US-basierte Spot-Bitcoin-(BTC)-ETFs haben am Donnerstag Nettozuflüsse in Höhe von 233,1 Mio. US‑Dollar verbucht – der stärkste Tageswert seit mehr als drei Wochen. Damit drehten die Produkte ihre Wochenbilanz wieder klar ins Plus.
Wichtigste Punkte:
- US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Donnerstag Zuflüsse von 233,1 Mio. Dollar – das höchste Tagesvolumen seit über drei Wochen.
- BlackRocks IBIT steuerte mit 183,4 Mio. Dollar rund 78,7 % der gesamten Tageszuflüsse bei.
- Im Juli stehen die Produkte nun bei +437,8 Mio. Dollar, nach zwei Monaten mit milliardenschweren Abflüssen.
BlackRock-ETF IBIT dominiert die Zuflüsse
Der iShares Bitcoin Trust von BlackRock, an der Börse unter dem Tickersymbol IBIT gelistet, absorbierte mit 183,4 Mio. Dollar knapp vier Fünftel der gesamten Tageszuflüsse, wie aus Daten von SoSoValue hervorgeht, die von Cointelegraph aufgegriffen wurden. Dahinter folgte Bitwise mit seinem BITB-ETF (20,7 Mio. Dollar), während Fidelity mit dem FBTC weitere 15,5 Mio. Dollar einsammelte. Mehrere kleinere Produkte verbuchten ebenfalls Mittelzuflüsse, sodass BlackRock klar die Rangliste anführt.
Auf Wochensicht kehrten die US-Spot-Bitcoin-ETFs damit in die Gewinnzone zurück: Die Nettozuflüsse summieren sich aktuell auf 203,84 Mio. Dollar. Bleiben die Abflüsse am Freitag unter dieser Marke, stünde der Sektor vor der vierten positiven Woche in Folge – der längsten Gewinnserie seit Anfang Mai.
Der Juli weist nun ein Plus von 437,8 Mio. Dollar aus, nach rund 205 Mio. Dollar vor der Handelssitzung am Donnerstag. Diese frühere Zwischenbilanz galt bereits als schwächster Monatszufluss seit Auflage der Produkte, obwohl sie knapp positiv war. Ein Abschluss in der Nähe des aktuellen Niveaus würde dennoch eine zweimonatige Serie milliardenschwerer Rückgaben beenden.
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Technische Unterstützung für BTC liegt bei rund 63.300 Dollar
Bitcoin notierte am Donnerstag bei etwa 64.338 US‑Dollar und damit rund 1,8 % niedriger als vor einer Woche und klar unter dem Zwischenhoch von gut 66.000 Dollar Anfang des Monats. Analysten des Brokers Marex verweisen auf den 200‑Wochen‑Durchschnitt bei rund 63.300 Dollar als zentrale Unterstützungsmarke. Ein Bruch unter 62.500 Dollar würde aus ihrer Sicht den Bären ein nächstes Kursziel in der Region um 60.000 Dollar eröffnen.
Spot-Ether-(ETH)-ETFs verzeichneten am selben Tag Zuflüsse von 13,3 Mio. Dollar, während die Kryptowährung selbst um die 1.905 US‑Dollar gehandelt wurde. Die Produkte mussten im Juli bislang nur an fünf Handelstagen Abflüsse hinnehmen, nachdem sie im Juni lediglich an vier Tagen Nettomittelzuflüsse verbucht hatten. Insgesamt summieren sich die Juli-Zuflüsse in Ether-Fonds auf 342,85 Mio. Dollar und spiegeln damit auch ein Plus von rund 11 % im Ether-Bitcoin-Verhältnis wider.
Bitcoin-ETF-Ströme erholen sich nach Rekordabflüssen im Juni
Die jüngte Trendwende folgt auf zwei belastende Monate und eine längere Schwächephase, in der die Produkte über acht Wochen in Folge – seit Mitte Mai – unter dem Strich Kapital verloren.
Anleger zogen im Mai 2,43 Mrd. US‑Dollar und im Juni 4,52 Mrd. US‑Dollar aus den Bitcoin-ETFs ab – die höchsten monatlichen Nettoabflüsse seit dem Start der Produkte im Januar 2024.
Auf Wochenbasis drehten die Flows in der zweiten Juli-Woche wieder ins Positive und haben sich seither im Plus gehalten, wenn auch mit vergleichsweise geringen Nettomitteln von 197 Mio., 75,67 Mio. und 33,79 Mio. Dollar.
Eine viertägige Serie von Abflüssen endete am 29. Juli mit Nettozuflüssen von 32,1 Mio. Dollar – nahezu vollständig getragen von IBIT. Die kumulierten Nettozuflüsse in den BlackRock-Fonds liegen inzwischen bei über 60 Mrd. US‑Dollar und damit weit vor allen Wettbewerbern in diesem Segment.
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