US-Spot-ETFs auf Bitcoin (BTC) haben vom 1. bis 4. September rund 770 Mio. Dollar an Nettozuflüssen angezogen. Damit startet der September ausgesprochen robust – obwohl der Bitcoin-Kurs zwischenzeitlich unter 80.000 Dollar gerutscht ist.
Zentrale Fakten:
- Spot-Bitcoin-ETFs verbuchten in den ersten vier Handelstagen im September Nettozuflüsse von insgesamt rund 769,9 Mio. Dollar.
- Am 3. September flossen 730,8 Mio. Dollar zu – der stärkste Tageswert seit dem 14. Januar, angeführt von BlackRocks IBIT.
- Bitcoin fiel anschließend auf 79.622,23 Dollar; die Marke von 80.000 Dollar bleibt damit ein neuralgisches Niveau, während die ETF-Nachfrage positiv bleibt.
Entwicklung der Bitcoin-ETF-Flows
Daten zeigen, dass die US-Spot-Bitcoin-ETFs den September zunächst mit Nettoabflüssen von etwa 236,5 Mio. Dollar am 1. September begonnen haben, bevor sich das Bild am Folgetag mit Zuflüssen von rund 101 Mio. Dollar drehte. Der Umschwung beschleunigte sich am 3. September deutlich.
An diesem Tag verzeichneten die Fonds Nettozuflüsse von 730,8 Mio. Dollar – die stärkste Sitzung seit dem 14. Januar. BlackRocks IBIT absorbierte dabei rund 454 Mio. Dollar. Der ARK 21Shares-ETF ARKB folgte mit etwa 137,7 Mio. Dollar, Fidelity’s FBTC legte weitere 74,4 Mio. Dollar zu.
Am 4. September flossen zusätzliche 174,6 Mio. Dollar in die Produkte. Damit summieren sich die Nettozuflüsse über die ersten vier Handelstage trotz der anfänglichen Abflüsse auf rund 769,9 Mio. Dollar – ein klarer Kontrast zur traditionell schwächeren Saisonalität des Bitcoin im September.
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Blick auf das Zins- und Kryptoumfeld
Der kräftige Nachfrageanstieg nach Krypto-ETFs fiel mit veränderten Erwartungen an die US-Geldpolitik zusammen, nachdem Fed-Gouverneur Christopher Waller am 3. September Stellung genommen hatte. „Ich wäre geneigt, dafür zu stimmen, das Zielband für den Federal Funds Rate auf seinem aktuellen Niveau zu belassen“, sagte Waller.
Bitcoin legte in dieser Phase zunächst zu, konnte sich aber nicht nachhaltig über 80.000 Dollar halten und notierte zum Redaktionsschluss nach einem Tagesminus von 2,1 % bei 79.622,23 Dollar. Der RSI blieb über der Neutralzone, während sich die Bollinger-Bänder verbreiterten – ein Hinweis auf erhöhte Volatilität.
Die ETF-Nachfrage beschränkte sich dabei nicht auf Bitcoin. Spot-ETFs auf Ethereum (ETH) verbuchten am 1. September zunächst Nettozuflüsse von 8,6 Mio. Dollar, ehe am 2. September Nettoabflüsse in Höhe von 48,2 Mio. Dollar folgten. Am 3. September drehten die Ströme erneut: Es flossen 141,4 Mio. Dollar zu, am 4. September weitere 25,9 Mio. Dollar, wie Zahlen von Farside Investors zeigen.
ETFs auf Solana (SOL) wiesen im gleichen Zeitraum ein gemischteres Bild bei Zu- und Abflüssen auf. Insgesamt deutet das Muster darauf hin, dass die Nachfrage nach Krypto-ETFs zum Monatsbeginn deutlich angezogen hat – und das, obwohl sich bei den zugrunde liegenden Tokenkursen kein nachhaltiger Ausbruch durchgesetzt hat.
Zudem hat Bitcoin historisch gesehen nur vergleichsweise wenig Zeit oberhalb von 70.000 Dollar verbracht. Daten von MSB Intel zeigen, dass von 4.364 erfassten Tagesschlusskursen lediglich 12,7 % über dieser Marke lagen – ein Indiz dafür, wie außergewöhnlich das aktuelle Kursniveau weiterhin ist.
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