt.
Der aktuelle Mittelabzug liegt weiterhin unter dem Rekordwert von 696,29 Millionen Dollar vom 25. Juni. Der Juni schloss mit kumulierten Nettoabflüssen aus Bitcoin-ETFs von rund 4,5 Milliarden Dollar – dem schwächsten Monat der Branche überhaupt –, bevor sich die Ströme im Juli und August wieder ins Plus drehten.
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